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BeitragVerfasst: Sa 21. Jan 2017, 17:18 
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CD-Spindel

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Hallo,

ich habe früher, vor vielen Jahren gerne gesponnen und möchte jetzt wieder anfangen zu spinnen, um dann Kleidungsstücke daraus zu stricken. Ich weiß aber nicht mehr, was für Wolle wir damals versponnen haben und ich kann auch niemanden mehr danach fragen.

Nach wiederholter Recherche nach der für mich am besten geeigneten Wolle bin ich allerdings ziemlich frustriert und völlig überfordert: In der Regel werden die Eigenschaften der Wolle in den Webshops oder Züchterseiten nur unzureichend beschrieben, der Mikronwert fehlt auch oft. Hinweise, für welche Verwendung die Wolle geeignet ist, ebenfalls. Die Verarbeitungsart „Spinnen“ oder „Filzen“ finde ich unzureichend, denn die gesponnene oder gefilzte Wolle wird man ja in der Regel weiterverwenden wollen. Das macht eine Entscheidung für mich sehr schwierig und ich hoffe, dass ich hier ein paar Tipps bekommen kann. Eine Übersicht aller erhältlichen Wollarten mit Mikronwert, Eigenschaften, Verarbeitungsart und Verwendungszweck habe ich bisher nicht finden können – eher über die Schafrassen und deren Geschichte. Aber ich will ja nicht züchten oder das Fleisch essen, sondern als Handspinnerin und Strickerin möchte ich etwas über die Wolle wissen!

Ich habe den Eindruck, dass die meisten einheimischen/europäischen Wollarten eher für gröbere Strickwaren geeignet sind, also für Außenbekleidung wie Jacken, oder für Teppiche. Ich finde auch Angaben wie „feine Wolle“ in Verbindung mit einem hohen Mikronwert widersprüchlich, der ja eigentlich besagt, dass die Wolle grob und kratzig wäre... Wie passt dann das Adjektiv „fein“ zu der Wolle? Ich steige also nicht wirklich durch.

Ich suche eine weiche Wolle, die sich im dünnen Faden spinnen lässt und für Pullover und Strickjacken eignet. Vielleicht auch für Mützen und Schals bzw. für ein großes Halstuch – auf jeden Fall sollte sie auf der Haut nicht kratzen, denn ich möchte mit Kragen stricken und trage auch oft etwas weiter ausgeschnittene T-Shirts darunter, statt Rollkragen-Shirts. Ich habe keinen Platz, um für die verschiedensten Anwendungsgebiete viele verschiedene Wollsorten zu lagern. Ich möchte sie verspinnen und dann verstricken. Ich filze nicht.

Da ich keine Karden habe und auch keinen Platz, um riesige Vliese zu waschen, wären kardierte Wollvliese das Beste für mich. Regionale und ökologische Produktion wäre mir am liebsten.

Ich hatte mir von einem deutschen Bioversandhandel Merinowolle bestellt, allerdings schon versponnen, weil ich dachte, dass Merino den geringsten Mikronwert hat – ich habe deswegen einfach erwartet, dass die Wolle super weich ist. Aber ich finde sie enorm hart und kratzig. Ich verstricke sie natürlich trotzdem, aber das verwirrte mich vollends und es wird eben leider wieder eine etwas gröbere Strickjacke. Ich möchte aber eigentlich mal eine etwas feinere haben.

Mich irritiert ebenfalls die Wolle des Gotland-Schafes: Auf der einen Seite finde ich Felle dieser Schafe unglaublich weich und ich habe deren Wolle schon versponnen, sie wirkt auch in gesponnenem Zustand weich (ich habe Dochtwolle gesponnen), aber der Mikronwert wird ja als recht hoch angegeben. Wie passt das zusammen?

Das Rauhwollige Pommernschaf finde ich interessant und es gibt auch Anbieter von Vliesen in Bioqualität in Deutschland. Aber diese Wolle wäre wohl am besten geeignet, um daraus dickere Jacken für draußen zu stricken, wenn ich die Beschreibungen richtig einschätze.

Dann finde ich noch die Beschreibung der Wolle des Ryeland-Schafes interessant, kann sie aber doch irgendwie nicht richtig einschätzen, ob sie für meinen Einsatzzweck geeignet wäre.

Vielleicht wäre Shetland-Wolle noch was?

Ryeland und Shetland wäre regional und ökologisch sicherlich schwerer zu bekommen... und ist sicherlich auch recht teuer?

