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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Do 19. Jul 2012, 23:20 
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Akha-Spindel

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Das mit den rechten Winkel ist mir schon lange durch ein Video von Kattugla bekannt und ich kämme immer von Körper weg, da mir die Zinken doch nicht so geheuer sind. Das geht also recht gut.

Aber ich habe jetzt doch noch entschlossen, wieder einen neuen Kamm zu bauen, vielleicht sogar mit Kämmstation, die man auf den Tisch stellen kann für Zuhause.
Je öfters man eine solche Bastelei macht, umso besser und schöner werden die Resultate, weil dann neue Erkenntnisse und Erfahrungen mit einfließen. Was ich suche, sind natürlich möglichst lange Zinken von 3 bis 3.5 mm Dicke, damit sie nicht so schwer werden. Das Anspitzen wäre auch kein Problem, da ich dieses schon mit Nägeln durch exerziert habe. Nur, wo kann man solche dünnen Stahlstangen oder Stahldrähte beziehen? In meiner Wohngegend gibt es eine größere Firma, die speziell mit Eisen- und Stahlwaren handelt. Sie scheint eher eine Spezialhandlung für Großbetriebe zu sein. Vielleicht habe ich da trotzdem Glück. Bei Baumärkten sind bereits vorgefertigte Teile, die man meistens nicht gebrauchen kann und oft zu viel Abfall und Arbeit führen, wegen ungünstiger Maße. Da muß man mit kurzen Nägeln vorlieb nehmen und ordentlich daran schuften, damits vernünftig aussieht und durch die glatte Oberfläche nicht so leicht rostet, wie es Nägel sonst zu tun pflegen. Rostfreier Stahl wäre natürlich ideal.

Bei den Kämmstationen von Wingham Woolworks habe ich gesehen, daß sie nur ein einfaches Brett als Standfläche haben. Ich bin mir nicht sicher, ob da die Kämme einen guten Halt haben. Immerhin gibt es einen gewissen Kämmwiderstand, wo das Ganze doch auf dem Tisch hin und herrutschen könnte. Das Festhalten der Kämmstation mit einer Hand halte ich wegen der Verletzungsgefahr für zu gefährlich. thomas_f, haben sie eine derartige Kammstation wie die Firma Wingham Woolworks vertreibt? Wenn ja, wie ist dann deren Standfestigkeit? Immerhin beschreibt der Designer dieser Station, daß er die Kammbewegung und jedes Detail im Design mit einkalkuliert hat und dazu lange forschen mußte.

Bei meinen letzten Kamm habe ich ja die Zinken verbogen, um Holzkollisionen zu vermeiden. Das Biegen war nicht einfach, so daß die Nagel nicht mehr so schön gleichmäßig in Reih und Glied stehen, so wie es vorher war, als sie noch gerade waren. Auch die Biegung variiert mit jedem Zinken etwas. Durch das Biegen habe ich mir eigentlich den Kamm versaut; er sieht nicht mehr so schön gleichmäßig aus. Durch Kollisionen ist das Holz obendrein noch leicht beschädigt. Hätte ich sie schräg eingesetzt, dann hätte ich mir diese fürchterliche Biegearbeit ersparen können und Holzschäden wären auch nicht aufgetreten. Das ist das Lehrgeld, was man zahlen muß. Diese Kämme mit den gebogenen Zinken werde ich in Zukunft dann für ungewaschene Rohwolle benutzen, um sie für das Waschen aufzulockern.

Gruß Wolfgang


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Fr 20. Jul 2012, 09:29 
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Großes Wollrad

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Die Schönwolff Kämmstation hat auf einer Seite eine Leiste zum besseren Halt am Tisch und auf der anderne Seite eine Schraubzwinge.
Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Mi 29. Aug 2012, 11:22 
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Tahkli
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Entschuldige die späte Antwort:
Zitat:
Bei den Kämmstationen von Wingham Woolworks habe ich gesehen, daß sie nur ein einfaches Brett als Standfläche haben. Ich bin mir nicht sicher, ob da die Kämme einen guten Halt haben. Immerhin gibt es einen gewissen Kämmwiderstand, wo das Ganze doch auf dem Tisch hin und herrutschen könnte. Das Festhalten der Kämmstation mit einer Hand halte ich wegen der Verletzungsgefahr für zu gefährlich. thomas_f, haben sie eine derartige Kammstation wie die Firma Wingham Woolworks vertreibt? Wenn ja, wie ist dann deren Standfestigkeit? Immerhin beschreibt der Designer dieser Station, daß er die Kammbewegung und jedes Detail im Design mit einkalkuliert hat und dazu lange forschen mußte.

