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 Betreff des Beitrags: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:11 
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Navajo-Spindel
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im alten Forum geschrieben am 09.11.2006 - 11:04


Ich habe diverse Fragen zum Zwirnen, hoffe die sind an dieser Stelle richtig gestellt. Wenn nicht bitte verschieben.

Also:
Wann zwirnt man ein- wann zweifädig?
Kann ich Fäden mit unterschiedlich starkem Drall miteinander verzwirnen?
Macht es überhaupt Sinn mein Anfängerinnengarn zu verzwirnen? Kann ich es verarbeiten?
Kann ich unterschiedliche Garnsorten miteinander verzwirnen und dann verstricken? (Also Lammwolle mit Schwarzkopf und Merino?)

Und: Gibt es beim Verzwirnen irgendwass zu beachten? Oder irgendwo ne Zwirnanleitung?


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:12 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 09.11.2006 - 13:07


Hallo Merin,

ich habe Deinen Beitrag mal hierhin verschoben. War mir selbst so ein bißchen unsicher, wohin er passt, weil er nicht nur Einsteigerfragen zum Zwirnen sondern auch darüber hinausgehende Themen anspricht, die hier in das eigene Unterforum zum Zwirnen (Garngestaltung) passen.

deshalb habe ich diese Themen auch "ausgeklammert" und dafür neue Threads eröffnet:
Merin schrieb
    Kann ich Fäden mit unterschiedlich starkem Drall miteinander verzwirnen?


-->> Diskussion siehe hier

Merin schrieb
    Kann ich unterschiedliche Garnsorten miteinander verzwirnen und dann verstricken? (Also Lammwolle mit Schwarzkopf und Merino?)


-->> Diskussion in diesem Thread

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:13 
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Tahkli
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im alten Forum geschrieben am 09.11.2006 - 13:07


Merin schrieb
    Wann zwirnt man ein- wann zweifädig?



Hängt vor allem vom eigenen geschmack und der geplanten verwendung des Garnes ab. Je mehr Fäden Du verzwirnst, desto stabiler und meist auch gleichmäßiger wird es.

Merin schrieb
    Kann ich Fäden mit unterschiedlich starkem Drall miteinander verzwirnen?
    ...
    Kann ich unterschiedliche Garnsorten miteinander verzwirnen und dann verstricken? (Also Lammwolle mit Schwarzkopf und Merino?)



Grundsätzlich geht alles, Du erzielst dann hald unterschiedliche Effekte. Bei Materialien die sehr dazu neigen zu reißen oder sich zu verdehnen ist es meist sinnvoll einen stabileren Faden mit zu verzwirnen um die Haltbarkeit des Garnes zu erhöhen und die Verarbeitbarkeit zu optimieren.

Merin schrieb
    Macht es überhaupt Sinn mein Anfängerinnengarn zu verzwirnen? Kann ich es verarbeiten?



Das hängt davon ab wie stabil es ist und wie es aussieht.

Merin schrieb
    Und: Gibt es beim Verzwirnen irgendwass zu beachten? Oder irgendwo ne Zwirnanleitung?



Findest Du an verschiedenen Stellen im Internet.

z.B.Zwirnen mit der Handspindel, Navajo- und Andenzwirnen
Zwirnen mit dem Spinnrad

CU
Danny

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:14 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 09.11.2006 - 13:30


Merin schrieb
    Wann zwirnt man ein- wann zweifädig?



Also einfädig zwirnen tut man NIE. Weil Zwirnen definiert sich ja als das Miteinanderverdrehen von mehreren Einzelfäden.
Ein Garn bleibt ja nur einfädig, wenn man es NICHT verzwirnt ;)
Man spricht dann von einem Einfachgarn.

Einfädige Garne haben tw. sehr unterschiedliche Eigenschaften wie viele Zwirne. Deshalb kommt es auch auf den Verwendungszweck an, ob Einfachgarne geeignet sind. Auch gibt es ja sehr unterschiedliche Arten von Einfachgarnen (Stichworte: Dochtgarn, engergized singles ... - zu dem Thema Gestaltung von Einfachgarnen gibt es hier ein eigenes Unterforum)

Merin schrieb
    Macht es überhaupt Sinn mein Anfängerinnengarn zu verzwirnen? Kann ich es verarbeiten?



