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Forum rund um das Spinnen mit Spinnrad und Handspindel
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BeitragVerfasst: Mo 7. Sep 2015, 00:35 
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Spinning-Jenny
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Zitat:
Danke für die Übermittlung der Maße. Ich habe die Spindel unseres Ashford mit dem Meßschieber vermessen. Bei mir ist der Spindeldurchmesser 6,2 mm. Wegen der Originalbuchsen habe ich noch keine Rückantwort von den Ashford Händler in Deutschland.


Falls Du Englisch kannst, wende Dich direkt an Ashford.

Ich habe eine über 20 Jahre alte Trommelkarde (besonderes Modell, wurde nur ganz kurz gebaut) wo jetzt ein Teil kaputt ist - da habe ich an Ashford geschrieben und sie haben mir sofort geantwortet, dass das Ersatzteil noch lieferbar ist und mir die genaue Bezeichnung dafür zugeschickt. Mit diesen Angaben bin ich dann an den hiesigen Ashford-Händler herangetreten.
Also ich denke, es gibt durchaus Chancen noch die alten Spulenlager zu bekommen (vorausgesetzt sie passen in Deine alten Spulen).

P.S. das Einstellen von Bilder als Anhang sollte mittlerweile fast im ganzen Forum möglich sein. Hier steht's wie's geht

_________________

Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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BeitragVerfasst: Mo 7. Sep 2015, 13:00 
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CD-Spindel

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Hier die versprochenen Bilder vom A.-Normalflügel, modifiziert wie zuvor beschrieben:
Dateianhang:
PICT0040_Flügel_mod1.jpg
Dateianhang:
PICT0040_Flügel_mod2.jpg

Auf dem 1. Foto sieht man ein Teil der neuen Gleitbuchse. Sie hat einen wesentlich größeren Bund als die alte, und dürfte daher nicht so günstig sein fürs Nachrüsten.

Von der Sliding Hook Spule habe ich leider im Moment kein Bild parat, das werde ich später nachholen.

In die uralten buchsenlosen Spulen passen übrigens selbst die alten original Gleitbuchsen nicht direkt. Die Spule muss komplett auf mindestens 7 bis 8mm aufgebohrt werden (damit es später in der Mitte nicht schleift) und an beiden Enden muss dann noch je eine zylindrische Senkung eingearbeitet werden, die die Gleitbuchse aufnimmt. Dies habe ich schon einige Male gemacht, von Hand mit passenden Reibahlen. Einen Bohrer bzw. eine Bohrmaschine sollte man dafür nicht nehmen, denn dann würden die Bohrungen/Senkungen garantiert unrund sein bzw. aus der Achse verlaufen. Bei einer mehrschneidigen Reibahle ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man diese Prozedur halbwegs genau schafft.

OT: Das ging aber schnell mit den Bildern, danke!

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: Di 8. Sep 2015, 17:27 
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CD-Spindel

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Erst mal vorweg großes Dankeschön für die Möglichkeit in dieser Rubrik nun Bilder einstellen zu können!!!

Nun habe ich mir mit aufmerksam die Bilder vom Borek zum modifizierten Spinnflügel angeschaut. Ich ziehe den Hut und stufe mich als 'Grobmotoriker' ein!! Super Sache und handwerklich total sauber, nicht mal falsche Knickspuren an den Eigenbauhaken etc.
Bevor ich den einzigen Spinnflügel des Ashford für Umbauten anfasse, brauche ich sicher erst gebrauchten Ersatz, den ohne geht's ja nicht. Werde dazu im Forum an der richtigen Stelle sicher eine Suchanfrage stellen.

Erst muss ich mich aber um eine Menge sonstiger Sachen kümmern.
- meine Lazy Kate hatte nur eine Stange und Ersatz konnte ich nicht finden, also 3 neue Stangen in Edelstahl hergestellt, denn nun sollte mal gezwirnt werden
- die Knechtverbindung Leder hatte den Geist aufgeben, Einbau war ja einfach und das Wollmäh hatte ja schon geliefert, damit war der erste Ausfall des Tages glücklich beendet

Nun hat das Ashford Traditional gestern das zweite Mal den Dienst quittiert und ich benötige fachliche Hilfe. Das Schwungrad dreht auf der Kurbel durch. Im Loch des Schwungrades ist weder ein Stift noch Reste davon zu entdecken (siehe Fotos, nicht wundern was im Loch zu sehen ist, ist ein Edelstahldraht zur Fixierung von mir). Wahrscheinlich hat es solange so gehalten. Nun meine Frage:
- Stift bestellen und einfach einschlagen und das wars? Oder gibt es noch was zu beachten? Ich dächte nicht nach Lesen der aktuellen Montageanweisung von Ashford oder ist es bei alten Modellen anders?

