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 Betreff des Beitrags: Plastilube (Schmiermittel)
BeitragVerfasst: Do 26. Mai 2016, 11:22 
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Spinning-Jenny
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Hallo liebe SpinnerInnen,

jetzt bin ich schon häufiger darüber gestolpert, dass Spinnrädchen öfters mal mit Plastilube geschmiert werde.

Da mir das überhaupt nichts sagt, habe ich mal im Netz danach gesucht und bin eher noch ratloser geworden.

Es ist ein Schmierstoff, welcher z.B. beim Auto-/Scheibenbremseneinbau verwendet wird. Er schmiert nicht nur sondern trennt auch. Es ist ein Schmierstoff, der sich bei Bewegung verflüssigt und im Ruhezustand wieder 'verfestigt'.
Es gibt ihn in Plastiktuben aber (wohl auch für die industrielle Anwendung als Spray).

Hier ein paar Vertreter dieser Schmierstoffgattung:
ATE Plastilube, Produktbeschreibung, Sicherheitsdatenblatt
Teroson VR 500 von Henkel, Infoseite des Herstellers, Technisches Datenblatt, Sicherheitsdatenblatt (das sich allerdings auch auf das Spray bezieht)

Ich habe jetzt etwas Bedenken in folgenden Punkten: Eine Autobremse hat i.R. keine Plastikteile - was bewirkt das Zeug also bei den Plastik- (Plastiklager) oder Lederteile des Spinnrades? Auch sind Autobremsen i.R. weder mit Holzlacken, -lasuren oder Holzölen behandelt ... Was passiert auf Dauer, wenn Plastilube auf diese Oberflächen trifft?
Auch die Sicherheitsdatenblätter beunruhigen mich etwas:
Da wird von der Verwendung von Schutzhandschuhen und Augenschutz (beim Spray) geredet. Kontaminierte Kleidung soll sofort ausgezogen werden. Haut- und Augenkontakt ist zu vermeiden ...

Ich fasse durchaus mal meine Spulen, Spinnflügelachse und ähnliches, was geschmiert werden will, an und trage dabei keine Schutzhandschuhe und will mir auch nicht immer sofort danach die Hände waschen.
Da sind mir so Schmiermittel echt sehr suspekt und ich greife lieber zu Vaseline und Lederfett und muss mir bei Hautkontakt keine größeren Gedanken machen.

Wie haltet Ihr das? Habt Ihr schon mal Euer Rädchen mit Plastilube geschmiert?
Welche Erfahrungen habt Ihr damit gemacht?

Ich habe im Forum noch ein wenig nach Plastilube gestöbert und dies gefunden:
Hummelbrummel hat geschrieben:
- Plastilube
...
Das habe ich jetzt schon öfter als gutes Mittel für Spinnräder gelesen, weiß aber nicht so recht, was ich davon halten soll.
"Plasti-" heißt es wohl eher nicht, weil es so gut mit Plastik harmoniert, sondern aufgrund der besonderen plastischen Eigenschaften (Thixotropie) und ist eigentlich für Bremsen gedacht. Da ich mich in Bremsen aber nicht auskenne, weiß ich schlichtweg nicht, ob die Funktion, die das Zeug da ausübt, mit dem identisch ist, was ich am Spinnrad vorfinde und erreichen möchte. Oder ob es ungewollte Spätfolgen gibt.
Ins Auge gesprungen ist mir auch die Warnung vor der Kombination mit "seifenhaltigen Schmiermitteln", wovon ich nun auch wieder nicht weiß, was das ist.
(und ob ich die vielleicht schon mit dem "Spinnradöl" - dessen Zutaten mir letztlich unbekannt sind aufgetragen habe und daher besser gar kein Plastilube dazutun sollte.

Quelle: Welche Schmiermittel verwendet Ihr - und welche nicht?



Vivilein hat geschrieben:
...
Ansonsten ist Plastilube mein Schmiermittel der Wahl für alles, was lange haften soll - also zBsp. bei *schwätzenden* Spulen, denn da ist Öl ja eher kontraproduktiv - zum einen fliegt es einem um die Ohren, zum anderen verflüchtigt es sich recht schnell. ...

Quelle: viewtopic.php?p=25464#p25464



sarabande hat geschrieben:
...Plastilube habe versuchsweise für die Spulen des Leichtlen Rades genommen, das war zu zäh. ...

Quelle: viewtopic.php?p=25573#p25573



Gitti hat geschrieben:
... Gestern morgen dann habe ich es angesponnen. Mit dem Lace-Flyer und der 1:16 Übersetzung. Ich bin so was von überrascht, wie toll dieses Rad läuft! Ein bisschen Öl an alle Lager, Plastilube für die Spule und Ruhe war! Man hört lediglich den Bremsfaden. Ich vermute mal, das wird aber noch etwas leiser, wenn sich alles ein wenig eingelaufen hat. Meine Famile ist auch angetan davon, weil man es beim Fernsehen gar nicht hört ;) ...

Quelle: Kromski-Sonata-Thread



Gitti hat geschrieben:
...
Doch, schon seit einiger Zeit gibt es von Kromski Spulen mit Kunststoff-Lagern. Und damit spinnt sich das Minstrel flüsterleise! Nur mal kurz Plastilube auf die Flügel-Achse geben, und das war`s schon. Die Spulen mit den Messing-Lagern habe ja immer sehr geklapptert, und mussten auch immer wieder während des Spinnnes nachgeschmiert werden.........

Quelle: Kromski-Ministrel-Thread

_________________

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