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Forum rund um das Spinnen mit Spinnrad und Handspindel
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BeitragVerfasst: Fr 13. Jan 2012, 21:24 
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Taiga-Rad

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Das COE Handspinning (der Handweavers Guild of America - http://www.weavespindye.org ) ist kein "Zettel" sondern sowas wie 'ne Diplomarbeit (in der ersten Stufe - allerdings war meine Diplomarbeit weniger Arbeit) und Doktorarbeit (für die zweite Stufe - nur dass man nicht aus dem Internet abkopieren kann) - allerdings ohne Ausbildung vorher, man muss sich das nötige Können selbst aneignen. Die Handweavers Guild prüft nur die eingesandte Arbeit (schriftlich und ca. 40 Stränge verschiedener Fasern verschieden versponnen). Weltweit gibt's 12 Leute, die das komplette Zertifikat (also mit Stufe 2) haben (eine Tine Woodvine ist übrigens nicht in der Liste - auch nicht für Stufe 1).

Das war das Eine - das Andere ist, dass es durchaus einen guten Grund geben könnte, abzuwickeln - deshalb habe ich ja nachgefragt. Aber ich werde mir nicht die Arbeit machen, wenn sich am Ende rausstellen könnte, dass die Erste, die die Regel aufgestellt hat, nur eine ordentliche Spule zum Spinnen hatte (die Geschichte mit den abgeschnittenen Bratenenden ist allgemein bekannt?).

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Sa 14. Jan 2012, 09:48 
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Großes Wollrad

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Danke Klara für die Recherche.
Kann man die Liste der Leute die das Zertifikat haben öffentlich einsehen?
Würd mich rein persönlich interessieren.
12 Leute erscheinen mir sehr wenig in den vielen Jahren, zweifle ich aber nicht an.
Es gibt ja drei "Ausbildungen " mit Abschluss oder??
Das amerikanische Modell, das Canadische und in GBR.
Vielleicht wurde bezüglich des Titels was vertauscht?? Grübel
Wobei ich nicht glaube, dass der Abschluss in Kanada leichter ist, Barbara A. Vorstand der Handspinngilde macht den gerade.
Ich hab da schon die "Hausaufgaben " gesehen, die Anforderungen sind sehr !!! hoch.

Wobei das hier ja OT ist.

Ich frag wie gesagt beim nächsten Spinntreff nach, vielleicht kann dass jemand näher erläutern. Da waren glaub ich welche beim Kurs dabei

Karin


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BeitragVerfasst: Sa 14. Jan 2012, 12:47 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
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Klar, die Liste steht im Internet auf der Handweavers Guild Seite - Link in obigem Post. Die 12 Leute seit Einführung erklären sich bestimmt auch daraus, dass nicht nur die Spinnanforderungen so hoch sind, sondern auch die formalen - ich bin, wie schon öfters erzählt, ausgestiegen, als ich gelesen habe, dass die Stränge "genau 28,35 g" wiegen sollen (von den genau vorgeschriebenen - US-amerikanischen - Papiermassen für Etiketten, geschriebene Arbeit und Aktensystem ganz zu schweigen) und auf meine Kommentare zu dieser Idiotie (ich hab's höflicher ausgedrückt) keine Antwort mehr gekommen ist. Ich bin ja gerne bereit, zu versuchen, hohe Anforderungen zu erfüllen - stelle die dann aber auch meinerseits an die "Veranstalter". Um das COE überhaupt anzufangen braucht man eine höhere Toleranz für bürokratischen Bullshit als ich heutzutage aufbringe.

Ich denke auch, dass da irgendwo ein Missverständnis herrscht. Und ja, ich kenne auch diese drei Programme, wobei mir das englische relativ machbar (dessen Anforderungen sind kostenlos runterladbar von der Seite der UK Weavers, Spinners, Dyers Guild) erscheint. Wenn auch ebenfalls ohne Ausbildung - gezielt Kurse gibt's meines Wissens nur in Ontario.

