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BeitragVerfasst: Do 21. Jun 2012, 18:00 
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Kreuzspindel

Registriert: So 17. Jun 2012, 17:25
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Hallo Sigrid,
lieb, dass du mir deine Vorgehensweise beschrieben hast. Hab mittlerweile auch so ziemlich alles ausprobiert, was mir vorgeschlagen wurde und finde, dass das Kämmen (im Moment mit einem Holzkamm, den ich daheim habe) das Angenehmste ist, weil ich dabei viel, viel, viel Einstreu rausbekomme und keine Knötchen mehr habe :D
Die gekämmt "Haarbüschl" habe ich dann vorsichtig ausgezogen, sodass ein Band (Kammzug?) entstanden ist.
Kannst du mir vielleicht noch verraten, was "Punis" sind??

Danke und liebe Grüße aus Tirol


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BeitragVerfasst: Fr 22. Jun 2012, 12:40 
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Taiga-Rad

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Ich bin zwar nicht Sigrid, aber Punis ist das indische Wort für kardierte Röllchen (dort aus Baumwolle). Der praktische Unterschied zwischen Punis und Rolags (englisch, normalerweise aus Wolle) ist, dass man Rolags möglichst locker macht, während Punis möglichst komprimiert werden.

Ob man Alpaka waschen soll oder nicht ist Geschmackssache - die Tierchen lieben Staubbäder und Leute, die viel Alpaka spinnen, sagen ungewaschen schmirgelt es zu viel - ich weiss von jemandem, der tiefe Schlitze in Haken und Einzugsöffnung seines Majacraft-Rades hat und es aufs ungewaschene Alpaka schiebt.

Ich will den Dreck schlicht nicht in der Wohnung haben...

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Do 2. Aug 2012, 08:41 
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Tahkli

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Ich bin absoluter Rohwollverarbeitungsangfänger und habe mir Alpakawolle schicken lassen.
Gewaschen habe ich sie vor dem Kämmen mit destilliertem Wasser, indem ich alles in einer Wäschewanne draußen in der Sonne habe stehen lassen. Die Wolle habe ich vorher ein paar mal untergetaucht und zwischendurchauch mal gewendet. Das hat meines Erachtens gut funktioniert. Es ist sehr viel Sand dabei herausgekommen der sich praktischerweise unten abgesetzt hat während die Wolle oben schwamm. Nun bin ich gerade beim Kämmen und beim Herauslesen der gröberen Teile und stelle fest, dass es doch eine ganz schöne Geduldsarbeit ist. Auf das Waschen als ersten Arbeitsgang werde ich, nachdem ich gesehen habe, wieviel Dreck dabei herausgekommen ist, nicht mehr verzichten wollen.


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BeitragVerfasst: Do 2. Aug 2012, 11:09 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
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Das mit dem Dreck sehe ich auch so...

Wieso hast du destilliertes Wasser genommen? Das muss man normalerweise doch kaufen, oder sitzt du an irgendeiner Quelle?

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Do 2. Aug 2012, 18:47 
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Kreuzspindel

Registriert: So 17. Jun 2012, 17:25
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Land: Oesterreich
Mir wäre es auch lieber, wenn die Wolle sauber wäre, aber ich traue mich nicht sie zu waschen, weil ich befürchte, dass ich dann nicht mehr so schöne Strähnen habe und sie nicht mehr gut kämmen kann.
Bei mir funktioniert die von Klara vorgeschlagene Methode mit dem Auskämmen einzelner Strähnen am besten und ich mache es im Moment so :)
Warum du destiliertes Wasser nimmst, würde mich auch interessieren.


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BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 11:58 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
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Probier's halt einfach mit ein paar Strähnen, die du entweder in Moskitonetz einschlägst (oder Zwiebel/Karotten/Kartoffelsäckchen - manche Leute haben auch Wäschenetze) oder in eine Plastikkiste mit löchrigem Boden legst (gibt's zu kaufen - v. a. in Läden für Ladenbedarf - oder eventuell gegen Trinkgeld beim Lebensmittelhändler, oder im Miniformat als Zugabe zu 6er-Packs Tomatenpflänzchen) und eine zweite obendrauf, damit die Strähnen nicht rausschwimmen können.

Der Trick für geordnetes Waschen ist, sich Zeit zu nehmen und nur kleine Mengen auf einmal zu verarbeiten (mit knapp drei Kilo Wolle in einer Stunde und 4 Becken habe ich gerade einen Haufen Filz produziert).

Ciao, Klara

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BeitragVerfasst: Fr 3. Aug 2012, 18:26 
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Kreuzspindel

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Werd ich mal versuchen. Danke :D


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BeitragVerfasst: Sa 25. Aug 2012, 08:58 
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Tahkli

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Destilliertes Wasser habe ich genommen, weil ich befürchtete, dass die Wolle durch den Kalk im Wasser hart wird. Ich habe gelesen, dass viele Spinnerinnen Regenwasser verwenden. Nur empfinde ich den Regen bei uns im Ruhrgebiet nicht als sauber. Und da es sich um eine ganz kleine Menge Rohwolle handelte, die - wie sich im Nachhinein herausgestellt hat - im Vergleich zu einer anderen Portion Alpakawolle wohl doch sehr sehr sauber war, blieb auch die Menge des benötigten Wassers überschaubar.

Ich habe inzwischen eingesehen, das destilliertes Wasser auf Dauer bei größeren Mengen und höheren Verschmutzungsgraden zu teuer wird und habe die nächste Partie in der Badewanne mit normalen lauwarmen Leitungswasser und etwas Spülmittel nach dem gleichen Prinzip gewaschen. Dabei habe ich allerdings den befürchteten Effekt festgestellt: Einige Lockenspitzen sind nach dem Trocknen zusammengebacken und hart. Die nächste Überlegung wäre, beim nächsten Mal statt Spülmittel etwas Wollwaschmittel beizugeben.

Die Strähnen sind mir trotz mehrerer Waschgänge erhalten geblieben und im Gegensatz zur ersten Charge waren diese auch nötig. Zudem fallen nach einem gründlichen Waschen die Streureste einfach so heraus und ich überlege schon, ob ich lediglich die harten Spitzen auszukämme und ansonsten auf die lästige Kämmerei verzichten kann.


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