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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2010, 10:48 
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Navajo-Spindel

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Hallo Edana,

damit das ganze nicht rutscht, am besten den Faden in Spiralen den Schaft hinauf schängeln lassen, also nicht parallel zum Schaft ziehen und dann den halben Schlag machen.

Sigrid

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Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa, gebunde Ausgabe, Shaker-Media-Verlag
http://www.spinnrad.jimdo.com


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2010, 11:09 
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Großes Wollrad
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Moin Edana,

ich habe an meinen Spindeln weder einen Haken noch eine Einkerbung.

Damit der Faden nicht abrutscht, führe ich den Faden zuerst unten einmal um das kleine Stück unterhalb des Wirtels und dann einfach nach oben, wo ich dann einen halben Schlag mache.

Wenn ich pausiere, setze ich noch einen halben Schlag auf den halben Schlag, und es kann sich nichts aufdröseln.

Ich mache mal ein Bild, damit Du es besser sehen kannst.

Bild
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LG Maren

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2010, 16:34 
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Navajo-Spindel

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Maren hat geschrieben:
Damit der Faden nicht abrutscht, führe ich den Faden zuerst unten einmal um das kleine Stück unterhalb des Wirtels und dann einfach nach oben, wo ich dann einen halben Schlag mache.


Hallo Maren,

ich weiß, daß manche (Bücher) das so raten, aber ich bin lange davon abgekommen. Gerade bei schnellen Spindeln macht sich der aussen liegende Faden als Luftwiderstand und asymmetrisches Element sehr störend bemerkbar. Das ist wie eine nicht gleichmäßig beladene Zentrifuge. Die Spindel komt ins Taumeln bzw. wird abgebremst.

Sigrid

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2010, 16:48 
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Großes Wollrad
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Moin Sigrid,

ich habe es auch zuerst immer mit dem am Schaft umschlingen gemacht - aber das hatte mir gar nicht gefallen. Bei mir glitschte das hochgewickelte irgendwie immer nach unten.....

Und dann habe ich mich gefragt, wofür eigentlich das kleine Ende Stab unter dem Wirtel herausschaut - eigentlich braucht man das doch gar nicht (oder?)....... und dann habe ich den Faden da einmal umgeschlungen und nach oben geführt. Und damit komme ich bestens klar. Im Gegenteil - taumelige Spindeln sind plötzlich ganz ruhig......

Vielleicht ist das Segel (wie ich dann später las) bei genau austarierten Spindeln ein Problem? Ich spinne mit Eigenbauten und die sind immer etwas "unegal" - und da paßt es dann...... :lol:

LG Maren

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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2010, 17:02 
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Navajo-Spindel
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Also, ich hab meine kleine Spindel heute Morgen erfolgreich ausprobiert - das einzige was mich noch etwas stört,
sie läuft nicht so lang, aber dann muss ich halt öfters anschubsen :)
Danke nochmals für die schnelle Hilfe :mrgreen:

Liebe Grüße

Edana

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Liebe Grüße Anne

Wolle ist dazu da, um Träume greifbar zu machen


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2010, 18:21 
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Buch-Charka
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der trick ist dabei wenn man auf einer seite runtergeht und auf der gegenüberliegenden nach oben


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2010, 18:45 
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Großes Wollrad

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Ich spindle ja nicht wirklich viel, was mir aber bezüglich des Faden nach unten führen noch eingefallen ist.
Manche Tiefwirtelspindeln haben ja zum nach unten führen sogar nen Schlitz.
Also ich denke, es kommt einfach darauf an, wie diese ausgewuchtet sind.
Wenn das Faden nach unten führen mit Schlitz mit einkalkuliert ist, laufen die Spindeln so bestimmt auch rund.
Es ist ja oft schon ein Unterschied, wenn der Haken anders gebogen ist als geplant.
Viele Spindeln haben den Haken ja nicht gerade heraus, sondern geneigt.
Klara hatte da mal ne gute Seite.

Liebe Grüße
karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: So 14. Feb 2010, 17:40 
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Spinning-Jenny
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Auch hier im Forum findet sich eine Anleitung zur Spinnfadenbefestigung (in der Rubrik Handspindel-Anfängerfragen):

Spinnfadenbefestigung (Tiefwirtelspindel/halber Schlag)

P.S. ich werde bei nächster Gelegenheit beide Freds zusammenschließen. Schon geschehen beide Threads sind jetzt hier vereint zu finden

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Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Sa 28. Jan 2012, 02:48 
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Akha-Spindel

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Früher machte ich beim Selbstbau von Handspindeln einen riesigen Aufwand was Haken oder Kerben betrifft. Damals wunderte ich mich über die seltsame Fadenführung um den Wirtel herum und zurück zur Schaftspitze und wußte noch nicht, was das zu bedeuten hat. Bei den Kerben und Haken brachen die Schäfte infolge der Haken und Kerben oft durch und so gut saß der Faden dann auch nicht. Jetzt weiß ich, daß Haken und Kerben völlig überflüssig sind. Ich baue jetzt meine Spindelschäfte zu beiden Seiten konisch und der Wirtel läßt sich draufschieben. Die Fadenführung, über die ich mich wunderte, nach der Art und Weise, wie Maren in Bildern es gezeigt hat, wo der Faden einmal um den Wirtel geführt wird und zurück nach oben mit einen Halbschlag an der Schaftspitze war die Lösung für einen bombenfest sitzenden Faden! Besonders dann, wenn am Wirtel noch eine kleine Kerbe ist. Das machte die Fertigung von Spindelschäften wesentlich einfacher. Wickelt man dagegen den Faden schraubenlinienförmig um den Schaft, nützt ein Halbschlag gar nichts, denn der Faden rutscht dann am Schaft und dreht sich auf, wo dann die Spindel zu Boden fällt und zerbricht (Runter-Fallspindel)!
Zusammenbaubare Spindeln sind universell einsetzbar, als Kopf-, Fuß-, Fall-, Stand- und Balkanspindel. Sind sind leichter und platzsparender zu transportieren, wenn der Wirtel abnehmbar ist, andernfalls kann die Spindel sich in der Handtasche verkeilen, wenn der Wirtel geklebt ist und der Schaft kann dabei brechen. So waren die mittelalterlichen Spindeln ohne Klebstoff und Haken technisch voll ausgereift dem nichts mehr hinzuzufügen war.

Ich empfinde die Nutzung von Klebstoff zur Wirtelbefestigung und Haken an Handspindeln als rückschrittlich, da sie dann zu Kopf- oder Fußspindeln werden und nicht mehr universell einsetzbar sind.

Gruß Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Tiefwirtelspindel ohne Haken
BeitragVerfasst: Sa 28. Jan 2012, 08:18 
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Großes Wollrad
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w_ciossek hat geschrieben:
Zusammenbaubare Spindeln sind [...] leichter und platzsparender zu transportieren, wenn der Wirtel abnehmbar ist,


Es gibt da noch einen anderen, vordergründlich praktischen Nutzen (und wie es wohl zu den konischen Spinnstäben kam):

Nach dem Abnehmen des Wirtels konnte man sogleich den Stab mit der Wolle als Webschiffchen gebrauchen.

Zumindest was so meine Darstellungszeit anbetrifft, wurden nur konische Spinnstäbe (ohne Kerben) gefunden - und eben sogar solch ein gesponnenes Gewickel auf einem Spinnstab - ohne Wirtel.

Die auswechselbaren Wirtel ermöglichen somit in erster Linie eine Großproduktion von Webfäden (die gefundenen Gewebe sind fast ausschließlich aus unverzwirnten Garnen)

:D

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