Gibt es noch andere Alternativen? Oder Tipps für Bezugsquellen in Deutschland?

Also, das Ganze ist irgendwie ein Mysterium für mich und es wäre toll, wenn mir jemand helfen könnte, die Widersprüchlichkeiten aufzuklären und mir Tipps geben könnte, welche Wolle sich für mich gut eignen würde. Bezugsquellen wären auch toll. Mich durch die vielen Webshop-Seiten durchzuklicken, hat mich jedenfalls vollends verwirrt und kein Stück weiter gebracht.

Vielen Dank!

_________________
Schöne Grüße
Carlina wie die Silberdistel


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BeitragVerfasst: Sa 21. Jan 2017, 22:05 
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CD-Spindel

Registriert: Sa 21. Jan 2017, 16:33
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italia hat geschrieben:
Ich kaufe Alpaka roh Online. italia



Hmmm. Alpaka-Rohwolle. Die habe ich bisher noch nicht verarbeitet. Also weder Erfahrung mit Bezugsquellen aus regionaler Produktion und worauf ich achten müsste noch Erfahrung in der Verarbeitung. Da müsste ich erst mal ein wenig nachlesen. Kannst Du mir dazu ein paar Tipps geben?

Lässt sie sich gut unkardiert verarbeiten? Da Alpaka ja leichter als Schafwolle ist, wieviel Rohwolle benötigt man dann statt dessen? Gibt es irgendwo Hinweise für Anhaltspunkte? Ich möchte halt nicht mitten in der Arbeit feststellen, dass die Wolle für ein bestimmtes Projekt nicht reicht. So ergeht es mir nämlich gerade mit meiner Gotlandschafwolle. Für einen Pullover oder eine Strickjacke reicht das Material nicht. Für eine Weste wird’s auch zu knapp, außerdem trage ich keine Westen. Dann bleibt nicht mehr viel, was man aus so einer kleineren Menge machen könnte. Und nachkaufen geht ja nicht so einfach, weil der Farbton dann nicht passen würde.

Grundsätzlich würde mich Alpaka durchaus interessieren.

_________________
Schöne Grüße
Carlina wie die Silberdistel


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BeitragVerfasst: So 22. Jan 2017, 18:24 
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CD-Spindel

Registriert: Sa 21. Jan 2017, 16:33
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ecd hat geschrieben:
Ok. Vllt. kann dir jemand direkt aus deiner Gegend mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ich bin leider zu weit weg. Oder du findest ne Spinngruppe in deiner Nähe. Kontaktiere doch mal die Handspinngilde.
LG



Ich verstehe nicht ganz, was Du meinst. Jetzt habe ich Dich mal in meinem eigentlichen Thema zitiert, weil hier mein Anliegen ausführlicher beschrieben ist.

Ich hatte gedacht und gehofft, dass es hier Leute mit Erfahrung gibt, die mir weiterhelfen könnten. Denn die Suche und Entscheidung nach dem richtigen Ausgangsprodukt, bevor man anfangen kann zu spinnen, ist ja für alle erstmal gleich, oder nicht? Es bekommt ja sicherlich nicht jeder irgendwelche Vliese geschenkt und wo man erst mal ausprobiert und hinterher überlegt, was man denn damit anstellen kann... Wo man in Deutschland sitzt, ist bei dieser Suche und Entscheidung ja egal. Für mich selbst gilt, dass kaum eine Schäferei nahe genug ist, dass ich da selbst vorbei fahren könnte, da ich kein Auto habe. Und wenn, würde ich das nur machen, wenn ich genau wüsste, dass ich dort bekommen würde, was ich haben möchte. Mir wird nur der Versand bleiben. Also bleibt das Grundproblem, das ich oben ausführlich beschrieben habe.

Ich hoffe, es findet sich noch jemand, der ein wenig auf die Problematiken, die ich beschrieben habe, eingehen kann. Das würde mich wirklich sehr freuen.

