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BeitragVerfasst: Mo 29. Apr 2013, 13:43 
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CD-Spindel

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Hallo ihr Lieben, ich brauche eure Hilfe!

Vor einigen Tagen habe ich Rhönschafwolle bekommen, sie mit Wollwaschmittel gewaschen, gespült (mit einem Schuss Essig im
letzten Spülgang), alles wie immer und dann ran ans Kardieren.....

die Wolle wurde bei jedem Durchgang grauer und riecht nach Metall, egal ob mit Kardiermaschine oder Handkarden.

Nach dem Spinnen habe ich dem Entspannungsbad Oliveölseife zugegeben, es hat sich aber nichts geändert.
Die Wolle hat jetzt eine grau-oliv Farbe und riecht nicht besonders gut.

So etwas ist mir bisher noch nicht passiert.

Hat irgend jemand eine Ahnung, was da vorgeht?

Lg
Micki

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LG
Micki


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BeitragVerfasst: Mo 29. Apr 2013, 17:22 
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Großes Wollrad

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Irgendwas öliges oder reinigendes von der Karde??

Für den ersteren Fall würd ich eher entfetten als noch Olivenölseife verwenden die ja meist überfettet ist.
Sprich die wäscht das nicht raus, wenns irgendein Schmiermittel ist.
Karin


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BeitragVerfasst: Mo 29. Apr 2013, 19:02 
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CD-Spindel

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Hallo Shorty,
es liegt nicht an den Karden und es ist nichts fettig oder ölig, auch nicht die Wolle, die war von Anfang an verdächtig trocken.
Irgendwas in der Wolle reagiert mit dem Metall aber was?
Ich habe jetzt zur Probe andere weiße Wolle kardiert, die blieb weiß.
Das ist mir ein Rätsel, und von dem Zeug habe ich 8 kg :?

Lg
Micki

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LG
Micki


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BeitragVerfasst: Mo 29. Apr 2013, 20:47 
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Spinning-Jenny
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Hallo Micki,
waren es denn neue Karden?
Was sind es überhaupt für Karden?

Ich kann mir momentan nur vorstellen, dass bei neuen Karden noch irgendeine Imprägnierung drauf war und die ist halt jetzt runter ...
Ansonsten habe ich keine Idee, was es sein könnte?

Hast Du noch andere metallene Wollbearbeitungsgeräte aus Metall? Tritt das Phänomen bei diesen d.h. mit Kontakt zu anderem Metall auch auf oder nur bei diesen Karden?

mhhh ... haben die Karden verzinkte Häkchen?
Musste nur daran denken, wie meine Lütte ganz graue Finger bekam als sie mit dem verzinkten Eimer gespielt hat, den ich als Papiermülleimer nutze... das ging auch mit Seife nicht mehr von den Händen :(

lg spinntantchen

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BeitragVerfasst: Mo 29. Apr 2013, 21:59 
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CD-Spindel

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Hallo Spinntantchen,
ich glaube, du hast des Rätsels Lösung gefunden! Zum Testen habe ich meine uralten Handkarden hervorgeholt und siehe da, die Rhönschafwolle blieb hell.
Die anderen Handkarden von Ashford sind neu und die Trommelkarde von Paul Brittain hat auch noch nicht viel Wolle gesehen.
Seltsam ist nur, daß die Waldschafwolle nicht grau wurde.
Na dann werde ich jetzt erstmal fleißig dunklere Wolle kardieren.

Vielen Dank für die Hilfe, ich dachte schon, daß ich mich mit 8 kg schmuddelig-grauer Wolle abfinden muss, aber es gibt ja auch noch
viele schöne Färbemittel :D

Lg
Micki

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LG
Micki


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BeitragVerfasst: Di 30. Apr 2013, 09:30 
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Akha-Spindel

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Hi Micki!
Ich hatte mir vor einigen Jahren eine neue Ashford-Trommelkarde gekauft und genau Dasselbe erlebt - meine schöne, weiße Wolle wurde beim Kardieren grau. Ich habe die Karde reklamiert. Es lag wohl, soweit ich das heute noch "zusammenkriege", daran, dass irgendein Schmierstoff, der gar nicht mehr hätte da sein dürfen, mit den metallenen Häkchen der Trommelkarde reagierte.....
Bei der neuen Karde, mit der ich bis heute sehr zufrieden bin, hatte ich das Problem nicht mehr.
Ich würde versuchen, die Karden zu reklamieren. Bei mir wurde es nicht besser, bis ich die neue Karde hatte.
LG
ecd

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Medicus curat, natura sanat (Hippokrates).
http://www.adanas-licht.de



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BeitragVerfasst: Di 30. Apr 2013, 16:36 
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Kreuzspindel

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Ich hatte genau das gleiche Problem. Erst dachte ich, es sei noch ein Rest von der Gotland Wolle drauf geblieben, aber das war nur ein wenig, zu wenig eigentlich um die folgende weiße Wolle grau zu machen.

