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 Betreff des Beitrags: Re: dreh verkehrt
BeitragVerfasst: So 19. Dez 2010, 10:38 
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Tahkli

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Was bin ich froh! Kaum angemeldet, find ich mein grösstes Problem erklärt. Gott sei Dank, ich bin schon langsam an mir selber verzweifelt und es kam mir vor, als hätte es meine Handspindel drauf abgesehen, mich bewusst zur Verzweiflung zu treiben ("Du willst, dass ich im Uhrzeigersinn drehe? Pfff! Hättste gerne, was?" :roll:)
Dazu gleich eine Frage:
In Ermangelung eines Schafts (da der ursprüngliche in kaputtem Zustand angekommen war) habe ich den Stiel eines Kochlöffels genommen und oben ein Häkchen reingeschraubt.
Der Wirtel ist aus Stein - auf dieser Seite ist er abgebildet (Modell Aven).
Ist ein Kochlöffel-Stiel evtl. zu dick (3cm Umfang) oder zu lang (22cm)?


Zuletzt geändert von Klotho am So 19. Dez 2010, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: dreh verkehrt
BeitragVerfasst: Sa 25. Dez 2010, 13:08 
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Tahkli

Registriert: So 19. Dez 2010, 09:50
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Inzwischen ist der Ersatz-Schaft angekommen. Leider hat es nix an meinem Problem geändert. Die Spindel hat sich höchstens zwei Sekunden richtig gedreht, um dann in Windeseile umzukehren und rasend schnell in der Gegenrichtung zu drehen. Auch brachte ich bloss dicke Würste von Garn zustande. Einfach nur frustig. "Gott, was für ein Anti-Talent musst du sein!" dachte ich mir.
Zum Glück bin ich so unersättlich, dass ich meinen GG darum bat, mir eine CD-Spindel zu basteln. Und jetzt ratet mal.
Genau. :D Das Ding dreht sich - richtig - ewig lange und ich kann hauchdünne, gleichmässige Spinnenfäden machen! Seitdem ruf ich alle fünf Minuten in die Luft: Ich kann spinnen! Ich kann spinnen! :lol: (zur Relativierung: Ich hab's erst vor einer Stunde entdeckt.)
Ein richtiges Weihnachtsmärchen.
Nun aber zu meiner Frage: Die Spindel (im oberen Post ist der Link) ist extra für Anfänger gedacht. Könnte es sein, dass da dünne Fäden gar nicht möglich sind? Aber fliegend müsste mit der auch gesponnen werden können. Hm. Bin gerade etwas verwirrt.


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 Betreff des Beitrags: Re: dreh verkehrt
BeitragVerfasst: Sa 25. Dez 2010, 13:26 
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Großes Wollrad

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Also ich denke für ganz dünne Fäden ist sie evlt mit dem Steinwirtel zu schwer. Grammzahl hab ich keine gesehen.

Wenn man gut spindeln kann geht es evlt schon, für nen Anfänger finde ich Spindeln mit ausladenderem Wirtel einfacher zu spinnen.
Die CD Spindeln sind bei uns recht beliebt bei Spinnstunden in Schulen oder Märkten einfach so zum testen.
Es ist auch so, dass wenn Du nen sehr dicken Faden spinnst, der evtl viel zu wuchtig ist für die Steinspindel, die Drehkraft dieser reicht dann nicht aus, und sie dreht sofort zurück.
Das ist einfach auch ein bißerl Austesterei.

Für Anfänger würde ich diese Art Spindeln nun nicht wirklich empfehlen, auch wenn sie mir gefallen.
Kochlöffelstiel wäre mir im übrigen viel zu dick :-)
Karin


Zuletzt geändert von shorty am Sa 25. Dez 2010, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: dreh verkehrt
BeitragVerfasst: Sa 25. Dez 2010, 13:57 
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Tahkli

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Danke, Shorty, für deine prompte Antwort!
Das mit dem zu wuchtigen Faden tönt für mich sehr einleuchtend und ich bin beruhigt, dass diese Steinspindel wohl nicht gerade das super einfache Einstiegsmodell zu sein scheint.

Ja, der Kochlöffel war nicht wirklich das Gelbe vom Ei. ;)
Wie dünn kann den ein Schaft minimal sein? Und was ist dann der Unterschied zwischen den Schaftstärken. Je dünner, desto ...?


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 Betreff des Beitrags: Re: dreh verkehrt
BeitragVerfasst: Sa 25. Dez 2010, 14:54 
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Großes Wollrad

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Ich mags lieber dünner, vor allem bei Fußspindeln, die man mit den Fingern "anschnipsen " muss.
Bei Kopfspindeln ist das nicht ganz so relevant, da man diese im Normalfall am Oberschenkel oder so abrollt.
Grob so als Vergleich normale Bleistiftdicke so im Schnitt, manche etwas dünner, manche ein bißerl dicker.


Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: dreh verkehrt
BeitragVerfasst: Mo 28. Nov 2011, 10:46 
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Spinn-Stöckchen

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also genau das problem, dass die spindel falsch dreht hab ich auch.... ich hab es jetzt mit dem "zwischen die beine klemmen und wolle hinterher zum faden machen" probiert.... aber das klappt auch nur bedingt... es kommen nicht nur schwangere regenwürmer raus sondern eher so ein komplett dickes irgentwas.... während dem zupfen am faserdreieck scheint der drall verloren zu gehen oder so.... jedenfalls tut sich oben nix.... was mach ich falsch???

hilfe-ersehnende grüße, Sandra


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 Betreff des Beitrags: Re: dreh verkehrt
BeitragVerfasst: Mo 28. Nov 2011, 18:49 
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Navajo-Spindel

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Hallo Sandra, das liegt wahrscheinlich daran, daß Du
* direkt am Einzugshaken anfängst, also keinen Restfaden zw. Haken und Faserdreieck hast
* der Drall Dir bereits in den Faservorrat hineingelaufen ist, so daß Du nicht mehr ausziehen kannst
* eben (noch) und aus den o.g. Gründen zu lange brauchst, bis Du Fasern gelockert hast.
* Du die Länge des Stapels (also der Fasern) nicht beachtest und versuchst, sie in der Mitte zu zerreißen.
Spinnst Du von einem Kardenband? Dann teile es folgendermaßen: reiß erst ein etwa 50cm langes Stück ab. Dieses teile längs in etwa 2-3cm breite Partien auf. Davon wickelst Du Dir eine Partie ums Handgelenk und versuchst das Spinnen damit. Lass immer etwa 10cm Restfaden zw. Haken und dem Ende des gesponnen Fadens, so gewinnst Du Zeit. Und die beiden Hände mind. um die Stapellänge auseinanderhalten! also mind. 6cm, schätze ich.

Sigrid

_________________
Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa, gebunde Ausgabe, Shaker-Media-Verlag
http://www.spinnrad.jimdo.com


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