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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: So 12. Okt 2008, 14:37 
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Navajo-Spindel
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Registriert: Mi 9. Jul 2008, 22:05
Beiträge: 426
Land: Deutschland
Nicht unbedingt.Der Faulenzer kann auch ins Rad integriert sein,wie bei
meinem Wee Peggy,oder am Rad angesteckt sein.Er muß nicht
zwangsläufig ein freistehendes Spulengestell sein.
Und dann gibt es noch gebremste und ungebremste Faulenzer.

LG das jetzt nach der Arbeit auch faulenzende Landschaf ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: So 12. Okt 2008, 21:06 
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Kreuzspindel

Registriert: Mo 15. Sep 2008, 10:10
Beiträge: 41
Postleitzahl: 0
Land: Deutschland
So, meine Haspel ist da, *freu* da geht ganz schön was drauf, glaube ich, da muss mein Handspindelchen noch ganz schön gedreht werden. Und da Spinnrädchen dazu ... der Hammer! Sowas winziges und filigranes. Für Flachs natürlich. Wer weiss, vielleicht komme ich ja irgendwann auch mal dazu, es zu benutzen. Also nochmal, damit alle Klarheiten beseitigt sind. Nicht zu stramm haspeln, dann einsprühen, dann fertig? Nach dem Trocknen, oder muss der Zwirn länger darauf bleiben?
Liebe Grüsse, mesamra


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Mo 13. Okt 2008, 07:14 
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CD-Spindel

Registriert: Sa 9. Aug 2008, 14:01
Beiträge: 19
Postleitzahl: 91475
Wohnort: Mittelfranken
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Hallo Mesamra!

Bin ja wirklich noch blutiger Anfänger, aber Deine Fragen kommen mir so bekannt vor ;) da wollte ich Dir schnell schreiben, was ich gestern mit meinem Rest gemacht habe, der nach dem Verzwirnen übrig war. Es war noch ziemlich viel (60g) auf einer Spule, die von meinem Delft sind ja ziemlich groß. Das habe ich Navajo-gezwirnt. Erst mal geübt mit einem alten Konengarn, dann einfach meinen Wollfaden angeknotet und weiter gemacht. Das ging wunderbar, und jetzt ist alles aufgebraucht. Wie das geht, habe ich mir hier abgeschaut: http://de.youtube.com/watch?v=MOVXCHzDRKM&feature=user

VG

Gitti

_________________
LG

Gitti


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Mo 13. Okt 2008, 20:57 
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Spinning-Jenny
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Huhu,
Zitat:
Nicht zu stramm haspeln, dann einsprühen, dann fertig? Nach dem Trocknen, oder muss der Zwirn länger darauf bleiben?


das ist ein bei Spinnern teilweise umstrittenes Thema. Irgendwo gibt es da schon mal einen langen "Streit"-Fred. Ich muss mal suchen *gruschel, gruschel* Schau mal hier.
Dieses auf der Haspel einsprühen und trocknen lassen ist eine Art, die sich irgendwie über das Flinkhandforum im ganzen deutschsprachigen Netz breitgemacht hat.

Ich selbst praktiziere das nicht und finde es auch nicht wirklich gut. Es gibt zwar spezielle breite Haspeln, auf denen man das nasse Garn (mehr oder minder stramm) Fädchen neben Fädchen zum Trocknen aufwickeln kann (nennt sich im engl. "blocker"). Aber den Strang auf einer normalen Haspel von außen einzusprühen, finde ich Käse. Man erreicht ja nur die äußersten "Fadenschichten". Die inneren Fäden bleiben trocken ... der Effekt wäre somit sehr ungleichmäßig.
Selbst wenn Du das so viel einsprühst, dass auch der Kern des Stranges feucht wird ... dann trocknet das auf diese Weise nur sehr schlecht, was wieder Probleme hervorbringen kann.

Ich nehme den Strang nach dem Haspeln ab und wasche ihn wahlweise in warmem Wasser oder alternativ (wenn die Fasern schon gut gereinigt waren) lege ich ihn eine Weile in ein warmes Wasserbad. Anschließend drücke ich sie entweder (z.B. auch zwischen einem Handtuch) gut aus oder lasse sie eine Runde in der Schleuder fahren (wenn diese gerade bereitsteht). Dann schüttele ich sie aus und schlage sie dabei ggf. sogar gegen die Badwand (in der Duschkabine). Das lockert das Garn weiter auf und die einzelnen Garne, die durch die Feuchtigkeit aneinanderkleben, trennen sich auch wieder.

