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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 13:13 
Ich bin gerade in einem Fair Trade Project involviert, dass handgesponnenes Garn anbieten will hier in Europa. Die Garne Sind mit der Handspindel hergestellt. Gerade wollen wir den Fairen PReis ermitteln - Fair Heisst, nicht zu billig, aber auch nicht zu teuer, da Studien belegt haben, dass Geld dass nicht benötigt wird oft in Alkohol umgesetzt wird.

Ich bin kein Textileexperte und brauche Hilfe:

Wie lange braucht ein wirklich schneller Spinner um 50m auf der Handspindel zu spinnen? Man muss erwähnen, dass die Bauern seit ihrer Kindheit spinnen. So perfekt sind, wie wir mit dem Laufen vielleicht :)
Hat jemand Erfahrungen aus Südamerika und weiss details, wie Ureinwohner spinnen?
ich freue mich über jeden Kommentar,


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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 18:10 
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Taiga-Rad

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Ich weiss nicht, wie lange wirklich erfahrene Spinnerinnen für 50 m auf der Handspindel brauchen, aber wie wär's einfach die Betroffenen zu fragen? Die sollten's ja wissen... Alternativ fällt mir noch Abby Franquemont ein: http://abbysyarns.com/ - die Frau hat als Kind in Peru gelernt, vielleicht steht auf ihrem Blog irgendwo eine genaue Zahl (ich weiss dass sie vor Jahren mal geschrieben hat, wie sie die Preise für ihre Garne berechnet).

Folker hat geschrieben:
.....Fair Heisst, nicht zu billig, aber auch nicht zu teuer, da Studien belegt haben, dass Geld dass nicht benötigt wird oft in Alkohol umgesetzt wird.
.....


Da geht ja nun Einiges durcheinander: Wieviel Geld braucht der Mensch zum Leben ist eine Frage. Wieviel Geld ist die Zeit des Menschen wert ist eine andere Frage. Eine dritte Frage - völilg unabhängig von den ersten beiden - ist: Welcher Preis sind die Kunden bereit zu zahlen. Viertens hätten wir dann noch: Soll das Projekt auch gegenüber europäischen Handspinnerinnen fair sein - dann wäre es unangebracht, viel billiger anzubieten. (Zum Vergleich: Ich berechne 3 Cent pro gesponnenem Meter, 2 Cent pro verzwirntem Meter, der Meter Zweifachzwirn kostet also 8 Cent plus 4 Cent pro Gramm Schafwolle. Alle anderen Fasern sind teurer.)

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 18:20 
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Flügelspinnrad
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Ich denke nur mal laut. (Erfahrungen mit Spinnern aus Südamerika habe ich keine, aber das Netz ist groß. Es gibt da durchaus schon Projekte...)
Und Klara war schneller. :D

Irgendwie ist mir die Fragestellung noch nicht genau genug bzw. nicht recht zielführend.
Das Projekt will also Spinner aus Südamerika unterstützen? Na, die werden doch wohl selber sagen können, wiel lange sie an 50m sitzen. Und dann weiß man präzise, wie man unter ihren speziellen Umständen und mit ihrer Technik welche Garnqualität produziert. Andere Beispiele aus anderen Gegenden wären doch dann eh nicht hilfreich. A la: "Schon kleine Kinder in Indien spinnen mit ihrer Takhli mehr Meter Baumwolle in 10 Minuten als Du mit Deiner Riesenspindel hier Wolle drehst..." (Ich übertreibe.)

Sodann ist die Zeit, die man für 50m braucht doch nur ein Faktor bei der Preisberechnung. Wird nur gesponnen oder wird auch die Wolle vorher spinnfertig vorbereitet, evtl gefärbt? Was brauchen die Menschen denn zum Leben dort als Mindestverdienst - DAS muß doch rausspringen, wenn man als Spinner seinen Lebensunterhalt voll damit verdienen will.

Und welche Garnqualität kommt überhaupt raus? Will das hier in Europa überhaupt jemand kaufen? Nur weil es "Mit der Handspindel" gesponnen ist, HUHUUUU! will ich ja vielleicht nicht extra viel dafür bezahlen. Noch dazu, wenn es kratzige Wolle ist. Das Spinnen wurde nun mal nicht ohne Grund recht frühzeitig mechanisiert. Es würde eine sehr gute Begründung brauchen, warum ein Kunde in Europa Geld für solch ein Garn ausgeben sollte, das in seinen Augen vielleicht extra umständlich und deshalb teuer produziert wurde.