Da Anfängergarn oft ziemlich viel Drehung hat (um nicht zu sagen, überdreht ist), empfiehlt man oft, dieses zu Verzwirnen, da dabei ja ein Teil der Drehung wieder herausgenommen wird.
Ein Garn mit sehr viel aktiver Drehung bereitet nämlich oft Probleme bei der Weiterverarbeitung (gerade beim Stricken).

Evtl. ist es ein guter Tipp beim Verzwirnen der allerersten beiden Garne, ein Knäul/eine Spule nochmal umzuspulen, so dass man dann das Ende oben liegen hat und dann dieses mit der anderen Spule zusammenzwirnt.
Bei vielen ist es nämlich so, dass das Garn z.B. immer dünner wird und dann das Teil, was nach dem Spinnen außen auf der Spule (Spindel) ist, viel dicker ist, als das Fadenende innen auf der Spule (Spindel) (oder halt stärker/weniger stärker gedreht). Dies würde sich durch das "Umdrehen" einer Garnmenge etwas mehr ausgleichen.
Beim Andenzwirnen (wo man Anfang u. Ende miteinander verzwirnt) hätte man auch diesen Vorteil.

Noch ein wichtiger Punkt für Spinnradspinner bezügl. der Frage, ob man sein Anfängergarn verzwirnen soll:
Wie dick ist es das Garn an den dicksten Stellen? Begegnen sich 2 dickste Stellen beim Zwirnen, passt dann das ganze überhaupt noch durch die Spinnöffnung?
Besteht da ein Problem und ist das Garn aber gleichzeitig auch so stark gedreht, dass man es nicht so verarbeiten möchte/kann, dann wäre es evtl. eine gute Lösung, es mit einem dünnen Garn (Nähgarn, Strickmaschinengarn) zu verzwirnen. Dadurch nimmt man ja wieder Drehung heraus, es gewinnt durch den anderen Faden an Stabilität (an dünnen oder wenig gedrehten Fäden) und wird trotzdem nicht wirklich dicker.

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:16 
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Navajo-Spindel
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im alten Forum geschrieben am 09.11.2006 - 17:52


Ich meinte natürlich zwei- und dreifädig. Nicht ein und zwei...

und das Problem mit der kleinen Einlassöffnugn werd ich wohl haben... wie groß ist denn die Chance dass ein verstrickbares garn bei rauskommt, wenn ich zwirne? Und wie prüfe ich, ob das Garn sich zum Stricken eignet?


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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:17 
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Tahkli
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im alten Forum geschrieben am 10.11.2006 - 11:20


Es ist pauschal immer schwer zu sagen zu was Anfängergarn taugt.

Ich habe schon Anfängergarne gesehen, das recht ordentlich war und schon welches, das direkt auseinander gefallen ist.

Wenn Dein Garn dazu neigt wieder auseinander zu fallen, dann eignet es sich sicher nicht, wenn es nur etwas unregelmäßig aber stabil ist schon. Dazwischen gibt es viele abstufungen. Ist pauschal schwer zu sagen für was es taugt.

Cu
Danny

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:18 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 10.11.2006 - 13:43


Merin schrieb
    wie groß ist denn die Chance dass ein verstrickbares garn bei rauskommt, wenn ich zwirne? Und wie prüfe ich, ob das Garn sich zum Stricken eignet?



Wieviel Garn ist es denn?
Was willst Du daraus stricken?

Sind die Einzelgarne relativ gleichmäßig in der durchschnittlichen Dicke?
Viele Anfänger fangen ja mit extrem dickem "Tauwerk" an und werden dann aber unweigerlich immer dünner. Wenn man dann damit anfängt ein größere Stück zu stricken, kommen dann sehr oft diese berühmt-berüchtigten Trapeze (anstelle von rechteckigen Pulli-Vorder-/-Rückteilen).

So per Ferndiagnose, ohne dass man das Garn sieht oder fühlen kann, ist es kaum möglich eine verbindliche "Diagnose" abzugeben.
Probier' es doch einfach aus! Verzwirne/Verarbeite einfach kleinere Proben auf unterschiedliche Art ...Versuch macht kluch ...

Aber ansonsten stell Stricken an das Garn bezüglich der Festigkeit keine großen Ansprüche. Schließlich kann man auch unversponnenes Kardenband erfolgreich verstricken.

Allerdings könnte zu viel Drall zu einem Problem werden. Anfängergarne sind oft gerne überdreht und der Zwirn nicht ausgewogen .... d.h. das fertige Garn hat noch aktive Drehung. Diese bewirkt dann, dass das Strickstück unter Umständen (wenn zu viel davon da ist) sich schräg verzieht.
Aber da hängt es auch davon ab, was Du daraus stricken möchtest und welches Muster. Rundgestricktes nimmt es einem nicht so arg übel.