Das warme Wasser bewirkt, dass sich die beim Spinnvorgang in eine neue Lage gespressten Fasern wieder entspannen. Bei einige Garnen (tw. abhängig von der Fasersorte, -kräuselung, Spinnmethode) wirst Du so erleben, dass sie richtig aufplustern (und tw. dabei nicht nur die Dicke sondern ggf. auch die Länge etwas ändern). (Beim Einsprühen auf der Haspel wirst Du ja i.R. nur kaltes Wasser anwenden bzw. durch die feine Verstäubung wird nur kühles Wasser ankommen, selbst wenn Du warmes nimmst - deshalb ist meiner Meinung nach auch deswegen der Effekt nicht wirklich so gut).

Auch trockne ich normale Garne (z.B. zum Stricken) NIE unter Zug. Warum auch?
In den meisten Fällen hat die Elastizitäts eines Garnes ja nur positive Auswirkungen (z.B. beim Stricken ist es absolut erwünscht). Durch das Trocknen unter Zug verlierst Du (vorrübergehend) diese Elastizität und erhälst ein viel "lebloseres Garn". Zwar kann diese Elastizität wiederkommen, wenn Du sie erneut wäschst (mit Feuchtigkeit und Wärme in Kontakt bringst). Das könnte z.B. bewirken, dass ein Strickstück beim ersten Waschen sich zusammenzieht...

Solltest Du sogar zu viel Zug beim Trocknen auf das Garn ausüben (z.B. wenn Du ein größeres Gewicht an einen Strang hängst), kannst Du sogar das Garn nachhaltig schädigen. Längst Du es nämlich so über die Elastizitätsgrenze aus und diese Verformung ist dann dauerhaft, verbunden mit einer Schädigung der Fasern z.B. verringerten Festigkeit, verstärkter Neigung zum Flusen, Knötchenbildung (durch die gebrochenen Fasern).

... aber Du siehst, es gibt sehr sehr viele verschiedene Meinungen und Methoden rund um das Spinnen ... und viele schwören darauf, dass nur ihre eigene die einzig wahre ist.
Ich kann Dir nur raten, verschiedene Methoden auszuprobieren und selbst zu schauen, was Dir am besten gefällt.
Wahrscheinlich gibt es noch nicht mal die "richtige" Methode, sondern viel verschiedene für viele verschiedene Anwendungen.

_________________

Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Di 14. Okt 2008, 12:31 
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Kreuzspindel

Registriert: Mo 15. Sep 2008, 10:10
Beiträge: 41
Postleitzahl: 0
Land: Deutschland
Vielen Dank, spinntantchen, für diese Information. Ich werde es dann wohl auch so machen, dass ich die Wolle trocken haspele und dann im Strang wasche.
Zum Haspeln hab ich nochmal die Frage, denn ich hab es nirgends richtig erklärt gefunden. Auf meiner "antiken" Haspel befand sich noch Flachs. Ich habe ihn kaum runter bekommen. Sie hat schöne, schnörkelig gedrechselte "Füsschen", auf die man das Garn wickelt. Wenn ich es stramm wickele, würde ich es später nicht über den "Endhubbel" kriegen. Zwei der "Füsschen sind locker, die kann man abziehen. Ist da nur der Leim rausgebröselt, oder ist das vielleicht zum Abnehmen der Wolle gedacht?
Bringt man Zug auf die Wolle zum Haspeln, oder nicht? Und wie lange muss sie gehaspelt bleiben?
Aller Anfang ist schwer :?
Liebe Grüsse, mesamara


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Di 14. Okt 2008, 14:47 
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Navajo-Spindel
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Registriert: Mi 9. Jul 2008, 22:05
Beiträge: 426
Land: Deutschland
Ich nehme an,Du sprichst von einer Mühlenhaspel?Dann gibt es folgende Möglichkeiten:
einer der Querträger hat nur an einer Seite einen Huckel,damit man die Wolle abnehmen kann.
Manchmal kann man den Arm abknicken.Wenn das Füßchen locker sitzt,hilft das meines Erachtens nicht,denn wenn die Wolle aufgehaspelt ist,kann man ja das Füßchen nicht mehr abnehmen.Die Wolle wird unter Spannung gehaspelt,immer nebeneinander,ohne,das sich das Garn kreuzt.Man kann bei sich füllender Haspel aber die Fäden zusammenschieben.
Das Garn kannst Du solange darauf lassen,wie Du möchtast,aber ein zwei Tage sind schon sinnvoll,damit sich das Garn setzt.