Man sollte solche Projekte, denke ich, sehr eng mit den Betroffenen entwickeln. Die können einem doch viel genauer sagen, wofür sie wieviel Geld brauchen, was für sie nachhaltige Hilfe ist. ("Wenn sie zuviel verdienen, geben sie es doch wieder nur für Schnaps aus." klingt so kolonialistisch in meinen Ohren.) Vielleicht wollen die Spinner ihren Verdienst ja dafür einsetzen, irgendwann eine große Kardiermaschine kaufen zu können und eine Spinnmaschine? Wer sagt denn, daß sie spinnen mit der Handspindel so toll finden, daß sie damit für immer und ewig ihr Geld verdienen wollen? Erhalt von Kulturtechniken und gewachsenen Strukturen ist ja nur eine Seite der Medaille.

Ich würde wie bei jedem anderen Produkt auch fragen, für wieviel man ein Garn von x Qualität produzieren kann, so daß die Produzenten auch davon leben könnten. Was kosten Verpackung, Vertrieb und Versand? Und dann schauen, ob sich für den Preis auch ein Kunde findet.
Nur weil Fair Trade draufsteht (ist das Garn dann auch zertifiziert??), muß sich nicht gleich jemand dafür interessieren, denke ich. Das "Manufactum"Klientel dürfte überschaubar sein. Das Garn müßte da meiner Meinung nach neben dem Fair Trade-Heiligenschein noch irgendwelche anderen speziellen Eigenschaften haben, die zum Kauf verlocken.

So weit, so skeptisch. ;)

PS. Für "Fair Trade" würde ich nicht nur eine vernünftige Bezahlung der Wollverarbeiter erwarten, sondern auch eine vernünftige Behandlung der Wolllieferanten, sprich der Tiere.

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LG,

Vlasta
http://mesicni-ovce.blogspot.com/


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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 20:31 
Zitat:
Alternativ fällt mir noch Abby Franquemont ein: http://abbysyarns.com/ - die Frau hat als Kind in Peru gelernt, danke, habe ihr gleich geschrieben ;)


Folker hat geschrieben:
.....Fair Heisst, nicht zu billig, aber auch nicht zu teuer, da Studien belegt haben, dass Geld dass nicht benötigt wird oft in Alkohol umgesetzt wird.
.....


Zitat:
Da geht ja nun Einiges durcheinander: Wieviel Geld braucht der Mensch zum Leben ist eine Frage. Wieviel Geld ist die Zeit des Menschen wert ist eine andere Frage. Eine dritte Frage - völilg unabhängig von den ersten beiden - ist: Welcher Preis sind die Kunden bereit zu zahlen. Viertens hätten wir dann noch: Soll das Projekt auch gegenüber europäischen Handspinnerinnen fair sein - dann wäre es unangebracht, viel billiger anzubieten.

Soll fair für alle sein. Zur info ich habe nur 9% vom Gesamtpreis zur Zeit. 35% PRoduzent, 45%handel, 20% Steuer. Ich beute also niemanden aus, wie mir schhon so oft vorgeworfen wurde...

der Mensch braucht 100$ im MOnat. das Kilo wird mir für 60$ verkauft. Ich hatte die Philophie, der Produzent bietet einen Preis an und ich nehme ihn an. Aber in Südamerika wird erst mal hoher preis gegeben und dann gehandelt. Und der zweite Teil das handeln ist vielleicht nicht so fai rtrade. Deshalb suche ich nach objetiven, messbaren Indikatoren, um denen, trotz des Feilschens einen guten und fairen Preis zu zahlen.


Zitat:
(Zum Vergleich: Ich berechne 3 Cent pro gesponnenem Meter, 2 Cent pro verzwirntem Meter, der Meter Zweifachzwirn kostet also 8 Cent plus 4 Cent pro Gramm Schafwolle. Alle anderen Fasern sind teurer.)

danke, so ähnlich überlege ich das auch, das würde alles objetiveer machen... dann würde ein Ball mit 50m aber nur 6 Euro kosten????
Ist das richtig? mit dem 3Cent plus 2 Cent = 8 Cent???

