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 Betreff des Beitrags: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Di 15. Jul 2008, 17:34 
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Geisterwesen aus dem alten Forum

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im alten Forum schrieb zarah am 01.05.2006 - 23:48:

Und wie sieht es mit der Qualität aus? Ich brauche ein Arbeitstier, das mir jeden Tag mindestens ein Stündchen zur Verfügung steht, ohne kaputtzugehen und sowohl mit gröberem Schaf als auch mit feinstem Alpaka klarkommt. Gibt es sowas?BildUnd das auch noch unter 500 Euro?
Könnt ihr mir da eine gute Kardiermaschine empfehlen? Womit arbeitet ihr? Was gefällt euch an eurer Maschine, was würdet ihr anders haben wollen?
Ist ja nun doch ganz schön viel Geld, und das einzige Ausrüstungsteil, wo ich mir nicht zutraue, es selbst zu bauen. Aber wenn ich es schon kaufe, dann soll es natürlich auch was taugen.
Habt ihr Erfahrungen mit den Strauch-Maschinen? Sind die das Geld wert, das sie kosten?

Grüsse
Sarah


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Di 15. Jul 2008, 17:35 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 03.05.2006 - 01:34


Huhu Sarah

zarah schrieb
    das mir jeden Tag mindestens ein Stündchen zur Verfügung steht,



mhhh ... wenn Du so viel kardieren willst, lohnt sich ja eigentlich schon die Überlegung, eine motorbetriebene Trommelkarde anzuschaffen.
Mit den Handkurbel-Karden ist es nämlich immer noch eine ziemliche Arbeit und an 1 kg Wolle sitzt man schon ziemlich lange.

zarah schrieb
    und sowohl mit gröberem Schaf als auch mit feinstem Alpaka klarkommt.



Ich glaube, da wird es schwierig werden, wenn Du sowohl sehr, sehr feine und aber auch sehr grobe Fasern kardieren möchtest. Da solltest Du Dir wirklich überlegen, was Du mehr verarbeiten möchtest und danach Deine Karde bzw. die Dichte des Kardenbelages danach aussuchen. Wahrscheinlich müsstest Du da in die ein oder andere Richtung Prioriäten setzen.

Zwar ist es meist nicht so, dass Du auf einer Karde mit grobem Belag nichts Feines verarbeiten kannst ... aber evtl. sind dann mehr Arbeitsgänge notwendig und/oder das Ergebnis wird halt doch nicht ganz so gut wie mit einer Karde für feine Fasern (feiner Belag etc.).

Genauso kann man mit einer feinen Karde auch meist gröbere Fasern verarbeiten. Aber ein feinerer Belag ist halt auch empfindlicher und man muss dann vorsichtig sein ...

Wobei man aber auch nicht nach der Nadeldichte (Feinheit des Kardenbelags) alleine gehen kann. Auch die restlichen Konstruktionsmerkmale spielen eine Rolle u.U. ist die zwar gröber benadelte Karde von Marke A doch etwas besser für ganz feine und glatte Fasern geeignet als die etwas feiner von Marke B. ...

Es ist schwierig, per "Ferndiagnose" eine Kardiermaschinen-Empfehlung zu geben. Auch da spielen viel die persönlichen Vorlieben mit, wie man die Fasern vorbereitet für das kardieren, was man kardieren will und mit welchem Ergebnis man zufrieden ist.

In einer älteren Spin-Off war mal ein schöner Trommelkardentest mit vielen unterschiedlichen Marken. Da wurde u.a. auch die Verarbeitung unterschiedlcher Fasern getestet. Weiß leider nicht auswendig, in welchem Heft :wacky:

Wenn Du möglichst vielseitig sein möchtest, solltest Du mal nach amerikanischen Trommelkarden Ausschau halten, für die man große Austauschtrommeln mit unterschiedlicher Benadelung als Zubehör kriegt (z.B. bei einigen Pat Green - Kardern ...)

zarah schrieb
    Habt ihr Erfahrungen mit den Strauch-Maschinen? Sind die das Geld wert, das sie kosten?


Ich weiß nicht, ob Du hier viele Spinner finden wirst, die schon Erfahrungen mit Strauch-Kardern machen konnten. Strauch-Karder werden erst seit kurzem in Deutschland vertrieben. Da lohnt es evtl. mal auf einer amerikanischen Mailingliste oder so nach Erfahrungen mit Strauchkardern zu fragen.

