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 Betreff des Beitrags: Waldschaf-Lamm-Rohwolle
BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2012, 11:28 
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Akha-Spindel
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Ich habe Lammwolle vom Waldschaf erst kalt eingelegt, dann heiß gewaschen. Schon beim kalten Durchgang habe ich gesehen, dass durchgängig an der Schnittstelle weiße Fettklümpchen sind. Diese haben sich auch beim heißen Waschen mit Spülmittel nicht aufgelöst. - Bisher habe ich Wascherfahrung mit Merino, Bergschaf und Waldschafmischling - allerdings keine Lammwolle. Eine solche Verklumpung hatte ich noch nie.

Kann Jemand von Euch was dazu sagen? Ist Lammwolle vielleicht fettiger? Kann ich die Wolle noch "retten"? Man kann es auskämmen, ist aber ein Wahnsinnsaufwand, von dem ich denke, dass es sich bei Waldschaf - wenn auch Lamm - nicht lohnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Waldschaf-Lamm-Rohwolle
BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2012, 15:26 
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Großes Wollrad

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Bist Du Dir sicher, dass es Fett ist, oder sinds Hautschuppen? Ich vermute eher letzteres, denn die quellen im Waser auf, und lösen sich nicht, durch Spülmittel und Waschsubstanzen.
Wenns Fett ist, dann evlt mal mit Soda testen, nicht zu heiss und kurz.
Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Waldschaf-Lamm-Rohwolle
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 11:42 
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Akha-Spindel
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Wenn es Hautschuppen wären, würden die doch sicher beim Aufzupfen rausfallen, oder? Das Zeug ist auch eher eine Spur klebrig, deshalb denke ich an Fett...? Na, dann probier ichs mal mit Soda. Danke!

Beate


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 Betreff des Beitrags: Re: Waldschaf-Lamm-Rohwolle
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 13:34 
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Spinning-Jenny
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Zitat:
Wenn es Hautschuppen wären, würden die doch sicher beim Aufzupfen rausfallen, oder? Das Zeug ist auch eher eine Spur klebrig, deshalb denke ich an Fett...?

mhh ... vielleicht sind es ja mit Wollfett verklebte Hautschuppen?
Ist die Rohwolle frisch? ... oder schon länger gelagert?

Bei länger gelagerter Rohwolle könnte es evtl. verharztes Wollfett sein, dass sich dann nur sehr schwer entfernen lässt.

Zitat:
Ich habe Lammwolle vom Waldschaf erst kalt eingelegt, dann heiß gewaschen. Schon beim kalten Durchgang habe ich gesehen, dass durchgängig an der Schnittstelle weiße Fettklümpchen sind.


Was für Wasser und welche Art von "Reinigungsmittel" hast Du genommen?
Falls das Wasser kalkhaltig war und Du ein Waschmittel genommen hast, wo noch kein Wasserenthärter mit dabei war, könnte sich Kalkseife gebildet haben.
(Erinnere mich da mit Grausen an eines meiner Waschergebnisse mit Neutral- oder grüner Seife, wobei das allerdings eher gleichmäßig in der Wolle verteilte Rückstände ergab)

Ich könnte mir vorstellen, dass es an zu kaltem Wasser und/oder zu wenig Waschmittel beim Waschen bzw. sogar beim ersten Waschgang liegen könnte. So hatte die "Mischung" zu wenig Power um das Fett und den Schmutz völlig aufzulösen und auszuschwemmen. Er (Fett/Schmutz) wurde nur angelöst und hat sich anschließend wieder verklumpt und noch mehr verklebt als vorher.

Aus genau diesen Gründen bin ich persönlich überhaupt kein Fan vom kalt Waschen oder Einweichen. Ich lege sofort mit heißem Wasser und ordentlich (genügend) Waschmittel los. Meiner Erfahrung nach der beste Weg solche Fettverklumpungen zu vermeiden.
Wg. dem Kalkproblem verwende ich ein günstiges Wollwaschmittel aus dem Discounter. Meiner Meinung nach ein sicherer Weg als gleich zur Keule mit Soda zu greifen. (Mit Soda kann man die Wolle schnell schädigen und die Fasern brüchig machen, wenn man zu viel nimmt oder zu lange anwendet).

Mir selbst sind diese "Klümpchen" auch schon oft begegnet und nach meiner Erfahrung lassen sie sich am besten vermeiden, in dem man gleich mit heißem Wassen und viel Wollwaschmittel anfängt zu waschen.

Teilweise habe ich Fasern mit solchen "Klümpchen" verarbeitet und diese Teile einfach ignoriert. Sind es nicht allzu viele verteilt sich das ganze beim Kardieren gleichmäßig und wäscht sich später im versponnenen Garn nach und nach raus.

Das erste Mal sind sie mir begegnet, als ich von einer anderen Spinnerin Wolle bekam "nur in Regenwasser und Waschmittel schonend gespült und mit noch hohem Wollfettanteil" bekommen habe.
Selbst wenn man kein Waschmittel zusetzt beim "Einweichen" der Rohwolle, bildet sich durch den Wollschweiß und das Wollfett von alleine etwas Seife, die dann das Wollfett "angreifen" d.h. verändern und Verlkumpen lassen kann.

_________________

Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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 Betreff des Beitrags: Re: Waldschaf-Lamm-Rohwolle
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 15:06 
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Akha-Spindel
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Die Wolle war ganz frisch - 1 Woche nach der Schur. Allerdings hatte ich zuvor ohne Waschmittel kalt eingeweicht und dann sehr heiß mit sehr viel Spülmittel gewaschen. - Das war wie gesagt noch bei keiner anderen Wolle ein Problem. Wenn es sich um diese unselige Kalkverbindung handeln würde, wäre das ja sonst auch immer passiert.

Es sind aber tatsächlich soo viele Klümpchen, dass ich so gar nicht normal kardieren kann. Ich habe angefangen, die Locken - so noch vorhanden - mit der Flickkarde auszukämmen. Ist aber sehr mühsam und die Frage wie gesagt, ob sich das bei Waldschaf - wenn auch Lamm - lohnt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Waldschaf-Lamm-Rohwolle
BeitragVerfasst: Mi 30. Mai 2012, 15:59 
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Großes Wollrad

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Nein die Hautschuppen lassen sich meist durch Ausschütteln nicht entfernen weil sie mit den Haaren verbunden sind. Die Haare stecken da mittendrin, wenn man sichs genauer anschaut.
Sind keine losen Hautschuppen.
Allerdings sind sie trocken noch besser zu entfernen als nass, weil sie durch die Feuchtigkeit quellen. Aber schütteln reicht nicht, eigentlich geht nur kämmen und ist recht mühsam, wie Du ja auch schon festgestellt hast.
Wenns frische Wolle war ( und kein verharztes Lanolin durch Lagerung) tippe ich wirklich auf Hautschorf.
Sind manchmal richtig klebrige Batzen.

Ich drück Dir die Daumen, dass Du´s rauskriegst.

Kalkseife hatte ich im übrigen noch nie bei meiner selbstgewaschenen Wolle, obwohl wir hier sehr kalkhaltiges Wasser haben, und ich immer vorher kalt weiche ( mit Regenwasser), dann aber doch gut warm und mit Spüli rangehe. Ich mag die Wolle zum spinnen nicht gerne fett.

Karin


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