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Forum rund um das Spinnen mit Spinnrad und Handspindel
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BeitragVerfasst: Fr 20. Aug 2010, 22:11 
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Fallspindel
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Hier mal kurz meine Erfahrungen mit Hundewolle: Die Bobtails, die ich vor vielen Jahren (ca. 30...) mal versponnen habe, "dufteten" seeehr ausgeprägt nach Hund. Da die Haare aber schon beim scharf ansehen zum Verfilzen neigten (superweich und superfein), habe ich sie lieber nicht noch dem Waschwasser ausgesetzt - die Klümpchen hätte ich nie wieder auseinander gekriegt. Also zu einem rustikalen unregelmäßigen Garn versponnen und erst dann die fertigen Stränge gewaschen - ging gut, danach muffelten die Stränge aber immer noch leicht (besonders, so lange sie noch feucht waren). Die Hundebesitzerin war zufrieden und wollte sich eine Jacke daraus stricken (habe ich aber nicht mehr zu sehen bekommen).
Unser erster eigener Hund war ein Schäferhund - zu wenig und zu kurze Unterwolle, eher ungeeignet. Sein Eigengeruch war aber nicht so schlimm wie die Bobtails!
Jetzt haben wir einen jungen Eurasierrüden - Unterwolle reichlich und fein gekräuselt, und so gut wie ohne Hundeduft!! Eurasier haben ein praktisch selbstreinigendes Fell, deshalb benötigen sie auch kaum Fellpflege - einmal pro Woche durchbürsten reicht völlig aus, Baden ist absolut unnötig! Dafür haben Eurasier einen ausgeprägten Fellwechsel, dann schieben sie einige Wochen ihre Unterwolle büschelweise raus. Ich habe jetzt alle zwei Tage diese Flocken mit einem groben Kamm aus dem Pelz "geharkt" und gesammelt, bisher sind fast 200 Gramm zusammen gekommen (jetzt ist der Fellwechsel fast durch).
Heute habe ich mein altes Spinnrad aus dem Dornröschenschlaf geweckt und die ersten Meter versponnen, wird ein schönes Garn! Ich muss es aber noch zwirnen (Stabilität), wenn ich meine technischen Probleme behoben habe - meine dritte Spule hat sich über die Jahre verflüchtigt...

Eurasierwolle als Garn ist anerkannt schön und beliebt, auch weil es so wenig (bis gar nicht) riecht. Auf der Jubiläumsausstellung (50 Jahre Eurasier) in Alsfeld gab es im Rahmenprogramm auch eine "Modenschau" mit traumhaften Jacken und Mänteln aus Eurasierwolle! In dem Bericht ist weiter unten ein Bild davon - hier der Link zu dem Veranstaltungsbericht des Zuchtvereins: http://www.eurasier-klub.de/de/cms/html ... sfeld.html

Schöne Grüße
Cornelia + Churchill vom Darrhof

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Alles rund um unseren Eurasier siehe: http://www.churchill-vom-darrhof.de
Und einen Blog habe ich jetzt auch: http://eurasierwolle.blogspot.de/


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BeitragVerfasst: So 22. Aug 2010, 18:08 
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Tahkli

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Hallo Eurasierwolle,

Ich habe 3 DoKhyis deren "Winterfell" ich spinne.

Dabei habe ich festgestellt, dass die Haare von 2 meiner Hunde überhaupt nicht riechen. Der dritte Hund riecht schon etwas "würziger" nach Hund, zu diesen Haaren gebe ich solange sie lagern ein Säckchen Lavendel.
Nach dem spinnen und dem Entspannungsbad riecht diese Wolle aber nicht mehr.

Ich habe auch schon Schäferhund gesponnen. Diese Haare haben auch etwas gerochen, aber nach dem Bad war der Geruch auch weg.


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BeitragVerfasst: Mi 25. Aug 2010, 19:05 
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Fallspindel
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Hallo Else,
ich könnte mir vorstellen, dass die Unterschiede zwischen Deinen Hunden auch hormonell bedingt sein könnten - je nach Hündin oder Rüde, kastriert oder komplett? Es könnte auch mit der persönlichen Stellung innerhalb des "Rudels" zusammenhängen, die hundeeigenen Düfte bestimmen ja nicht unwesentlich den Umgang untereinander (wobei Hunde mit ihrem ultrafeinen Geruchssinn noch ganz andere Nuancen riechen und unterscheiden). Also Hunde, die für unsereins nahezu "geruchslos" sind, haben für Hundenasen sicher auch ein "persönliches Parfüm", das wir Menschen nur nicht wahrnehmen können.
Wenn die Haare vom Hund "getrennt" worden sind, lässt sich Duft mehr oder weniger leicht auswaschen, die Haare werden ja nicht mehr vom Hund "nachparfümiert".
Ist mal so eine Idee von mir, ganz ohne wissenschaftlichen Anspruch!
Liebe Grüße
Cornelia + Churchill

P.S.: Hatte Deine DoKhyis mal gegoogelt - imposante Hunde!!! Bei der Größe kommt was zusammen, und dann noch mal drei...

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BeitragVerfasst: Mi 25. Aug 2010, 19:14 
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Großes Wollrad

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irgendwo hatten wir da glaub ich schon mal nen thread oder evlt bei Petzis, weiss nicht mehr genau

Also ich hab ja unter anderem für mein Faserlexikon schon sehr viele versch. Hundewollen versponnen
Es gibt zwar schon Rassen, die tendenziell nicht so stark riechen
Eurasier eben oder Samojeden, aber Ausnahmen gibts auch.
Und bisher konnte ich das nicht am Geschlecht festmachend

So ganz dahintergekommen bin ich noch nicht, woran der Geruch liegt
in Frage kämen neben der Rasse auch Alter und Fütterung des Tieres

Karin


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BeitragVerfasst: Do 26. Aug 2010, 11:53 
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Tahkli

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Fütterung glaube ich eher nicht, weil meine drei Hunde das gleiche Futter bekommen.