Für schnelle Antwort in Sachen Stift in der Nabe wäre ich Euch sehr dankbar (mein Familienfrieden auch)

Grüße Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: Di 8. Sep 2015, 20:50 
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Tahkli

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Zitat:
Zur Bremse muss ich bei aller Achtung Gegenteiliges von Tulipan behaupten: Die Rille und der Bremsfaden können gar nicht glatt genug sein. Die Bremskraft resultiert von dem Anpressdruck (der Spannung) der Schnur und dem Reibungskoefizienten (der ist von den Materialeigenschaften und der Oberflächengüte abhängig). Bei glatter Rille und glatter Schnur (ich verwende Angelschnur aus Nylon) ist der Regelbereich und somit die Feinfühligkeit deutlich größer als bei aufgerauhten Oberflächen. Das Ergebnis ist dann in beiden Fällen der gleiche Bremseffekt.


Du hast natürlich recht, ich hatte beim Schreiben an zweifädige Räder gedacht. Und danke für den Tipp mit den Reibahlen. Ich hatte mich an das Aufbohren nicht herangetraut, aber jetzt weiß ich, wie ich meine Spulen "entklappern" kann.


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BeitragVerfasst: Mi 9. Sep 2015, 13:11 
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CD-Spindel

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Hallo,

Thema Stift:
Beim Tradi-Umbau (siehe hier: http://www.scforum.spinnradclub.de/view ... 19&t=26918) habe ich an dieser Stelle einen 4mm Edelstahl Rundstab eingesetzt (Stahl oder Messing würde auch gehen). Da das Loch in der Nabe einen rechteckigen Querschnitt hat, tendiert manchmal der Stift zum Herausfallen. Als Abhilfe kann man ihn ca. im oberen Drittel leicht (!! nur einige Zehntelmillimeter !!) verbiegen und dann mit dem langen geraden Ende voran einschieben/einschlagen. Bedingt durch die Biegung verkeilt sich der Stift in der Bohrung und bleibt dort, wo er hingehört.

Thema Flügel:
Ich habe mich wohl ungeschickt ausgedrückt. Deine Frau braucht zu den normalen Spulen den normalen Flügel. Dieser kostet neu ca. 37,-, gebraucht bekommst Du ihn nicht viel billiger. Zusätzlich braucht Ihr wahrscheinlich noch das vordere Flügellager in kleinerer Ausführung (für den Jumbo gibt es wohl ein größeres - ??), überprüfe das bitte.
Die Modifizierung des Flügels ist nur dann notwendig, wenn man die deutlich größeren Spulen vom Sliding Hook Flyer (z.B. für´s Zwirnen) im Normalflügel einsetzen möchte. Zwingend erforderlich ist es aber nicht, nur angenehm. Auch der Schiebehaken ist keine Pflicht, nur Kür.

Leder für die Knechtverbindung kann man entweder online kaufen oder beim Schuster erbetteln. Oder man schneidet sich ein passendes Stück aus alten Lederschuhen heraus, die man sonst wegwerfen würde.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: Mi 9. Sep 2015, 13:14 
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CD-Spindel

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Tulipan hat geschrieben:
... ich hatte beim Schreiben an zweifädige Räder gedacht. Und danke für den Tipp mit den Reibahlen. ...

Ja, beim zweifädigen Antrieb (oder generell beim Antriebswirtel) kann sich ein angemessenes Aufrauhen positiv auswirken, zumal man das mit gefühlvoller Arbeit gut von Hand bewerkstelligen kann. Dennoch (wohl weil mir diverse Werkzeugmaschinen und Werkzeuge zur Verfügung stehen) bevorzuge ich den Lösungsweg über schmale spitze Rillen, in denen sich die Antriebsschnur an den Rillenflanken „verkeilen“ kann. Das Prinzip habe ich detailliert hier beschrieben.

Man kommt so für eine zuverlässige Mitnahme mit einem Bruchteil der Vorspannung aus, und der ganze Antrieb ist spürbar leichtgängiger. Allerdings braucht man dafür eine Drehmaschine, das ist für Viele ein Nachteil. Die einzige Alternativtechnologie, die ich mir vorstellen könnte, wäre, dass während eine Person das Spinnrad (und den Wirtel über eine vorhandene Rille) antreibt, schleift/sägt eine andere Person eine neue Rille in den drehenden Wirtel ein. Man müsste dabei SEHR auf die dicht an der Bearbeitungsstelle vorbei drehenden Flügelarme achten, und zumindest die Häkchen entfernen. Ohne Not würde ich sowas nur ungern machen wollen.

