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BeitragVerfasst: Mi 7. Nov 2012, 08:23 
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Flügelspinnrad

Registriert: Fr 20. Mai 2011, 15:26
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Also ich habe jetzt die billigsten Karden gekauft, die ich gefunden habe, weil ich es ja "nur" probieren wollte und nicht zum Meisterkardierder werden will:

Paar Handkarden von Wollknoll zu 28.-:

Fläche Belag:
- ca 18cm x 6,5cm + etwas Rand außenrum
- leicht gewölbt, aber nicht sehr
- Nadeln: In jeder Reihe stehen immer 2 Haken mit ca 2mm Abstand eng nebeneinander, bis zum nächsten Paar sind ca 6mm Abstand,
in der nächsten Reihe stehen die Paare in der Lücke der Vorreihe, Abstand zwischen den einzelnen Reihen ca 4,5mm, ist schlecht zu messen
Griffe: sind rund (gedrechselt) und stehen leicht nach hinten weg, liegen gut in der Hand

Ich habe damit nun meine ersten Kardierversuche gemacht und bin, was die Handhabung betrifft, angenehm überrascht. Aufgrund diverser Lektüre hatte ich mit Knochenarbeit, Muskelkater und verspanntem Nacken gerechnet, was aber alles nicht war. Von der Vorgehensweise hatte ich mich von dem Youtube-Video von Chantimanou inspirieren lassen.
Dass ich mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden bin, liegt - glaube ich - am Ausgangsmaterial: Mein Zackelschafvlies hat sehr lange, stabile Fasern, die schon nach einem kleinen bisschen Kardieren brav aufgelockert in einer Reihe liegen und sich toll anfühlen, und etliche ultrakurze, feine Härchen, die dazwischen kleine Knötchen bilden und herumknubbeln. Vermutlich müsste ich die beiden Faserarten voneinander trennen, um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Wobei mir die Unterwolle bei meinem Exemplar extrem kurz vorkommt (was vermutlich auch dafür verantwortlich ist, dass das Vlies so auseindergefallen war.) Aber da ich mich immer noch nicht dazu durchringen konnte, die Häkelteppichproduktion auf meiner Prioritätenliste ganz nach oben vor andere reizvolle Projekte zu schieben, habe ich mich jetzt auch nicht weiter um die Verfeinerung der Nutzung dieser Wolle bemüht und weitere Kardierversuche auf spätere Gelegenheiten vertagt.

Viele Grüße
Hummelbrummel

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http://www.hummelbrummel.blogspot.de/


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BeitragVerfasst: Mi 7. Nov 2012, 09:02 
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Großes Wollrad

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Mein Tip, leg die eine Karde eher aufgestützt auf den Schoß ist deutlich weniger kraftaufwändig.
ich find ja das Video deutlich besser :
http://www.youtube.com/watch?v=Zp_fIc5lCuk

Es gibt einige sehr gute Videos von Chanti, andere widerum, na ja würd ich überarbeiten ;-)
Diplomatisch ausgedrückt
Karin


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BeitragVerfasst: Mi 7. Nov 2012, 09:29 
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Flügelspinnrad

Registriert: Fr 20. Mai 2011, 15:26
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Hallo Karin,

ah - danke für das Video! ich hatte irgendwie nur das eine gefunden, als ich danach suchte, was wohl auch am fehlenden engl. Begriff lag.
(Manchmal bin ich dämlich) - und von da aus kann ich ja demnächst auch mal noch ein bisschen weitergucken.

Was für mich wichtig war: Dass die Drähte sich nicht berühren sollen: Das hatte ich schon irgendwo anders aufgeschnappt und es hatte mich bei Chanti gewundert, dass sie da so hemmungslos durchknirscht. Ich selbst habe das vermieden.
Und dass ich gelernt habe, dass man die Karden erst mit den Griffen von einander weg bewegt und dann später beide Griffe in die gleiche Richtung weisen lässt, um die Fasern aus den Haken wieder herauszubekommen. Das war sozusagen der "Kniff", den ich gebraucht habe und den habe ich bei Chanti gelernt. Was die Haltung betrifft: Keine Ahnung, wo ich die Karden halte, das müsste ich jetzt direkt nochmal testen, aber ich erinnere mich, dass ich bewusst gefühlt habe, dass es nicht anstrengend oder verspannend war, weil ich anderes erwartet hatte.
Ich vermute fast, ich hatte sie intuitiv auf dem Schoß liegen, wie in dem Video von Dir.
(Insovern war Chantis Anleitung wirklich mehr Inspiration als Anleitung für mich...)

Dass ich mit den Zackelschafhaaren "Rolags" machen kann, wage ich zu bezweifeln - oder lohnt es sich, das doch noch mal zu versuchen)

Viele Grüße

Hummelbrummel

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BeitragVerfasst: Mi 7. Nov 2012, 11:56 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
Beiträge: 907
Postleitzahl: 44670
Machen kannst du die Rolags vermutlich schon - aber wahrscheinlich nicht sinnvoll (d. h. mit geringem Aufwand einigermassen glatt) verspinnen. Rolags, und der dazugehörige lange Auszug, also klassisches Streichgarnspinnen, sind für kurze Fasern gedacht. Wenn du deine Zackelschafwolle trennen würdest (probier mal: einfach eine Strähne in beide Hände nehmen (eine Hand an die Spitze, eine an die Schnittseite) und ziehen. Bei meinen Thônes et Marthod habe ich dann in der spitzenseitigen Hand die langen Deckhaare und in der schnittkantseitigen Hand die Unterwolle.) dann wären Rolags die Vorbereitung der Wahl für die Unterwolle. Während man die langen Haare besser von einer Schmalseite der Karde zur anderen zusammenrollt und "längs" verspinnt.

Habe ich mich klar genug ausgedrückt?

Ciao, Klara

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http://www.lahottee.info


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BeitragVerfasst: Mi 7. Nov 2012, 14:04 
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Flügelspinnrad

Registriert: Fr 20. Mai 2011, 15:26
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Hallo Klara,

ja, Du hast Dich klar ausgedrückt. Bestens. Und danke für den Tipp mit dem Querrollen - das probiere ich auf jeden Fall.
Was die Trennung von Grannenhaar und Unterwolle betrifft - das kann ich mir gut bei der Heidschnucke vorstellen, die hier auch noch in der Warteschleife hängt. So in der Art hatte ich das da auch ansatzweise schon gemacht. Aber bei dem Zackelschaf ist das einerseits nicht so eindeutig, was was ist, anderseits ist die Unterwolle echt sehr kurz, ich weiß nicht, ob sich der Aufwand lohnt....
Vor allem brauche ich mal Zeit! Oh, wer schenkt sie mir?

Viele Grüße
Hummelbrummel

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