Alter, ich weiß nicht, Padma liegt in der Mitte von meinen dreien?

Vermutlich wird eher Geschlecht, kastriert, nicht kastriert oder... die Ursache sein.

Oder ist es einfach wie beim Menschen: Der eine riecht mehr, der andere weniger. :)


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BeitragVerfasst: Do 26. Aug 2010, 12:27 
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Großes Wollrad

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Elpa hat geschrieben:
Oder ist es einfach wie beim Menschen: Der eine riecht mehr, der andere weniger. :)


würde ich am ehesten vermuten :-)))

Wie gesagt, bei meinen Test´s waren Weiberl, Rüden ob Kastriert oder unkastriert weiss ich nun nicht , aber am Geschlecht konnte ich es nicht festmachen.

Bei uns im Haus mit den Zweibeiner ist es so, dass Rebecca deutlich mehr duftet, als Männe oder Daniel, obwohl man ja eigentlich vom würzigeren Männerschweiss ausgeht ;-)

Karin


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BeitragVerfasst: Do 26. Aug 2010, 12:35 
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Taiga-Rad
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Das ist eindeutig und total individuell. Ähnlich verhält es sich beim Hund mit dem Zahnstein. Bei gleicher Fütterung entwickelt der eine richtige Tropfsteinhöhlen während der andere blendend weisse Zähne hat.

Rüden riechen (kastriert oder intakt) nicht mehr als Hündinnen. Meine Amati (intakte Eurasierin) riecht mehr als Merlin (intakter Eurasier).


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BeitragVerfasst: Do 26. Aug 2010, 15:40 
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Tahkli

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Vermutlich müssen wir es dann so nehmen wie es ist.

@Eurasierwolle: Züchtest Du Eurasier?

Unsere Hündin kommt aus England. Die Züchterin züchtet Eurasier und DoKhyis.
Ja, bei drei Hunden kommt eine ganz schöne Menge Wolle zusammen. Nur manchmal wünschte ich mir, die Haare würden allein ausfallen ohne bürsten. ;)


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BeitragVerfasst: Fr 27. Aug 2010, 07:13 
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Fallspindel
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@ Elpa
Wir haben "nur" einen jungen vielversprechenden Rüden (wird jetzt 18 Monate), wenn alles klappt, wird er nächstes Frühjahr bei der Körung zum Deckrüden. Dann bekommen die Besitzer einer vererbungsmäßig passenden Hündin unseren Churchill als möglichen Deckrüden vorgeschlagen, wenn für die Hündin ein Wurf beantragt wird. Die Zucht ist bei den drei großen deutschen Eurasiervereinen ganz streng reglementiert, da darf nicht einfach jeder mit jedem, wie er möchte! Manchen erscheint solch eine Planzucht vielleicht sonderbar, aber es ist für die Gesundheit der Hunde nur gut. Die Eurasier feiern dieses Jahr gerade 50-jähriges Jubiläum, es ist also eine verhältnismäßig junge Rasse. Durch die strenge Planzucht ist es gelungen, dass die Hunde ein schon sehr einheitliches Erscheinungsbild haben (die vielen Farbvarianten sind gewollt) und erbliche Defekte (z.B. Hüftgelenksdysplasie) sehr gering gehalten werden konnten. Und - das finde ich besonders bemerkenswert - es werden keine Eurasierwelpen "auf Vorrat produziert"! Eine Hündin bekommt nur eine Freigabe für einen Wurf, wenn genügend Interessenten für einen Welpen bei den Welpenvermittlungen der Vereine angemeldet sind. So wird praktisch jeder kleine Eurasier schon sehnsüchtig erwartet, wenn er/sie auf die Welt kommt! Es ist eine reine Liebhaberzucht ohne Händler oder Massenzüchter oder Geschäftemacherei, bei denen die Hunde die Leidtragenden sind.

Ein bisschen Bürsten zur "Wollgewinnung" ist aber auch nicht verkehrt, sonst würden die Büschel ja überall hin fallen - auch in Matsch und Pfützen... :roll: Ich "ernte" Churchills Unterwolle alle zwei Tage mit einem grobzinkigen Kamm und kann die Flocken gleich (ohne Umweg über den Fußboden) sauber eintüten. Aber nun ist die Ernte für dieses Jahr vorbei, fast 200 Gramm warten nun aufs Spinnrad.

Liebe Grüße
Cornelia + Churchill

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BeitragVerfasst: Fr 27. Aug 2010, 10:15 
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Tahkli

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Diese verantwortungsvolle Zucht finde ich sehr gut.

Wenn die Welpen schon sehnsüchtig erwartet werden, dann kann man einigermaßen sicher sein, dass sie in gute Hände kommen.
Sicher ist es dann auch so wie bei den DoKhyis, dass die Hunde, sollte es nicht funktionieren, zum Züchter zurückgegeben werden müssen.

Von den DoKhyis gibt es auch nicht jedes Jahr Welpen. Sie sind also auch sehr begehrt. Obwohl ich sagen muss, dass es eine ziemlich schwierige Rasse ist.

Dieses Jahr habe ich von meinen Hunden 6 30l Mülleimerbeutel Haare "geerntet". Ich bewahre sie dann in Kopfkissenbezügen mit Lavendelsäckchen auf.
Einen Teil davon habe ich gesponnen. Bei mir hat jeder Hund andere Haare von kuschelweich bis etwas drahtig.

Zeig doch mal was von Deinem Hunde-Gesponnenen.


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