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 12:46 
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Akha-Spindel
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So, endlich kommt jetzt mein Beitrag (war krank und länger nicht online) - wie Martina schon erwähnt hatte, hab ich an Tines Kurs teilgenommen:
Ihre Empfehlung lautete, das Garn immer von der Spule runternehmen - egal, welche Menge auf einmal fertig wurde. Gemacht haben wir das mit dem Knäuelwickler.

Also wenn ich es richtig verstanden habe ist der Grund: Der Drall schläft ein, wenn das Garn auf der Spule bleibt. Natürlich ist er noch immer vorhanden, aber wer "badet" seine Singles denn schon vor dem Zwirnen?
Ich habe allerdings nicht ausprobiert, wieviel Drall tatsächlich noch im Knäuel steckt - muss ich tatsächlich mal tun.

Aber ich habe inzwischen herausgefunden, dass "viele Wege nach Rom führen". Mir ist es auch zu lästig, jedes kleine Bisschen abzuwickeln. Dafür habe ich in einer alten Spin-off einen
Tipp gelesen: Während des Spinnens eine ganze Armlänge Single von der Spule nehmen mit sich verdrehen lassen (2fädig, 3fädig...) und das als Vorlage zum Zwirnen nehmen. Dann kann der Drall auch eingeschlafen sein, es passt trotzdem und man muss sich nicht mit den überdrehten sich zusammenkringelnden Singles rumschlagen. Ich bin ganz glücklich, das jetzt herausgefunden zu haben.

Gruß, Beate


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BeitragVerfasst: Di 17. Jan 2012, 14:45 
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Navajo-Spindel

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aus meiner Erfahrung kann ich nur beitragen, dass die zu Knäueln abgewickelten einfachgesponnen Fäden nach einiger Zeit irgendwie schlaffer daherkommen wie die auf Spulen gelagerten Garne.
Vielleicht auch deshalb, da der Druck ja nicht mehr so groß ist diese zu verzwirnen und sie länger liegen?
Der Tip mit dem abgewickelten Beispielfaden findet sich auch im aktuellen Spin Off bei den Underplyed Yarns.

Gruß Gaby


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BeitragVerfasst: Mi 18. Jan 2012, 21:29 
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Taiga-Rad

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Also ich nehm' normalerweise nur 20 cm - die baumeln dann mit sich selbst verzwirnt als Muster am Spinnrad (auch als Muster zum Spinnen - besser wär's übrigens, einen kontrastfarbigen A6-Karton mit Schlitzen im Rand zu nehmen, auf dem man Single unter Spannung einklemmen kann - als Spinnmuster - und ein Stückchen Zwirn als Zwirnmuster). Ich hab' den Tipp übrigens von Patsy Z.'s DVD (die's schon als VHS-Kassette gab - nur wenig Neues unter der Spinnsonne...).

Martina, meint Tine, dass der Drall beim zum Knäuel gewickelten Garn nicht einschläft, oder wickelt sie es nur zum Knäuel um es dann mit sich selbst zu verzwirnen?

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2012, 12:42 
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Akha-Spindel
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Wir haben beim Kurs auf Knäuel abgewickelt (4) und aus je 2 Knäueln einen 2fach Zwirn mit Überdrall gemacht. Diese 2fach-Zwirne wieder auf Knäuel abgewickelt und daraus einen 4fach-Zwirn gesponnen. (Ziel war ein strapazierfähriges und trotzdem weiches Sockengarn).
Beate


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BeitragVerfasst: Do 19. Jan 2012, 13:56 
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Taiga-Rad

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Also darf ich das so verstehen, dass Tine Woodvine gemeint hat, dass Singles, die verzwirnt werden, am gleichen Tag weiter verarbeitet werden sollen, weil dann der Drall noch frisch ist und sich die Ausgeglichenheit des Zwirns beurteilen lässt?

Mit der Aussage kann ich leben, auch wenn's mindestens zwei Möglichkeiten gibt, das Problem des eingeschlafenen Dralls zu umgehen.

Nur abwickeln damit abgewickelt ist halte ich dagegen für Blödsinn (ausser man braucht die leere Spule).

Ciao, Klara

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