_________________
Schöne Grüße
Carlina wie die Silberdistel


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jan 2017, 07:28 
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Fallspindel

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Hallo Carlina,
vielleicht ist deine Frage nicht so einfach zu beantworten wie du denkst :)
was weich ist und was nicht hängt nicht nur von Micronzahlen, sondern auch vom persönlichen Empfinden ab, aber ich verstehe dich ich mag es auch nicht das die meisten Anbieter keine Micronangaben für ihre Wolle machen und statt dessen die eher ungenauen Bezeichnungen sehr fein, fein, etc. verwenden.
Ich spinne schon seit einiger Zeit fast nur Alpakarohwolle von einer deutschen Züchterin, weil das für mein Empfinden die einzige Alternative zu australischer Merinowolle mit 16mic war (alle anderen Wollsorten waren mir zu kratzig).
meiner Erfahrung nach läßt sich diese Faser gut aus der Flocke verspinnen, der Faden wird allerdings ungleichmäßiger, als wenn man kardierte Fasern spinnt, aber ich mag den lebendigen Charakter den das Gestrickte dadurch bekommt.
Ich hoffe das hilft dir ein bißchen
LG
Lea


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jan 2017, 09:05 
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Flügelspinnrad

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Hallo Carlina,

das ist alles wirklich nicht so einfach.
Wie weich man eine Wolle findet, hängt m.e. von mehreren Faktoren ab.

1. Individuelles Empfinden
2. Individuelles Empfinden
3. Individuelles Empfinden
4. Spinntechnik
5. Wollvorbereitung
zu 4 und 5:
Nimm das gleiche Ausgangsmaterial, z.B Rohwolle vom Schaf eines Bekannten (reales Beispiel): Rasse Schwarzkopf
Erst muss man die Wolle sortieren: da fallen dann schon mal gröbere und feiner Partien an.
Davon nehme wir jetzt die feinere:
a) Ich kardiere mit Handkarden und spinne aus den "Kissen" in Faserrichtung im kurzen Auszug mit relativ viel Drall: (Das war meine erste Annäherung an diese Wolle.)
Ergebnis: kratziges, festes Garn, in der Weste mit Massageeffekt und rustikalem Griff. Würde ich nicht am Hals haben wollen.
b) Ich kardiere und mache Rolags (Röllchen), spinne im rechten Winkel zur Faserrichtung im langen Auszug. Ergebnis: Fluffiges, viel weicheres Garn
Wäre für mich gut halstauglich, aber sicher nicht für jeden (siehe 1., 2. 3.)
c) Ich kämme mit Handkämmen und spinne im kurzen Auszug: glattes, geschmeidiges Garn, lange nicht so kratzig wie a). Das ist mein Favorit für die Füße, da empfinde ich diese Socken als kuschlig und wohltuend, vor allem, wenn sie etwas eingetragen sind.
d) Ich nehme die Abfälle von c) kardiere sie und spinne im langen Auszug: Das gibt das weichste und kuschligste Garn von diesem Schaf.
Für mich durchaus sehr halstauglich. (Aber für einen Pulli für meine Bedürfnisse nicht strapazierfähig genug.)
6. Schafrasse: Die einheimischen Schafe haben alle nicht so kuschlige Fasern wie z.B. Australier, die ja speziell auf die weichen Fasern gezüchtet werden. Speziell die Merinos hierzulande werden normalerweise als Fleischschafe gehalten.
7. Individuelle Unterschiede einzelner Schafe, Schafherden (auch die Sortierung spielt eine Rolle, s.o.)
Ich hatte schon verschiedene deutsche Merinokammzüge auf dem Spinnrad: manche fand ich furchtbar (eher stichelig als kratzig, womit ich persönlich auf der Haut schlechter klarkomme, als mit kratzig), andere weich und kuschlig, aber nie so "seifenweich" wie australische Merino.
Wolle ist halt ein Naturprodukt und hierzulande nicht so genormt, dass man darauf vertrauen kann, immer genau die gleiche Qualität zu bekommen.
Eigentlich ist das auch gut so.
Wahrscheinlich hat sogar
8. Das Wetter im Erntejahr
Einfluss auf die Eigenschaften der Wolle.
9. Mirconzahl, Stapellänge, Kräuselung in ihrem Zusammenspiel und gegenseitiger Beeinflussung.
Die Micronzahl allein sagt wirklich nicht viel aus, wie sich das Garn bzw. der Pulli am Ende anfühlt und - wie gesagt - die jeweils passende Spinntechnik spielt m.E, eine viel größere Rolle.

Wenn ich noch ein bisschen nachdenke, fällt mir bestimmt noch was ein...

Du wirst um ein bisschen Experimentieren nicht drumrumkommen....

