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BeitragVerfasst: Fr 10. Dez 2010, 09:43 
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Akha-Spindel
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Hallo,

über meine Seite wurde ich von einem Hobbydrechsler angesprochen, der gerade ein Spinnrad baut. Er hat eine Anleitung zum Bau, aber es scheint nur eine Dekoanleitung zu sein. Er möchte aber, dass sein Rad spinntauglich wird. Ich habe ihn u. a. drauf hingewiesen, dass Spulen- und Wirtelrille nicht identisch in der Tiefe sein dürfen. Weiß irgendjemand hier, ob es auf ein bestimmtes Verhältnis der Rillentiefe ankommt oder ob es reicht, die Spulenrille unbestimmt tiefer zu machen als die Wirtelrille?

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Viele Grüße,
Birgit
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BeitragVerfasst: Fr 10. Dez 2010, 10:03 
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Tahkli
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Hi Birgit!

Ich wüßte keine Quelle, in der ein bestimmtes Durchmesserverhältnis der Wirtel angegeben ist.
Aber ganzganz wichtig für den Querschnitt der Rillen ist, daß der beim Wirtel (Antrieb) V-förmig und schmal ist, und an der Spulscheibe breiter und halbrund.
Einfacher wäre an dieser Stelle wohl, ein Rad mit Spulenbremse zu konstruieren...

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Grüßis die Claudi

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BeitragVerfasst: Fr 10. Dez 2010, 10:12 
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Akha-Spindel
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Hallo Claudi,

oh, danke für den Hinweis! Muss die Rundung ausgeprägt sein? Bei meinem Rad ist sie nämlich nicht zu erkennen, d.h. Spulenrille eindeutig V, aber Wirtelrille nicht eindeutig rund.

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Viele Grüße,
Birgit
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BeitragVerfasst: Fr 10. Dez 2010, 10:25 
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Tahkli
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Hallöli nochmal!

Schau einmal hier nach, da ist alles sehr gut erklärt und bebildert.

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BeitragVerfasst: Fr 10. Dez 2010, 11:27 
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Akha-Spindel
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Danke Claudi, auf die Seite hätte ich auch selber kommen können. Ich werde das mal weiter leiten.

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Birgit
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BeitragVerfasst: Fr 10. Dez 2010, 20:05 
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Taiga-Rad

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Ich würde auch dringendst zur Spulenbremse raten - der Unterschied in der Wirtelgrösse ist nämlich ganz entscheidend für die Funktionalität des Rades (und die Erklärungen dazu bei Alden Amos sind so kompliziert, dass ich die betreffenden Seiten immer noch nicht gelesen habe). Und für unterschiedliche Garndurchmesser braucht man unterschiedliche Wirtelgrössen und Grössenunterschiede - wie gesagt, insgesamt sehr kompliziert (weshalb's vermutlich auch so viele zweifädige Räder gibt, die nicht ordentlich laufen). Spulenbremse dagegen ist technisch einfach und sehr vielseitig...

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Sa 11. Dez 2010, 12:01 
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Akha-Spindel
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Hallo Klara,

ich habe ein Noname-Ebay-Rad vom Uropa der Verkäuferin selbst gebastelt und es funktioniert tadellos, obwohl darauf sicherlich nicht geachtet wurde, denn die Spulenrille war nicht tiefer. Ich habe mir nach dem Kauf von Brigitte Busse von Fietes Farm (weiß jemand, was aus ihr geworden ist???) neue Spulen anfertigen lassen und es funktioniert prächtig. Nur die Geräuschintensität stört mich, weshalb ich immer noch mit einem Polonaise liebäugele. Von daher kann es doch nicht sooo schwierig sein?
Gibt es irgendeinen Link, den ich ihm schicken kann, wo das mit der Spulenbremse erklärt und gezeichnet ist?

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Viele Grüße,
Birgit
http://www.handspinnen.info


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BeitragVerfasst: Sa 11. Dez 2010, 12:07 
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Tahkli
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Guck doch mal hier ;)

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BeitragVerfasst: Sa 11. Dez 2010, 16:07 
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Großes Wollrad

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Birgit hat geschrieben:
Hallo Klara,

ich habe ein Noname-Ebay-Rad vom Uropa der Verkäuferin selbst gebastelt und es funktioniert tadellos, obwohl darauf sicherlich nicht geachtet wurde, denn die Spulenrille war nicht tiefer. Ich habe mir nach dem Kauf von Brigitte Busse von Fietes Farm (weiß jemand, was aus ihr geworden ist???) neue Spulen anfertigen lassen und es funktioniert prächtig. Nur die Geräuschintensität stört mich, weshalb ich immer noch mit einem Polonaise liebäugele. Von daher kann es doch nicht sooo schwierig sein?
Gibt es irgendeinen Link, den ich ihm schicken kann, wo das mit der Spulenbremse erklärt und gezeichnet ist?

Also ich denke es ist schon so, wie Klara schreibt, bei zweifädig muss das Zusammenspiel noch besser funktionieren, da technisch als Einstellmöglichkeit ja nur die Fadenspannung bleibt und die Schere an Möglichkeiten baubedingt eh kleiner ist als mit Spulengebremst.

Wenn Dein No Name Rad gut funtioniert ist das doch klasse, viele alten zweifädigen Räder die oft ein bißerl stiefmütterlich behandelt wurden im Laufe der Jahre spinnen aber doch recht holperig.
Ich würde schon auch sagen, technisch ist es leichter ein Rad mit Spulenbremse zu bauen.


Karin


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BeitragVerfasst: Sa 11. Dez 2010, 16:44 
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Navajo-Spindel

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Das Verhältnis muß mind. 1:1,12 sein, besser höher, z.B. 1:1,2. Siehe hier: http://spinnrad.jimdo.com/app/download/2604688720/4d039c1d/89d252c84101e332d8361e626249576a184d8f3c/Physik+des+Fl%C3%BCgelspinnrads.pdf?t=1247408848.

Sigrid

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Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa, gebunde Ausgabe, Shaker-Media-Verlag
http://www.spinnrad.jimdo.com


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