Ich selbst konnte mir noch keine "richtige" Trommelkarde anschaffen. Ich habe nur eine "geerbte" Ashford-Mini-Trommelkarde. Diese wurde nur sehr kurz verkauft und ist im Prinzip wie die großen, blos halt von den Abmessungen viel kleiner. Sie hat denselben Belag, wie die feine normale Ashford-Trommelkarde. Ich kann nur sagen, es hat seine Gründe, warum sie nicht mehr hergestellt wird (durch die sehr kleine Trommel, können nur sehr kurze Fasern verarbeitet werden und durch den engen Umfang, lässt sich das Vlies sehr schlecht von der Trommel abnehmen und grobes mag sie auch nicht so ....).

Von der Robustheit der Louet-Karden bin ich total beeindruckt. Ich konnte diese schon mehrfach ausprobieren und habe sie auch schon im "hardcore"-Einsatz bei Schafschurfesten erlebt, wo Unkundige und Kinder damit herumexperimentieren konnten (meine kleine Baby-Ashford hätte sich wohl bei gleichrauher Behandlung bestimmt in seine Bestandteile aufgelöst).
Die Louet-Karden sind extrem grob benadelt (es gibt2 unterschiedliche Benadelungsdichten). Wobei die Zahlen nicht unbedingt vergleichbar sind, weil sie einen besonderen Belag haben, mit extra langen Nadeln, die ineinandergreifen (deswegen machen sie beim kardieren so ein komisches Geräusch ... bei anderen Kardern sollen/dürfen sich ja die Nadeln nicht berühren).
Ich weiß nicht, ob die Louet-Karden und besonders die mit dem groben Belag, für die Verarbeitung von solch feinen Fasern wie Alpaka geeignet wären. Da habe ich so meine Zweifel.

Was mir auch noch sehr wichtig wäre, dass der Antrieb (Riemen etc.) gekapselt ist d.h. ein Schutz drumherum ist, so dass keine Fasern sich dorthinein verirren können. Bei meiner kleinen Karde haben sich nämlich schon wieder Fasern um die Achsen gewickelt, so dass ich sie wieder auseinanderbauen kann, um diese zu entfernen Bild.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Di 15. Jul 2008, 17:37 
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Geisterwesen aus dem alten Forum

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im alten Forum schrieb Euredike am 25.05.2006 - 11:19:

Hallo, dieses Thema interstiert mich auch sehr. Denn ich möchte mir zum Geburtstag ein Kadiertier anschaffen.
Bis jetzt konnte ich nur kurze Erfahrungen mit der Ashfortmaschiene sammeln. Und hatte da schon befürchtet diese mit Gotlandflocken gekillt zu haben. BildDoch got sei dank war dem nicht so.
Ich habe mal bei einer beschreibung der Karde gesehen, das sie die vorteil hätte, das man die Trommel verschieben kann um mit verschiedenen Fasern klar zu kommen. Sie ist recht fein benadelt. Hab nämlich Louet Handkarden hier und die sind recht grob . Was mir aber mitlerweile sehr gefällt, denn dadurch fällt ne Menge Dreck aus der Wolle, wärend mit der Ashforttrommelkarde, der Kram rein gekämmt wird.
Also liebe Kadiertierbesitzer, erzählt mal was. Wie ist die Ashfort, Louet oder die von Ella und Tom herstellte Karde ???
Gruß Euredike


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Di 15. Jul 2008, 17:39 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 29.05.2006 - 16:21


Hallöchen,
nur so eine Idee ...
Wie wär's, wenn ich ein Unterforum "Trommelkarden-Vorstellungen" einrichte und wir für jede Karde einen eigenen Thread anfangen, um dort Infos und Erfahrungen zusammenzusammeln?

Was haltet Ihr davon?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Di 15. Jul 2008, 17:40 
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Geisterwesen aus dem alten Forum

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im alten Forum schrieb zarah am 29.05.2006 - 18:40:

Bild

Jaaa! Ich hab mich nämlich auch immer noch nicht entschieden, will noch mehr über Kardiermaschinen wissen!