Kannst du mir den arbeitsaufwand für 2fachzwirn erklären? kann das nicht einfach und schnell mit einer billigen machine gemacht werden?


Danke Clara..:)


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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 20:49 
Zitat:
Irgendwie ist mir die Fragestellung noch nicht genau genug bzw. nicht recht zielführend.
Das Projekt will also Spinner aus Südamerika unterstützen? Na, die werden doch wohl selber sagen können, wiel lange sie an 50m sitzen. Und dann weiß man präzise, wie man unter ihren speziellen Umständen und mit ihrer Technik welche Garnqualität produziert. Andere Beispiele aus anderen Gegenden wären doch dann eh nicht hilfreich. A la: "Schon kleine Kinder in Indien spinnen mit ihrer Takhli mehr Meter Baumwolle in 10 Minuten als Du mit Deiner Riesenspindel hier Wolle drehst..." (Ich übertreibe.)

Also wie oben erwähnt, andere Kulture andere Verhandlungsmethoden. Wenn ich ins feilschen gehe, was die wollen, dann ist das für mich nicht meh rfair trade oder ich muss genau wissen worüber ich rede und wissen was sie fpr einen aufwand haben...

Ich habe auf einem Video im Internet gefunden, dass man angeblich 16h für 1 kilo wolle braucht mit der handspindel. Das ist aber nicht aussagekräftig oder, denn es kommt auf die Garnstärke oder Länge pro Kilo an?



Zitat:
Sodann ist die Zeit, die man für 50m braucht doch nur ein Faktor bei der Preisberechnung. Wird nur gesponnen oder wird auch die Wolle vorher spinnfertig vorbereitet, evtl gefärbt? Was brauchen die Menschen denn zum Leben dort als Mindestverdienst - DAS muß doch rausspringen, wenn man als Spinner seinen Lebensunterhalt voll damit verdienen will.

Siehe oben.. 100$ im MOnat wird als kosten pro mOnat angesehen. 150$ zahleen El Puento oder Gepa. die Bauen verlangen 60$ pro kilo.

Meine Sorge ist, dass zu viel Geld eben in Alkohol geht :/



Zitat:
Und welche Garnqualität kommt überhaupt raus? Will das hier in Europa überhaupt jemand kaufen? Nur weil es "Mit der Handspindel" gesponnen ist, HUHUUUU! will ich ja vielleicht nicht extra viel dafür bezahlen. Noch dazu, wenn es kratzige Wolle ist. Das Spinnen wurde nun mal nicht ohne Grund recht frühzeitig mechanisiert. Es würde eine sehr gute Begründung brauchen, warum ein Kunde in Europa Geld für solch ein Garn ausgeben sollte, das in seinen Augen vielleicht extra umständlich und deshalb teuer produziert wurde.

TOP qualität.. ich möchte fast behaupten dass ein Laie nicht den unterschied zum machinengesponnen garn erkennen würde. Ich denke dass alle dein Objektiven Gründe keine Rolle spielen. Fair für alle, bezüglich Qualität, Preis etc..


Zitat:
Man sollte solche Projekte, denke ich, sehr eng mit den Betroffenen entwickeln. Die können einem doch viel genauer sagen, wofür sie wieviel Geld brauchen, was für sie nachhaltige Hilfe ist. ("Wenn sie zuviel verdienen, geben sie es doch wieder nur für Schnaps aus." klingt so kolonialistisch in meinen Ohren.) Vielleicht wollen die Spinner ihren Verdienst ja dafür einsetzen, irgendwann eine große Kardiermaschine kaufen zu können und eine Spinnmaschine? Wer sagt denn, daß sie spinnen mit der Handspindel so toll finden, daß sie damit für immer und ewig ihr Geld verdienen wollen? Erhalt von Kulturtechniken und gewachsenen Strukturen ist ja nur eine Seite der Medaille.

DAs mit dem Schnaps ist aber so.. sorry, leider. Ich möchte dennen vorschlage, dass wir sagen statt 60 Dollar bekommen sie nur 40 für persönlichen Bedarf. Der rest geht in eine Gemeinschaftskasse, dort kann dann in der gemeinschaft zusammen entschieden werden was sie davon kaufen wollen.... oder notfalls in andere Projekte investieren, ja, das würde ich dann auch für die verkaufen.. es ist wirklich ein Bottom-Up Projekt. Es wird auf dem Model der Sozial Organik nach Witzenhausen aufgebaut. Alnatura ist danach aufgebaut. Das Konzept besagt, dass das Unternehmen nicht ohne produzent und Kunden existeiren würden, also müssen diese Mitspracherechte haben. ..so wird es auch sein.