LG Landschaf


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Di 14. Okt 2008, 16:41 
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Navajo-Spindel

Registriert: Fr 29. Aug 2008, 15:59
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Land: Deutschland
mesamara hat geschrieben:
Vielen Dank, spinntantchen, für diese Information. Ich werde es dann wohl auch so machen, dass ich die Wolle trocken haspele und dann im Strang wasche. Zum Haspeln hab ich nochmal die Frage, denn ich hab es nirgends richtig erklärt gefunden. Auf meiner "antiken" Haspel befand sich noch Flachs. Ich habe ihn kaum runter bekommen. Sie hat schöne, schnörkelig gedrechselte "Füsschen", auf die man das Garn wickelt. Wenn ich es stramm wickele, würde ich es später nicht über den "Endhubbel" kriegen. Zwei der "Füsschen sind locker, die kann man abziehen. Ist da nur der Leim rausgebröselt, oder ist das vielleicht zum Abnehmen der Wolle gedacht?
Bringt man Zug auf die Wolle zum Haspeln, oder nicht? Und wie lange muss sie gehaspelt bleiben?
Aller Anfang ist schwer :?
Liebe Grüsse, mesamara


Aber mesamara, das alles inkl. Waschen des Strangs hatte ich doch auch schon 1 Seite früher alles erklärt. Hast Du mir nicht geglaubt?
Zu Haspeln: ein Arm jeder Dreh-Haspel muß immer irgendwie anders sein und wird deshalb "Der Fremde" genannt. Es gibt zur Seite und nach hinten abklappbare Arme, oder der Querarm ist abgeflacht oder der Sicherungsknauf fehlt o.ä. Was genau Du mit "Füßchen" meinst, weiß ich im Augenblick nicht. Vielleicht zeigst Du mal ein Bild? Aber jedenfalls können nicht 2 Dinger davon korrekterweise lose sein.
Also ich muß gestehen, ich ziehe sofort nach dem Haspeln den Strang ab und wasche ihn wie in meiner 1. Antwort beschrieben. Dadurch ändert sich das Verhalten nämlich ohnehin wieder, egal wie lange er vorher auf der Haspel war.

Sigrid

_________________
Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa, gebunde Ausgabe, Shaker-Media-Verlag
http://www.spinnrad.jimdo.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Di 14. Okt 2008, 19:44 
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Kreuzspindel

Registriert: Mo 15. Sep 2008, 10:10
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Postleitzahl: 0
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Arachne hat geschrieben:
Aber mesamara, das alles inkl. Waschen des Strangs hatte ich doch auch schon 1 Seite früher alles erklärt. Hast Du mir nicht geglaubt?

Sigrid


Natürlich hatte ich Dir geglaubt, aber ich habe ja jetzt erst meine Haspel und stellte eben fest, auch mit wenig Zug gewickelt, würde ich das Garn da nicht runter bekommen. Ich müsste es sozusagen locker lassen, und dann ist der Sinn des Haspelns ja futsch.
Es stimmt, eine "Speiche" ist anders, sie hat einen Knubbel, vielleicht kann man da was teilen, aber ich hab noch nicht rausgefunden, wie es geht. Ich würde gerne ein Foto einstellen, blos, (ich trau mich kaum es zuzugeben,) ich weiss nicht, wie man das macht :oops:
Mit "Füsschen" meinte ich die Träger, auf die man das Garn wickelt.
@Spinntantchen, stimmt, die lockeren Füsschen nützen nichts zum Garn abnehmen, denn wenn das Garn drauf ist, kann ich sie ja nicht abnehmen. Da ist wohl tatsächlich einfach der Leim raus. :)
Ich hoffe, ich ergründe noch das Geheimnis der Haspel. (Ich finde sie soooo schön!!!)
Liebe Grüsse, mesamara


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Di 14. Okt 2008, 20:15 
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Navajo-Spindel
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Registriert: Mi 9. Jul 2008, 22:05
Beiträge: 426
Land: Deutschland
Hi,ich bin Landschaf und nicht Spinntantchen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie muss der Drall sein?
BeitragVerfasst: Di 14. Okt 2008, 20:24 
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Kreuzspindel

Registriert: Mo 15. Sep 2008, 10:10
Beiträge: 41
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Land: Deutschland
landschaf hat geschrieben:
Hi,ich bin Landschaf und nicht Spinntantchen.


Oh, sorry. Heute stehen die Fettnäpfchen ja eng.
Liebe Grüsse


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