Grüsse
Sarah


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Do 11. Apr 2013, 13:34 
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Fallspindel

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Hallo,möchte nur ganz schnell fragen wegen der Benadelung
der Trommelkarde:72ppi und 128ppi welche macht alles
von gewaschener Rohwolle und das feine Alpaka und
diese Knötchen die ich in der Merino habe,entfernt.
Danke im Vorrauß
italia


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Fr 12. Apr 2013, 01:09 
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Spinning-Jenny
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Zitat:
diese Knötchen die ich in der Merino habe

mhh, meinst Du den Nachschnitt? d.h. wenn der Scherer nochmal nachgesetzt hat und deshalb kleine Knubbel mit ganz kurzen Fasern entstanden sind?

Ein paar davon bleiben i.R. in der ersten Walze hängen - aber halt nicht alles. Eine Handtrommelkarde zum Hobbygebrauch ist kein Werkzeug um Nachschnitt, Dreck und Co. zuverlässig aus der Wolle zu entfernen ... (industrielle Karden meistern da deutlich mehr).
Da wäre eher Kämmen ein Option (falls die Fasern lang genug dafür sind).

Zitat:
72ppi und 128ppi

72ppi ist i.R. so der normale Allroundbelag. Wenn Du auch gröbere Wolle diverser hier heimischer Landschafrassen verarbeiten willst, würde ich eher dazu raten.
Möchtest Du eher mehr feines Merino und Alpaka verarbeiten wäre die 128er eher was für Dich. Die dürfte dann aber nicht so wirklich gut für Gröberes sein.

mhhh ... ich selbst habe keine Erfahrung mit Karden feiner als 72dpi.
Würde man denn den Belag beschädigen, wenn man da gröbere Wollen mit verarbeitet oder wird einfach das Ergebnis nicht so gut?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Fr 12. Apr 2013, 10:54 
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Taiga-Rad

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Wie Spinntantchen sagt, mit 72 tpi kriegst du nicht allen Dreck aus feiner Wolle raus. Ob's mit 128 geht (wer bietet die übrigens an?) kann ich mangels Erfahrung nicht sagen, aber wenn ich raten sollte, würde ich nein sagen.

Ich würd's auch mit kämmen oder flick-kardieren (ist irgendwie kein deutsches Wort... - es läuft drauf raus, dass man ein Ende hält und das andere mit einem Hundebürstchen oder eine speziellen Flickkarde ausbürstet) probieren.

Ciao, Klara

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http://www.lahottee.info


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: Fr 12. Apr 2013, 19:26 
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Fallspindel

Registriert: Do 2. Apr 2009, 18:08
Beiträge: 61
Postleitzahl: 0
Land: Deutschland
Ach Spinntanchen und Klara nett dass Ihr mir wenigstens geantwortet
habt.Ich hatte mich nur gefragt ob die mit 128ppi auch nicht nur
Edelfasern kadiert oder auch die kleinen Noppen von der Wolle
glatt kadiert und auch fùr Rohwolle von anderen Schafen bearbeiten
làsst.Wollte keinen Fehlkauf machen.Dann bleibe ich bei der von 72ppi.
Die Wolle von Merino haben einige Noppen.
Danke euch vielmals und
Grùsse
italia


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 Betreff des Beitrags: Re: Kaufberatung Trommelkarden
BeitragVerfasst: So 14. Apr 2013, 19:15 
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Kreuzspindel

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Ich habe seit zwei Wochen eine Louet XXL Kardiermaschine mit 72er Benadelung (auf jeden Fall die feine von den zwei die Louet anbietet). Gotland und Friesisches Milchschaf hat sie so genommen und es sieht gut aus, nach 2-3 mal kardieren ist kaum noch ein Knötchen vorhanden (ich hatte beim Aussortieren auch manchmal den Kurzschnitt vergessen).

Wenn du noch etwas Zeit hast mit dem Kauf deiner Kardiermaschine, kann ich dir Mitte Juni mehr über Alpaka erzählen, dann bekomme ich nämlich mehrere Vliese.

Ich habe mich für Louet entschieden, da ich meins bei meinem Spinnradhändler gekauft habe, der selber eine Werkstatt hat. Er hat ausreichend Erfahrung mit Louet und hatte letztens eine etwa 30 Jahre alte Louet zur Überholung bekommen. Und nach einer Stunde Werkstatt sah das Teil aus wie neu, er meinte es war kaum was an den Zahnrädern zu sehen und es wurde aber viel gebraucht, denn so sah es vorher auch aus.

Also werde ich gerne hier an dieser Stelle berichten, wie das Alpaka durchläuft.

Liebe Grüße,
Anna


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