Was würdest Du denn mit dem Garn ansonsten machen?

Es gibt viele denkbare kleinere gestrickte Projekte, die sich gut für das erste Anfängergarn eignen.
(einfache Mütze, Kissenüberzug, Fäustlinge, kleine Tasche o. Beutel .........).

Und denke daran, Dein erstes selbstgesponnenes Garn ist was ganz besonderes! Entsprechend solltest Du es in Ehren halten und Dir ein besonderes Erinnerungsstück daraus machen. Du wirst Dich später immer wieder daran erfreuen, besonders wenn Du es mit den Garnen vergleiche kannst, die Du dann spinnst ... oder wenn Du dann irgendwann verzweifelt vor Spindel oder Spinnrad sitzt, weil Du nun versuchst absichtlich dickes, knubbeliges Effektgarn zu spinnen und es Dir wie das schwerste der Welt vorkommt.
Bild

Ich habe schon mal bei einer Spinnerin gesehen, dass sie ihr allererstes Selbstgesponnenes in einer schönen Glasschmuckdose drapiert im Regal stehen hatte ;)

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:19 
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Taiga-Rad

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im alten Forum geschrieben am 10.11.2006 - 14:06


Ich hab mir aus meinem zweiten Handgesponnenen (die allerersten Meter habe ich als Garnknäuel aufgehoben) einen "wrist distaff" gestrickt. Das ist ein Ärmelbünchen ohne Ärmel, mit Schlaufe unten dran (in meiner Version zumindest), in die man die Fasern zum Spindelspinnen legen kann, damit sie aufgehoben sind. Das ist ein Miniprojekt, stellt keine grossen Ansprüche an die Garnqualität und ist nützlich zum Spinnen.

Übrigens bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig die Ungleichmässigkeiten im Garn im fertigen Werkstück noch auffallen! Am ehesten sieht man sie noch bei glatt Gestricktem (die Rückseite meines "Aran"-Pullovers hat einen handgesponnenen look - die Vorderseite sieht nur handgestrickt aus). Und meine ersten Versuche mit langem Auszug - objektiv gesehen absolut katastrophal - wurden ein Spindeltäschchen, aus festen Maschen gehäkelt und in der Waschmaschine gefilzt. Die Tasche ist absolut präsentabel.

Spinntantchen, was das Verziehen (wegen zu viel Drall, oder weil "energized single" angeht: Habe ich das richtig verstanden, dass das hauptsächlich ein Problem für glatt stricken ist? Und dass bei "garter stich" (wie heisst es denn auf deutsch, wenn man hin und her immer rechte Maschen strickt? Meine Lit ist alle englisch oder französisch :( ) das Problem nicht auftritt, weil sich der Drall des Garns von Reihe zu Reihe aufhebt?

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:19 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 11.11.2006 - 16:36


Merin schrieb
    Wann zwirnt man ein- wann zweifädig?
    ...
    Ich meinte natürlich zwei- und dreifädig. Nicht ein und zwei...



Hallo Merin,

das kann man machen, wie man Lust und Laune hat. Mir fallen jetzt keine festen Gründe ein, warum man unbedingt zweifädig oder dreifädig zwirnen müsste.

Zweifädiges Garn sieht halt schon vom Querschnitt anders aus. Mir gefällt persönlich dreifädiges sehr gut, weil es im Querschnitt "runder" ist und aussieht.

Ansonsten spricht es natürlich dafür 2-fädig zu zwirnen, wenn das Garn ansonsten 3-fädig zu dick würde ... oder halt 3-fädig wenn es 2-fädig noch nicht dick genug ist.

Aber Achtung - die Garne für das 3-fädige Zwirnen brauchen mehr Drehung (wenn ich das recht in Erinnerung habe - muss nochmal nachschauen)

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 Betreff des Beitrags: Re: Anfängerfragen zum Zwirnen
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 11:20 
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Taiga-Rad

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im alten Forum geschrieben am 11.11.2006 - 20:03


Ausserdem wird dreifädiges Garn gleichmässiger, weil die Wahrscheinlichkeit, dass drei dünne oder dicke Stellen im Faden zusammenkommen, ziemlich klein ist. Ich find's super zum Stricken, aber es braucht halt ziemlich lange.

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