Carlina hat geschrieben:

Ich suche eine weiche Wolle, die sich im dünnen Faden spinnen lässt und für Pullover und Strickjacken eignet. Vielleicht auch für Mützen und Schals bzw. für ein großes Halstuch – auf jeden Fall sollte sie auf der Haut nicht kratzen, denn ich möchte mit Kragen stricken und trage auch oft etwas weiter ausgeschnittene T-Shirts darunter, statt Rollkragen-Shirts. Ich habe keinen Platz, um für die verschiedensten Anwendungsgebiete viele verschiedene Wollsorten zu lagern. Ich möchte sie verspinnen und dann verstricken. Ich filze nicht.

Da ich keine Karden habe und auch keinen Platz, um riesige Vliese zu waschen, wären kardierte Wollvliese das Beste für mich. Regionale und ökologische Produktion wäre mir am liebsten.




Wenn ich das lese, habe ich ein ganz klare Empfehlung für Dich: BFL (Bluefaced Leicester) im spinnfertig aufbereiteten Zustand als Kammzug - zu spinnen im kurzen Auszug.
Die Fasern sind lang, weich, glänzend und für mein Empfinden meistens sehr kuschlig, daher sowohl für Jacken als auch Tücher geeignet.
(Wobei ich einmal 300g hatte, die waren kurz und stumpf und ich vermute fast, da hat mir ein Händler was falsches eingepackt, oder ich habe eine Charge mit Abweichung erwischt... )
Allein über die "Regionalität" kann ich keine Aussage treffen. Es ist eine englische Rasse.
In Deutschland gibt es keine einzige Wollkämmerei mehr, soweit ich weiß. (Also auch die Kammzüge aus deutschen Wollen, die man hierzulande kaufen kann, z.B. beim Wollmeister, werden, soweit ich weiß, im Ausland gekämmt.)
(Was es hier noch gibt, sind Kardierbetriebe, aber die machen keine Kammzüge, sondern Vlies und Kardenband/Krempelband.)


Wolle, die von Anfang bis Ende regional und ökologisch optimal produziert, dabei sehr weich und immer von gleichbleibender Qualität ist, dürfte es hierzulande eher nicht geben. (Glaube ich jedenfalls, auch wenn ich mir das auch wünschen würde.)

Es gibt kleine Betriebe, die heimische Wolle verarbeiten, die dann eben die Eigenschaften der heimischen Wolle hat.
Die verkaufen auch die spinnfertigen Vliese, die Du oben suchst, aber ob Dir die weich genug sind, musst Du selbst ausprobieren.
Und dann muss man sie natürlich auch noch weich spinnen...
(Ich persönlich mag Wolle mit Charakter, aber da sind wir jetzt wieder bei Punkt 1-3)

Viele Grüße
Hummelbrummel

PS: Am einheimischen Betrieben fallen mir auf die Schnelle z.B. diese ein:
http://wollmeister.de/
http://www.wollpoldi.de/
http://www.buntesschaf.de/
http://www.archehof-ketterle.de/db123.html

_________________
http://www.hummelbrummel.blogspot.de/


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jan 2017, 09:43 
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Flügelspinnrad

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Beiträge: 569
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Noch ein Nachtrag zu den Begriffen:

"Rohwolle":
Das löst bei Spinnern die Assoziation von einem frisch vom Schaf geschorenen Wollberg aus, der dann je nach Vorlieben sortiert, gewaschen, kardiert, gekämmt..... werden muss.
Ich glaube, was Du suchst, würden wir eher "Spinnfasern" nennen, denn die ganze Vorbereitung hast Du ja nicht vor. Also Du willst die Wolle ja nicht "roh", sondern bereits spinnfertig aufbereitet, als Vlies oder vielleicht auch Kammzug.
Ich schreib das nur, um Missverständnissen vorzubeugen.

Micron:
Die Mirconzahl gibt - grob und laienhaft gesagt - die Dicke des Wollhaars an, und zwar einen Mittelwert aus der Fasermenge, die man vor sich hat.
Es liegt nahe, daraus "weich" abzuleiten. Also: Je dünner die Faser, desto weicher das fertige Garn.
Da besteht zwar ein gewisser Zusammenhang, aber da spielen halt noch sehr viele andere Faktoren auch noch eine Rolle, wie weich das Garn wirklich wird.
Und so gibt die Mirconzahl eigentlich nur sehr bedingt einen Anhaltspunkt. Sie ist kein objektiv nutzbarer Vergleichswert für "Weichheit" (sondern eben nur ein Vergleichswert für den mittleren Faserdurchmesser.)

