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BeitragVerfasst: So 1. Jan 2012, 12:29 
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Flügelspinnrad
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Wenn man aus Zeitgründen länger braucht (und mit länger meine ich Tage oder sogar Wochen) bis das Garn für ein Projekt versponnen ist, sollte man die Singles auch abwickeln und nicht die ganze Zeit auf der Spule lassen.
Ich wickle sehr gern von Hand, das hat für mich fast was medidatives. Bei einem dünnen Garn dauert mir das aber auch zu lange. Da ist ein Knäuelwickler schon praktisch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: So 1. Jan 2012, 14:52 
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Taiga-Rad

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Wieso? Ich sehe jetzt keinen Unterschied zwischen Singles unter Spannung (oder auch nicht) auf der Spule, auf einer Weberspule, einem Papierröllchen, einer Klorolle oder in einem Knäuel (die bei mir auch ziemlich viel Spannung haben). Ausser natürlich, man braucht die Spinnradspule gerade dringend für ein anderes Garn...

Ciao, Klara

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2012, 10:57 
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Taiga-Rad
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Ich frage mich, ob die Spannung auf der Spule wirklich relevant ist? Ausser dem "normalen" Spinnflügel mit Häckchen hab ich den WooLee Winder. Die Garnspannung auf den verschiedenen Spulen ist ziemlich unterschiedlich, eher locker auf der herkömmlichen Spule, ziemlich straff auf der Spule vom WooLee Winder. Vom Verhalten der jeweiligen Garne kann ich keinen grossen Unterschied feststellen.

Der einzige Grund für mich, längere Projekte von der Spule zu nehmen, ist rein logistisch. Zwar hab ich 8 Spulen, aber auch viele Ideen, die häufig parallel in Arbeit sind. Also muss ab und zu ein Garn runter von der Spule, wenn ich die gerade für was anderes brauche. Man hat wohl nie zuviel Spulen. Und ausweichen auf die konventionellen tu ich äusserst selten, seit ich den WooLee Winder hab.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2012, 11:49 
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Flügelspinnrad
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In einem Workshop auf dem Treffen der Handspinngilde (Sockengarn spinnen mit Tine Woodvine) wurde gesagt, dass es absolut wichtig sei, die Singles nicht zu lange auf der Spule zu lassen. Man sollte sogar jeden Tag alles abwickeln. Die Begründung dafür kann ich leider nicht geben, da ich nicht in dem Kurs war.
Bei mir hatte ein Garn, das nach dem Verzwirnen sehr schön aussah, nach dem Waschen auf einmal total viele Schlaufen. Das kann scheinbar auch davon kommen, dass ein Teil davon sehr lang auf der Spule war, der andere Teil nicht.
Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber seitdem wickle ich meine Singles immer ab, wenn ich länger für ein Projekt brauche.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2012, 18:21 
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Taiga-Rad

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Und wo wickelst du sie hin?

War hier irgendjemand auf dem Workshop? Oder kennt jemand jemanden der dort war? Das wäre doch gerade das Interessante an einem Workshop, dass man nachfragen und eine Begründung für einem komisch vorkommende Aussagen verlangen kann - und die hier kommt mir extrem seltsam vor.

(Nur der Vollständigkeit halber: Alden Amos schreibt, dass man vor dem Verzwirnen abwickeln solle. Begründet wird das damit, dass man die Zwirnspulen dann schöner und gleichmässiger wickeln könne - das Buch ist vermutlich älter als der Woolee Winder - und seine Lieblings-Spinn-Spule zum Spinnen auf dem Rad behalten könne. Das ist wenigstens eine Begründung - wenn auch keine, die mich überzeugt hätte, mir eine meiner Meinung nach unnötige Arbeit zu machen...

Jacey Boggs wickelt teilweise auch ab - wenn sie "auf Vorrat" zusätzlichen Drall in Konengarne einbaut, wenn sie mal gerade Zeit übrig hat. Die überdrallten Konengarne kommen dann auf Webspulen und liegen für Effektgarnprojekte bereit, ohne die Spinnspulen zu blockieren. Das erscheint mir z. B. sinnvoll.)

Ich lass' meine Singles also weiterhin auf der Spule - auch wenn die Spule erst zwei Wochen später voll wird und die zweite Spule drei Wochen später fertig ist, das Anfangsgarn also 6 Wochen warten musste, bis es verzwirnt wird.