Zitat:
Ich würde wie bei jedem anderen Produkt auch fragen, für wieviel man ein Garn von x Qualität produzieren kann, so daß die Produzenten auch davon leben könnten. Was kosten Verpackung, Vertrieb und Versand? Und dann schauen, ob sich für den Preis auch ein Kunde findet.
Nur weil Fair Trade draufsteht (ist das Garn dann auch zertifiziert??), muß sich nicht gleich jemand dafür interessieren, denke ich. Das "Manufactum"Klientel dürfte überschaubar sein. Das Garn müßte da meiner Meinung nach neben dem Fair Trade-Heiligenschein noch irgendwelche anderen speziellen Eigenschaften haben, die zum Kauf verlocken.


Sie oben die aufteilung der Gewinne. ich habe eine Umfrage gemacht und passe den Preis des produktes der Wünsche der Kunden an. deshalb habe ich nur 9% Gewinn.

Ist fair trade zertifiziert.. ausserdem wird es dann später bio zertifiziert. es ist mit pflanzenfarben gefärbt. sehr kräftige und starke farben. handgefertigt. es gibt auch stickmuster mit deN GARNEN

FRAGE: was für andere spezielle eigenschaften sollte es haben deiner meinung nach?


Zitat:
So weit, so skeptisch. ;)

gar nicht :) super objetiv, weil ich wisst wovon ihr sprecht. ich habe bis jetzt nur stricker gefragt, eure beiden kommentare sind super und keinenfalls skeptisch. danke, bitte wenn dir noch was einfällt oder was "skpetisches" in deinen Kopf kommt, sag es.

nur wenn es 100% wasserdicht ist, kann ich nachhaltig den Bauern in Südamerika ein besseres Einkommen verschaffen. es nützt nichts anzufangen und dann später muss man aufhören. das ist sicher noch schlimmer für die Bauern. ich möchte es 100% wasserdicht haben.

Zitat:
PS. Für "Fair Trade" würde ich nicht nur eine vernünftige Bezahlung der Wollverarbeiter erwarten, sondern auch eine vernünftige Behandlung der Wolllieferanten, sprich der Tiere.
[/quote]
ja, die tiere leben in der Freiheit. bekommen keine Futterzusätze ,sondern grasen in der Freiheit, knnen die Wildgräser essen, die sie wollen... sie leben so wie vor 1000 Jahren bei den Inkas...
Kannst du mir definieren, wie du "vernüftige Behandlung der Tiere" verstehst? Ist das ok?

Also Vlasta, danke.. immernoch "Skeptisch"?


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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 21:10 
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Flügelspinnrad
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Wenn ich so weiter lese, bleibe ich skeptisch. ;)
Denn dann muß ich fragen, was Dein Hintergrund eigentlich ist. Kann man denn so ein Projekt aufziehen, ohne Fachwissen mit im Boot zu haben? Falls Du die betriebswirtschaftliche Seite übernommen hast, solltest Du unbedingt noch nach einem "Wollmenschen" Ausschau halten, der Dich beraten kann.

Es würde wirklich schwer, vernünftige Verhandlungen zu führen, wenn Du vom Spinnprozess, von Schafhaltung (reden wir überhaupt über Schafe?), vom Färben etc. kaum Ahnung hast und Dir alles erst aneignen mußt.

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LG,

Vlasta
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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 21:30 
Zitat:
Vlasta hat geschrieben:
Wenn ich so weiter lese, bleibe ich skeptisch. ;)
Denn dann muß ich fragen, was Dein Hintergrund eigentlich ist. Kann man denn so ein Projekt aufziehen, ohne Fachwissen mit im Boot zu haben? Falls Du die betriebswirtschaftliche Seite übernommen hast, solltest Du unbedingt noch nach einem "Wollmenschen" Ausschau halten, der Dich beraten kann.