Das ist so gedacht, dass die Bodenplatte mit zwei Schraub- oder Klemmzwingen an einem stabilen schweren Tisch festgemacht wird oder auch fest damit verschraubt werden kann, wenn die Kämme einen endgültigen Standort haben sollen. Das ist stabil genug. Falls ein Tisch mal zu leicht ist, bspw. bei Ausstellungen oder Märkten, kann ich problem- und gefahrlos mit der linken Hand am stationären Kamm gegenhalten. Die Wingham-Woolworks-Kämme sind so aber nicht für die Arbeit im Sitzen geeignet, das Stativ ist ja extra erhöht, damit man gut im Stehen arbeiten kann. Vielleicht, wenn man sie an einer kräftigen Bank befestigt?

Beste Grüße -- Thomas

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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Do 13. Jun 2013, 11:39 
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Kreuzspindel

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Hab mir vor ein paar Tagen auch Wollkämme gebastelt :D

Bild

Material:
Kantholz aus Kiefer 3x3cm,Griff 20mm Buchenrundholz und als Zinken habe ich Metallnadelspiele 2,5mm auf 12cm Länge gekürzt und mit dem Hammer eingeschlagen.Vorher natürlich vorgebohrt (2mm).
Abstand der Zinken voneinander 1cm.

Hab schon damit gekämmt,klappt super!

_________________
Viele Grüße
Kerstin


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Do 13. Jun 2013, 11:53 
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Taiga-Rad

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Findest du nicht, dass der Abstand zu weit ist? Ich hab' noch 'ne zweite Reihe versetzt dahintergesetzt.

Zur Info: Alysse Creation verkauft die Majacraft-Minikämme (die ich neulich gesehen habe - sehen gut aus) für 175 Euro. Falls jemand wissen will, was er gespart hat...

Ciao, Klara

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Do 13. Jun 2013, 14:33 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 7. Mai 2013, 12:05
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Die Abstände sind ok.Ich hab schon Kämme gesehen,da war der Abstand der Zinken 1,5cm.Das fand ich dann doch etwas viel.

Vielleicht mach ich ja nochmal ne 2. Reihe versetzt dahinter.Im Moment reicht mir das so.

_________________
Viele Grüße
Kerstin


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Do 13. Jun 2013, 15:35 
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Großes Wollrad

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Wohnort: Ohlstadt
Land: Deutschland
Nicht unwesentlich Einfluss auf den Abstand ist die Tatsache was Du kämmst.
Für ganz feinen Kammzug sind die Abstände viel zu weit.
Bei meinem 4 reihigen Kamm haben die Zinken zwar 0,6 - 0,7 cm Abstand, da sie aber versetzt angeordnet sind,bleibt letztlich nur evlt 0,2 - 0,3 cm Zwischenraum
Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Do 13. Jun 2013, 15:55 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 7. Mai 2013, 12:05
Beiträge: 47
Postleitzahl: 28832
Land: Deutschland
Im Moment hab ich Rauwolliges Pommersches Landschaf hier....übrigens die allererste Rohwolle die ich verarbeite.

_________________
Viele Grüße
Kerstin


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Fr 14. Jun 2013, 09:00 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 7. Mai 2013, 12:05
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shorty hat geschrieben:
Nicht unwesentlich Einfluss auf den Abstand ist die Tatsache was Du kämmst.
Für ganz feinen Kammzug sind die Abstände viel zu weit.
Bei meinem 4 reihigen Kamm haben die Zinken zwar 0,6 - 0,7 cm Abstand, da sie aber versetzt angeordnet sind,bleibt letztlich nur evlt 0,2 - 0,3 cm Zwischenraum
Karin


Danke für den Hinweis Karin.Die nächsten Kämme werde ich dann anders machen.
...wurde gestern an der rechten Hand operiert und kann jetzt erstmal nur rumsitzen :roll:

_________________
Viele Grüße
Kerstin


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 Betreff des Beitrags: Re: Selbstbau von Wollkämmen
BeitragVerfasst: Fr 14. Jun 2013, 09:03 
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Großes Wollrad

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Gute Besserung :-)

Karin


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