Ciao, Klara

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2012, 19:49 
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Großes Wollrad

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Ich kenne mehrere die bei dem Workshop waren, die Kursleiterin kenn ich selber persönlich.
( hab bei ihr aber nen anderen Kurs belegt)
Sie hat die Ausbildung der Handweavers Guild of America und den Abschluss: "Certificate of Excellence in Handspinning" also schon Qualifikation, und ist jetzt keine Anfängerin, ganz im Gegenteil.
Sie spinnt auf nem Lendrum mit Woolee winder und gibt Fortgeschrittenenkurse sowohl in D als auch in GBR .
Zu der Aussage an sich , kann ich aber wenig beitragen.
War selber nicht dabei, hab nur Kursergebnisse gesehen.

Der Woolee winder wickelt sehr streng auf find ich , so straff ist das mit dem Wollwickler auf keinen Fall bei mir.
Man braucht nicht zwingend auf was wickeln Klara, ich wickle ja auch alle Knäuel so ohne Kern, das verzwirnen klappt selbst nach über nem Jahr noch von dem Knäuel ( erst was altes aufgebraucht, deshalb weiss ichs).Ist aber eher eine Sache der fehlenden bzw. verlegten,anderweitig vollen Spulen bei mir und keinerlei Begründung was den Drall betrifft.
Ich frag mal in der Spinngruppe, vielleicht kann sich da noch jemand bezüglich der Aussage erinnern.



Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: Mo 2. Jan 2012, 20:55 
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Flügelspinnrad
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Wollhexle war in dem Kurs, vielleicht kann sie ja was dazu sagen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2012, 21:08 
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Spinning-Jenny
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Zitat:
Sie hat die Ausbildung der Handweavers Guild of America und den Abschluss: "Certificate of Excellence in Handspinning" also schon Qualifikation, und ist jetzt keine Anfängerin, ganz im Gegenteil.


Naja, nur weil jemand "irgendeinen Zettel" hat, bedeutet dies ja nicht, dass derjenige immer Recht hat. Und von jemandem der eine solche Ausbildung hat (die ja i.R. auch dazu qualifiziert Kurse zu geben) sollte man eigentlich auch erwarten, dass solche Aussagen nicht einfach nur in den Raum gestellt sondern auch entsprechend begründet und erklärt werden. Naja vielleicht bin ich halt auch durch das dt. Schulsystem verdorben - vielleicht entspricht das ja auch der amerikanischen Pädagogik (wo nur nachplappern und auswendig lernen angesagt und eigenen Kopf einschalten unerwünscht ist).

Also ich würde auch gerne wissen, welche Begründung sie dafür hat ... mir fällt nämlich keine plausible dafür ein ...

mhh ... dadurch dass das Garn unter Spannung steht, könnte es die Elastizität verlieren ... allerdings nur vorrübergehend. Sobald die Fasern mit warmem Wasser in Berührung kämen (nach dem Zwirnen) würden sie sich ja wieder entspannen. Aber das ist ja eigentlich kein Problem, man muss halt nur Bedenken, dass sich das Garn mit dem Waschen nochmal verändert. Außerdem würde das Garn ja genauso unter Spannung stehen, wenn ich es auf eine andere Spule, Knäul, Klorolle oder ähnliches einfach nur umwickle...

Was passiert noch, wenn es länger auf einer Spule verweilt?
Die Drehung schläft ein d.h. nach längerer Lagerzeit verliert sich langsam die aktive Drehung und das Garn will sich nicht mehr (so doll) mit sich selbst verzwirnen, wenn man es in einer Schlaufe herunterhängen lässt. Gleiches passiert aber auch bei anderen "Lagerungsformen" wenn das Garn auf eine andere Spule, Knäul oder ähnliches umgewickelt wird. Zumal ja die Drehung auch wieder durch Kontakt mit warmem Wasser aufwacht = wieder aktiviert wird.
(Merkt man schön, wenn man ganz alte Singles verzwirnt. Wenn dann der Zwirn von der Spule kommt, sieht er gar nicht ordentlich verzwirnt aus, als wenn die Fäden sich gar nicht richtig umeinander schmiegen wollen - einmal ab ins warme Wasser und schon kuscheln sich die Fäden harmonisch umeinander (vorausgesetzt die Zwirndrehung stimmt)). Zum Thema einschlafende Drehung gibt's hier irgendwo auch einen eigenen Fred.