Es würde wirklich schwer, vernünftige Verhandlungen zu führen, wenn Du vom Spinnprozess, von Schafhaltung (reden wir überhaupt über Schafe?), vom Färben etc. kaum Ahnung hast und Dir alles erst aneignen mußt.


Danke :) alles objektiv.. ich bin wirklich dankbar.
ich habe selbst sehr erfolgreich wolltiere (alpakas) gezüchtet, kenne alles von grund auf, und habe selbst garn produziert mit spinnereien von meinen Tieren und zugekaufter wolle. ausserdem habe ich sehr guten Erfahrung im Bereich Werbung/marketing vertrieb und langlebige Passion für Entwicklungshilfe durch selbsthilfe. :) Mein spezielles Manko ist handspindeln ;) Spinnräder kenne ich auch, hbe ich mal selbst gemacht.

Langfristig würde ich mir einen Fachmann oder -frau an Board holen, aber erst mal muss ich das Garn auf den Markt bringen. Zur Zeit ist alles outgesourced.

Sonst konnte ich aber alle Fragen beantworten?


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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 21:31 
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Flügelspinnrad
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Zum Thema Tierhaltung: Die große "Freiheit" ist für Weidetiere nicht immer das, was wir uns so denken.

"Futterzusätze" können durchaus auch Vitamine und Mineralstoffe sein, die evtl. jahreszeitlich bedingt nicht in den "Wildgräsern" enthalten sind.

Wurmhygiene ist so eine Sache, wenn kein Hirte ein Auge drauf hat. An Würmern kann ein Schaf super schnell und sehr jämmerlich eingehen.

Schutz vor Wölfen, Bären, anderen Raubtieren fällt mir da noch ein...

Zugang zu Wasser.

Im Notfall kompetente (tierärztliche) Betreuung. (Naja, wir reden über Südamerika, ich habs nicht vergessen. Aber es sollte ja auch vom Tierwohl die Rede sein.)

Wenn man das alles geboten bekommt und nur das Köpfchen ins Gras stecken muß zum Fressen, kann eine umzäunte Weide und ein netter Stall evtl. viel toller sein, als die "Freiheit".
Prinzipiell wird die dortige Haltung aber schon den Gegebenheiten angepasst sein, denke ich.

Achten die Halter auf die Faserqualität bei ihrer Haltung und Zuchtauswahl? Sind die Tiere nur für die Faserproduktion da, oder werden sie eher hauptsächlich für Fleisch- und Milchproduktion genutzt und die Wolle mitsamt ihrer Verarbeitung ist eher ein Zubrot? Davon hängt ja auch einiges ab.

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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 21:36 
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Flügelspinnrad
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Folker hat geschrieben:
ich habe selbst sehr erfolgreich wolltiere (alpakas) gezüchtet, kenne alles von grund auf, und habe selbst garn produziert mit spinnereien von meinen Tieren und zugekaufter wolle. ausserdem habe ich sehr guten Erfahrung im Bereich Werbung/marketing vertrieb und langlebige Passion für Entwicklungshilfe durch selbsthilfe. :) Mein spezielles Manko ist handspindeln ;) Spinnräder kenne ich auch, hbe ich mal selbst gemacht.

Langfristig würde ich mir einen Fachmann oder -frau an Board holen, aber erst mal muss ich das Garn auf den Markt bringen. Zur Zeit ist alles outgesourced.

Sonst konnte ich aber alle Fragen beantworten?


Versteh ich dann nicht. Wenn Du selber Tiere hältst, mußt Du doch eine Vorstellung von tiergerechter Haltung haben.
Wenn Du selber Spinnräder gebaut? oder zumindest besponnen hast, mußt Du doch wissen, wie Zwirnen funktioniert...

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LG,

Vlasta
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BeitragVerfasst: Di 31. Mär 2015, 21:43 
Zitat:
Versteh ich dann nicht. Wenn Du selber Tiere hältst, mußt Du doch eine Vorstellung von tiergerechter Haltung haben.
habe ich, aber das ich höre gerne was menschen so denken, die keine Tiere halten (siehe nicht scheren).. ..


Zitat:
Wenn Du selber Spinnräder gebaut? oder zumindest besponnen hast, mußt Du doch wissen, wie Zwirnen funktioniert...
[/quote]

nein ncith gebaut, sorry falsch ausgedrückt, ich habe nur gesponnen, gezwirnt habe ich nie..


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