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BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 16:28 
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Spinning-Jenny
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Registriert: Mo 7. Jul 2008, 01:10
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im alten Forum geschrieben am 17.03.2007 - 17:02


Andenzwirnen
(e: Andean Plying, Peruvian Plying)



Ich musste jetzt etwas grübeln, ob ich das Andenzwirnen nun in das allgemeine Zwirn-Unterforum oder hier zu den Handspindeln einstelle.
In der Regel wird es ja als typische Technik für die Handspindel betrachtet, aber ich habe sie auch schon am Spinnrad angewendet, wenn ich mal schnell irgendwelche kleinen Pröbchen ganz verzwirnen wollte. Dies nur so als Vorbemerkung


Beim Andenzwirnen handelt es sich eigentlich um eine spezielle über-der-Hand-Garnaufwickel-Technik, die dazu dient, anschließend den Anfang und das Ende des auf dem Handgelenk sitzenden Einfachgarnes miteinander ohne übrigbleibende Reste das Garn herunter zu verwirnen.

Bevor wir jetzt gleich in die Materie einsteigen, der Hinweis, dass sich hier in Deutschland zwei ganz unerschiedliche Arten des Andenzwirnens eingebürgert haben. Hier in diesem Thread soll es um das original Andenzwirnen gehen.

Den Thread für das vereinfachte Andenzwirnen (e: Handy Plying) gibt es hier zu finden.

Da das ganze mit Worten nicht zu beschreiben ist und es aber sehr viele gute Bilderanleitungen im Netz gibt, folgen jetzt hier einfach die entsprechenden Links. Es handelt sich dabei immer um englischsprachige Anleitungen aber die Bilder sprechen für sich selbst:
Anmerkungen:

Beim Aufwickeln des Garnes ist es egal, ob man die Garnverkreuzung auf der Handrück- oder Vorderseite macht. Jeder Spinner entwickelt da wohl so seine ganz spezielle Vorliebe. Da hilft nur Ausprobieren.

Ganz wichtig bei dieser Wickeltechnik ist natürlich auch, dass man das Garn recht locker und nicht zu fest wickelt, ansonsten schnürt man sich nämlich das Blut ab und kriegt früher oder später blaue oder gar verrenkte Finger.

Ich bevorzuge die Kreuzung auf dem Handrücken. Einfach weil ich so gezwungen bin locker zu wickeln, weil sonst *aua*, da sich der Mittelfinger nicht unbegrenzt weit nach hinten ziehen lässt. Bei Versuchen es andersherum mit Kreuzung vor der Handinnenfläche, habe ich den Mittelfinger immer mehr nach vorne gebeugt, je mehr Zug darauf kam, was dann schließlich 2x darin endete, dass mir das ganze aus Versehen bevor ich fertig war, vom Finger rutschte. Deshalb nehme ich lieber die Kreuzung auf dem Handrücken.

Wieherum macht Ihr das?
Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Andenzwirnen?
Verwendet Ihr es gerne? ... regelmäßig? ... warum?

_________________

Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



Zuletzt geändert von spinntantchen am Sa 15. Nov 2008, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 16:29 
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Taiga-Rad

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Beiträge: 907
Postleitzahl: 44670
03.04.2007 - 19:05
Also ich mach's manchmal für Proben.

Für grössere Mengen finde ich die Technik unpraktisch (lieber einen Knäuel, bei dem man den Faden aus der Mitte ziehen kann). Übrigens, auch in den Anden nimmt man diese Methode nur für Fadenreste - sonst wickelt man die Fäden von zwei Spindeln zusammen in ein Knäuel und spinnt dann vom Knäuel. Habe ich von hier: http://abbysyarns.com/ - Abby hat ein paar sehr gute Artikel geschrieben.

Ciao, Klara

_________________
http://www.lahottee.info


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BeitragVerfasst: Sa 28. Jan 2012, 03:23 
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Akha-Spindel

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Land: Deutschland
Da ich Navajo-Zwirnen mit extrem großen Schlaufen (einige 100m) mache, benutze ich für die großen Schlaufen die Andenwickeltechnik und nicht die Knäuel, wo man den Faden auf einer Seite aus einen Loch zieht und am anderen Ende an Knäuel abwickelt, da dieses Verfahren oft die sehr dünnen Fäden reißen und verwurschteln. Die Andenwickeltechnik wird aber bei mir nicht an der Hand gemacht, da es zu umständlich und ungleichmäßig und nur für kleine Fadenmengen geeignet ist. Für große Fadenmengen habe ich mir ein Kreuz gebaut. Nachdem gewickelt worden ist, kann man die Kreuzspitze abziehen, was dem Herauslösen des Mittelfingers entspricht, so daß das Kreuz wie ein T ausieht.
Beim Navajo-Zwirnen wird dann diese T mit dem Andenknäuel durch die Fadenöse geschoben anstatt wie üblich den Faden permanent durch diese Öse zu ziehen, wo auch dünne Fäden reißen können.

Gruß Wolfgang


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