Ehrlich gesagt, hat man früher Spinnanfängern eher dazu geraten, das Garn länger auf den Spulen ruhen zu lassen, bevor man es verzwirnt ... nämlich genau aus dem Grunde der einschlafenden Drehung: Bei evtl. stark überdrehten Anfängergarnen besteht dann nämlich weniger Gefahr, dass sich Kinken in den Einzelfäden bilden und dieses sich verheddern wenn beim Zwirnen mal etwas Lose aufs Garn kommt.

mhh ... die Frage finde ich jetzt so interessant, dass ich diese Beiträge ausschnipsle und ihr einen eigenen Fred gönne.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2012, 21:29 
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Großes Wollrad

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Ich denke nicht, dass sie es einfach so dahin gesagt hat, aber keiner der bisher hier geantwortet hat, (mich eingeschlossen)war selber im Kurs. Deshalb kann ich da nicht s näheres zu sagen.
Den Kurs den ich bei ihr besucht habe, der war top.

Und zum nachplappern eignet sich Tine nun ganz und gar nicht, dazu ist sie viel zu eigenwillig :-))

Klar hat nicht jeder mit Zettel recht, aber die Ausbildungen sind schon sehr umfassend, da gibts ne relativ hohe Rate, an Teilnehmer die durchfallen, oder es nicht bis zum Ende schaffen, weil zu schwer.Das ist kein Wochenendkurs. ;)
Das hat schon Hand und Fuß die Ausbildung.
Das Canadische Modell z.B. dauert 6 Jahre und endet mit Abschluss zum Meisterspinner.

Kurse geben kann im Grunde jeder, ( da kein Lehrberuf gibts keine Einschränkung) sagt aber klar nichts über die Qualifikation aus, sowohl im positiven als auch im negativen.
Sie ist jedenfals in der Handspinngilde eine der wenigen die Fortgeschrittenenkurse geben kann aufgrund des Wissens. Deshalb muss man trotzdem nicht alles genauso machen, spinnen bietet immer Raum für eigenes find ich.

Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Zweifädig Verzwirnen
BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2012, 09:01 
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Flügelspinnrad

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Hallo,

dunkelbunt hat geschrieben:
I
Bei mir hatte ein Garn, das nach dem Verzwirnen sehr schön aussah, nach dem Waschen auf einmal total viele Schlaufen. Das kann scheinbar auch davon kommen, dass ein Teil davon sehr lang auf der Spule war, der andere Teil nicht.


das Problem scheint mir hier der schlafende Drall zu sein. Wenn Du so zwirnst, dass der Zwirn, den Du zur Kontrolle beim Zwirnen ein Stück aus dem Rad wieder rauszieht, ausgewogen ist, sich also nicht verdreht, dann kann es sein, dass es zu wenig Drehung hat, weil in den Singles mehr (schlafende) Drehung drin steckt, die sich aber im Moment des Zwirnens nicht auswirkt, nach der Wäsche aber wieder zum Vorschein kommt.

Ich hatte hier mal ne ähnliche Frage gestellt (weiß aber nicht mehr wo) und bekam die Antwort, die ich mir gemerkt habe:
Das "Drehverhalten" des "frischen" Zwirns ist weniger von Bedeutung für ein ausgewogenes Garn, sondern vielmehr der "Zwirnwinkel" (Hieß das so?). Also wenn die Drehung im Single ca im 45°-Winkel steht, sollte die Drehung im Zwirn auch ca im 45°- Winkel stehen. egal ob sichs beim Zwirnen verdrudelt oder nicht.

Wenn ich mein Garn täglich abwickeln würde, dann hätte ich aber viele kleine Stückchen! :oops: Das würde mir keine Freude machen.
Allerdings finde ich das Zwirnen vom Knäul, das ich mit einem simplen Knäulwickler gemacht habe, angenehmer/lustiger als von der Spule mit der Lacykate und wenn ich Lust und Zeit dazu hatte, habe ich schon gelegentlich vor dem Zwirnen ungewickelt. Vermutlich, weil ich die Knäule dann mir zu Füßen auf den Boden legen kann und mit meiner Spulenhalterung sind die irgendwo weit weg und oben.

Viele Grüße, Hummelbrummel

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http://www.hummelbrummel.blogspot.de/


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