Das war dann aber nach zwei/drei Durchgängen weg. Nun bleibt weiße Wolle tatsächlich weiß. Ich weiß aber nicht, warum das nun so war, zum Glück hat sich das von alleine erledigt.

Gruß,
Anna

(Louet XXL Kardiermaschine)


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2013, 07:15 
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Spinning-Jenny
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Schreibt doch mal an den Verkäufer und/oder Herstellung und fragt um Rat!
(... und bitte berichtet über die Antwort(en) hier)

Ich meine mich grau zu erinnern, dass ich mal irgendwo einen Artikel über das "Einfahren"* von Handkarden gelesen zu haben.
*sorry, mir fällt gerade kein besserer Begriff ein. Es geht darum, wie man neue Karden betriebsbereit macht. Da wurden sogar die Karden irgendwie aneinandergerieben, um die Häkchenende damit zu entgraten (scharfe Ränder abzustumpfen). Und ich meine da auch gelesen zu haben, dass man anfangs auch erst mal Abfallwolle zum Einkardieren benützen soll.

Leider erinnere ich mich nicht mehr, was in der Anleitung zu meiner Louetkarde stand, als ich sie neu kriegte ...

Zitat:
Seltsam ist nur, daß die Waldschafwolle nicht grau wurde.

Vielleicht hatte die andere Wolle einfach mehr Restfettgehalt mit dran, an denen der graue Abrieb besser hafteteß ... oder die eine Wolle hat mehr kleine Faserschüppchen und da setzt sich der Dreck besser ein?

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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2013, 08:19 
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Akha-Spindel

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Hi Micki,

Ich beneide dich nicht um diese blöde Erfahrung und würde mich auf jeden Fall an den Verkäufer wenden und nachfrage / reklamieren.

Das mit dem Fettgehalt der Wolle finde ich einen interessanten Ansatz. Wenn es sich bei dem Belag um Rückstände eines Schmiermittels handelt (Ziehöl oder so) plus Metallstaub, dann sind die bestimmt fettlöslich.

Ich würde mal versuchsweise ein kleines Probestück der Wolle in einer leichten Soda- oder Spülilauge einweichen. Mit etwas Glück löst sich ein Teil der fettgebundenen Rückstände wieder aus der Wolle.

Es könnte aber auch sein, dass du deine Wolle unfreiwillig "gebeizt" hast. Metallsalze gehen mit den Eiweißen von Tierhaaren ziemlich stabile Verbindungen ein, was man sich eigentlich beim Pflanzenfärben zunutze macht, weil diese Verbindungen die Pflanzenfarbstoffe in der Faser binden, vereinfacht gesagt.
Micki11 hat geschrieben:
aber es gibt ja auch noch viele schöne Färbemittel :D

Wenn du lustig bist,, probier mal folgendes: Sammle eine Handvoll Birkenblätter, koche sie eine Stunde aus und köchle ein kleines Probesträngchen der kontaminierten Wolle eine weitere Stunde darin. Wenn du danach olivgrüne Wolle hast und die Farbe waschecht ist, hast du wahrscheinlich eisengebeizte Wolle.


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BeitragVerfasst: Mi 1. Mai 2013, 13:24 
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Taiga-Rad

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Ich hätte ja gedacht, dass zum Beizen mehr gehört, als ein paarmal über die Karde zu laufen - aber einen Versuch ist es wert. Zwiebelschalen färben auch schön... (allerdings auf Alaun-Beize - wie's mit Eisen aussieht, weiss ich nicht).

Zum Karden "einfahren" fällt mir ein, dass es in der Anleitung zu den Ashford-Karden hiess, man solle erst mal Rohwolle damit kardieren, zwecks Häkchen einfetten. Bei den Kromski-Karden (und den anderen Handkarden) und bei meiner Louet Junior habe ich gar nichts Besonderes gemacht - grau wurde die Wolle deshalb nicht.

Ich bin gespannt, wie das Rätsel gelöst wird!

Ciao, Klara

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