Zu den Reibahlen noch eine wichtige Kleinigkeit: Für das beschriebene Aufweiten eignen sich eigentlich nur die Handreibahlen. Ihre Schneiden bilden an der Werkzeugspitze einen langen schlanken Kegel (etwa 0,5° Schräge), der das Zentrieren in einer Vorbohrung stark begünstigt. Maschinenreibahlen haben vorn nur eine kleine Fase als Anschnitt, und sind somit ähnlich ungünstig wie Spiralbohrer.

Gruß
Borek


Zuletzt geändert von spinntantchen am Do 10. Sep 2015, 21:57, insgesamt 1-mal geändert.
Link eingebunden und Absatz über i-bäh ausgeschnitten ...


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BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 11:25 
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CD-Spindel

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Gestern Abend kam ich endlich dazu einige Bilder zu machen:
Dateianhang:
Sliding_Hook_Spule.jpg

Die kleinere Spule ist die serienmäßige Ashfordspule (die schnellere, allerings unterscheidet sie sich von der Normalspule nur im kleineren Rillendurchmesser).
Dateianhang:
Größenvergleich1.jpg

Die größere Spule ist die vom Sliding Hook Flyer, modifiziert wie weiter oben beschrieben. Die Kleine habe ich lediglich glatt geschliffen, mit "Spinnradrot" gebeizt, mehrfach mit Hartöl behandelt und poliert.

Bilder vom modifizierten Flügel folgen gleich.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 12:55 
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CD-Spindel

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Hier ist die große Spule auf die Spindel des serienmäßigen Normalflügels „bis zum Anschlag“ aufgeschoben. Axial fehlen vielleicht 12 mm.
Dateianhang:
SHS_im_Normalflügel1.jpg

Das nächste Foto zeigt, wo und wieviel Material abzusägen ist. Wenn ich keine Dekupiersäge hätte, würde ich dafür eine Laubsäge nehmen.
Dateianhang:
Flügel_mod1.jpg

Was übrig bleibt, ist ein wenig Schleifarbeit und die Oberflächenbehandlung nach eigenen Vorlieben und Möglichkeiten. Alles kein Hexenwerk, und man kommt mit Handwerkzeugen aus.

Gruß
Borek


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BeitragVerfasst: Do 10. Sep 2015, 17:39 
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CD-Spindel

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Vorweg herzlichen Dank an Borek wegen der Fotos und der Beschreibungen. Habe mich wegen dem Link auch beim Spinnradclub angemeldet (man kann sonst die Fotos nicht sehen). War erstaunt, dass es von den Umbauten auch echte Zeichnungen und teilweise Schritt für Schritt Anweisungen gibt. Lohnt sich hinzuschauen (Nachsatz löschen wenn diese Werbung ist) Sehr nett war auch der Bezugsnachweis für die Handreibahlen.

Fehlender Stift zur Fixierung Schwungrad auf Achse
Nun hatte ich diverse Anfragen gestellt wegen Ersatzteilbereitstellung. Leider bis dato keine Rückmeldung. Was ins Netz zu stellen mit einer vom Nutzer zu bedienenden Bestellliste/Warenkorb ist nur eine Sache (Kann ja heute fast jeder!), aber echter Support wegen Teilen/Problemen ist was anderes. Habe bei ebXX-Kleinanzeigen (wegen meiner Suchanfrage) eine nette Dame mit eigenem Shop (Wollwerkra**) kennengelernt. Haben die Fotos von meinem alten Spinnrad und dem ihrigen hin- und hergeschickt und dann war der Stift auch schon per Post unterwegs. Also Fragen lohnt sich immer.

Spulenneuanschaffung
Ich denke Borek hat Recht und so habe ich mal neue große Spule für meinen vorhandenen Spinnflügel bestellt. Da als unbehandelt bestellt, meine Frage mit Blick auf das Foto von diesem Flügel in diesem Forum:
• Nach dem Schleifen beizen mit Spinnradrot (Farbe doch so richtig?) und dann Nitroklarlack als oberflächenfinish?, dann sieht alles wie fast Hersteller Ashford an meinem Rad aus. Antwort wäre eilig, da am Wochenende Testlauf geplant und ich keine langen Experimente wegen der richtigen Beize veranstalten möchte.