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BeitragVerfasst: Mo 23. Jan 2017, 11:20 
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Tahkli

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Ich habe anfangs die Garne 100 g weise gekauft. Wenn mir das Garn für Schal oder Mütze zu kratzig erschien, habe ich Haussocken gestrickt, die ich über den normalen Strümpfen trage. Und je länger ich mich mit dem Spinnen beschäftige, desto lieber sind mir die griffigen Wollen, am liebsten mag ich Jakobsschaf.
Beim Wollschaf gibt es auch Schnupperpakete, die Mengen reichen für eine kleine Garnprobe. So kann man sich eine Faserkartei aufbauen.
http://www.das-wollschaf.de/osshop/catalog/index.php?cPath=149_97

Gönn dir einen Lernprozess und experimentiere herum. Es gibt viel zu Entdecken.


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jan 2017, 15:05 
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CD-Spindel

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Ganz herzlichen Dank, lea67, Hummelbrummel und Tulipan für Eure Antworten.

Es dauert ein wenig, darauf zu antworten, ich melde mich später wieder. Danke!

_________________
Schöne Grüße
Carlina wie die Silberdistel


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jan 2017, 18:09 
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CD-Spindel

Registriert: Sa 21. Jan 2017, 16:33
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lea67 hat geschrieben:
Hallo Carlina,
...
LG Lea


Hallo Lea,

vielen Dank für Deine Antwort.

Natürlich ist mir klar, dass die Empfindlichkeit von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Aber ich habe ja geschrieben, was mir Probleme bei der Entscheidungsfindung bereitet.

Alpaka hatte @italia auch schon angesprochen. Damit habe ich bisher noch keine Erfahrung, aber käme für mich inzwischen wohl sogar auch in Frage. Eine Quelle habe ich im Internet finden können, die recht aussagekräftig ist. Darf ich Dich dazu per PN anschreiben? Das wäre toll, danke.

Aus der Flocke verspinnen, könnte ich mir ebenfalls vorstellen, wenn das Vlies so ist, dass es gut flutscht. Wenn es zu sehr verklebt ist, wäre es mir wohl etwas zu mühsam. Aber den Tipp, einen Hundekamm (alternativ eine Hundebürste) zum vorsichtigen Lockern und Kämmen zu verwenden, habe ich schon gelesen, das wäre eine gute Idee. Effektgarn möchte ich nicht spinnen, aber natürliche Ungleichmäßigkeiten sind beim Spinnen ja normal. Ein absolut gleichmäßiges Garn würde ich sowieso nie hinbekommen.

Kannst Du mir noch etwas zum Gewicht sagen? Kann man ungefähr sagen, wieviel Gramm Alpaka ungefähr einem kg Schafwolle entspräche, bei gleicher Spinnart und Fadendicke?

_________________
Schöne Grüße
Carlina wie die Silberdistel


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BeitragVerfasst: Mo 23. Jan 2017, 18:38 
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CD-Spindel

Registriert: Sa 21. Jan 2017, 16:33
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Land: Deutschland
Tulipan hat geschrieben:
...Jakobsschaf... Schnupperpakete...Faserkartei...


Hallo Tulipan,

auch Dir vielen Dank für Deine Antwort.

Wenn ich mich mit Haut und Haaren in die Wissenschaft des Spinnens stürzen wollen würde und Lust hätte, alles Mögliche mal auszuprobieren, wie es kommt, wären Spinnproben und eine selbst aufgebaute Faserkartei sicherlich eine sinnvolle Sache. Vielleicht mache ich das tatsächlich mal. Ich möchte das Spinnen aber nicht als ausschließliches Hobby betreiben (jedenfalls jetzt nicht), sondern möchte für eine gezielte Verarbeitung spinnen. Leider bekomme ich im Handel selten die Kleidungsstücke, die meinem Geschmack entsprechen (Material, Schnitt, Passform), also versuche ich, meinem Bedarf entsprechend selbst herzustellen.

Bitte verstehe mich nicht falsch, grundsätzlich stimme ich Dir zu, aber in meinem Fall möchte ich mal etwas angehen, ohne daraus eine „Doktorarbeit“ machen zu müssen.

Das Jakobsschaf werde ich mir mal genauer ansehen, danke für den Tipp.

_________________
Schöne Grüße
Carlina wie die Silberdistel


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