Spulensäuberung für Ashford Spulen ohne Lager und andere
Sind die Spulen mal innen verdreckt (oder andere die unter die Finger kommen) mein Tipp:
- Ballistol-Spray mit dem dazugehörigen Röhrchen z.B. bei Hornba** und Pfeifenreiniger rot/weiß (bitte keine anderen, ich bin Pfeifenraucher, die anderen fusseln und der Ärger wird dann größer als kleiner) beim Tabakhändler des Vertrauens kaufen (siehe Foto)
- Je nach Durchmesser mehrere verdrillen und erst mal trocken durchziehen
- Dann Spule senkrecht auf eine alten Deckel z.B. Twist-Off Glas stellen und mit dem Ballistol-Spray innen einsprühen und etwas so stehen lassen
- Prozedur mit den verdrillten Pfeifenreiniger nochmal durchführen und fertig, wenn nicht mehr an den Pfeifenreinigern Dreck zu sehen ist

Habe diese Reinigung so an meinen beiden Spinnräder gemacht und alles hübsch (das Spray macht ja auch keine Flecken auf dem Holz und geht auch als Farbaufrischer analog an Spinnräder durch).
Wenn dies nicht hilft sicher Ratschlag von Borek mit den Handreibahlen folgen. Blieb mir aber erspart, da meine Ratschlag Tatsache funktioniert.

Grüsse Technik der Lisel


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BeitragVerfasst: Fr 11. Sep 2015, 12:56 
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CD-Spindel

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Hallo,

den Farbton Spinnradrot gibt es nicht, das ist eine sprachliche Eigenkreation von meiner Frau und mir, daher habe ich es auch in Anführungszeichen gesetzt. Entschuldige bitte trotzdem die Verwirrung.

Den abgebildeten Farbton habe ich durch das Mischen von Pinie und Mahagoni mit einem Hauch von Eiche dunkel erreicht. Es handelt sich um Spiritusbeizen des tschechischen Fabrikats Chemoxyl, sicherlich gibt es in D. Vergleichbares. Grundsätzlich ist das Beizen aus rein praktischen Gründen überflüssig, man kann es aber je nach Geschmack als eine Aufhübschung empfinden (oder auch nicht).

Der Endanstrich hat allerdings auch eine praktische Bedeutung, er macht das Holz dauerhaft glatt und schützt gegen Staub und Feuchtigkeit. Ich verwende Hartöl Spezial von Leinos (von anderen Herstellern, z.B von Osmo gibt es vergleichbare Produkte). Bitte bei diesen Produkten unbedingt auf die Sicherheitshinweise bezüglich der Gefahr der Selbstentzündung achten! Den gewünschten Glanzgrad erreicht man durch die Intensität des Polierens mit einem trockenen weichen Tuch. Ohne Politur ähnelt die Optik etwa dem Bienenwachs, das übrigens auch für die Oberflächenbehandlung genommen werden kann (habe allerdings damit keine Erfahrungen). Falls Du unbedingt lackieren willst, empfehle ich die Parkettversiegelung UNI-Siegel von Jansen auf Polyurethanbasis. Es gibt sie in matt, seidenglänzend und glänzend. Matt ist am schwierigsten zu verarbeiten, weil man sehr auf die Gleichmäßigkeit der Lackschicht achten muss.
Nitro ist zu kratz- und feuchteempfindlich, Kunstharz zu weich und Lasuren wirken oft stumpf, unnatürlich, und manchmal erzeugen sie eine dauerhaft leicht klebrige Oberfläche.

Der Tipp mit den Pfeifenreinigern ist gut, ich verwende sie (neben ihrer eigentlichen Bestimmung – bin auch ein Pfeifenraucher) zum Reinigen von kleinen Bohrungen und von Gewindegängen.
Beim Ballistol sollte man beachten, dass das ein Kriechöl ist, das eigentlich zum Reinigen und Pflege von Waffen entwickelt wurde. Seine Schmiereigenschaften sind eher bescheiden. Vor einem Einsatz an Holz hätte ich (eine vielleicht unbegründete) Angst, den aus den Kapillaren des Holzes bekommt man es nie wieder heraus, und z.B. wirklich feste Klebeverbindungen sind danach nicht mehr möglich. Subjektiv kommt bei mir hinzu, dass ich als Allergiker die massig enthaltenen Konservierungsstoffe nicht vertrage.

Gruß
Borek


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