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 Betreff des Beitrags: Farbe und Umwelt
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 11:39 
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Akha-Spindel
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Registriert: Di 13. Jan 2009, 22:53
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Ich habe so gut wie noch keine Färbeerfahrung. Kann mich mal Jemand aufklären wie es mit der Verträglichkeit von Säurefarben bestellt ist und zwar sowohl was die Trageeigenschaften auf der Haut als auch das Entsorgen des Farbwassers betrifft? Oder färbe ich da doch besser mit Naturfarben? Was sind Anilinfarben? Ist das bloß ein anderer Begriff für Säurefarben?

Gestern kam auf ARTE ein zieml. schockierender Dokumentarfilm über gefärbte Textilien und wenn ich schon so ein schönes Naturprodukt wie Wolle verarbeite, möchte ich sie dann nicht durch falsche Behandlung in eine chemische Zeitbombe verwandeln.

Ich denke, wir, die von A - Z Kleidung selbst herstellen können, haben es selbst in der Hand und es sollte es uns wert sein, uns auch darüber Gedanken zu machen.

Beate


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 Betreff des Beitrags: Re: Farbe und Umwelt
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 12:14 
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Großes Wollrad

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Hallo Beate,


wenn richtig angewandt ist das Färbewasser nach dem Erhitzungsprozess klar, die Farbe alles in der Wolle gebunden (Säurefarben)

Mal mit wenigen Ausnahmen braucht es auch für Pflanzenfarben Beizen wie Alaun oder Essigsaure Tonerde, Kaltbeize usw. um die Wolle aufnahmefähig zu machen.
Diese genannten Beizen sind zwar unbedenklich, trotzdem notwendig
Ausnahmen z.B. Zwiebelschalen, Eichenrinde, Walnuss

Ganz ohne Zutun bleiben da die Naturtöne der Wolle selber, wem sie stehen

Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Farbe und Umwelt
BeitragVerfasst: Mi 28. Jul 2010, 14:24 
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Navajo-Spindel
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Säurefarben und anilifarben sind etwas komplett Verschiedenes.
Anilinfarben -> http://www.alleszumteppich.de/pages/Fer ... n-897.html
Ich würde drauf verzichten.

Mit den Säurefarben von Ashford habe ich keinerlei Erfahrung, glaube mich aber zu erinnern, dass im optimalen Fall der Farbstoff komplett auf die Faser aufziehen sollte und lediglich eine saure Lösung zurücklässt, die ökologisch unbedenklich ist.

Ich selber färbe ausschließlich mit Pflanzen- und Pilzfarben, Alaun und Tonerdebeize sind ebenfalls ökologisch unbedenklich, zusätzliche Farbvarianten aufgrund von Metallsalzen (Eisen und Kupfer) lassen sich, wemmer die denn partout nicht im Ausguss haben will, auch durch Verwendung geeigneten Färbegeschirrs verwenden. Meine Eisennachentwicklungen mache ich z.B. in einem alten gusseisernen Bräter, der mir mal 3 Kilo Pflaumenmus versaut hat, seitdem weiss ich, dass das funktioniert. :roll: :)

_________________
Zeit existiert nur, um zu verhindern, daß alles sofort geschieht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Farbe und Umwelt
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2014, 18:05 
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Spinn-Stöckchen

Registriert: Do 17. Okt 2013, 18:41
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Land: Deutschland
Hallo Beate,

ich habe aus Umweltgründen mit dem Pflanzenfärben begonnen und erziele auch sehr schöne Resultate. Manchmal greife ich aber auch zu chemischen Farben. Hier bevorzuge ich die Luvotex-Farben, die entsprechen immerhin dem Öko-Tex-Standard 100. Die Farbe zieht vollkommen auf die Faser auf und ist auf der Haut gut verträglich. Meine Färbemittel - Pflanzen und Luvotex - kaufe ich bei www.wolle-und-garne.de.

Viel Erfolg
Woll-Ina


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 Betreff des Beitrags: Re: Farbe und Umwelt
BeitragVerfasst: Fr 24. Jan 2014, 21:27 
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Buch-Charka
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Registriert: Mi 28. Okt 2009, 22:00
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Ich färbe auch meistens mit Säurefarben, denn die Naturfarben stehen mir leider nicht so recht, außerdem finde ich, dass die Beizerei die Wolle doch strapaziert. Ob das viele Kochen ökologisch sinnvoll ist (Wolle beizen, Pflanzen auskochen, dann noch mal mit Wolle und Farbe) ist ein anderes Thema. Die Säurefarben gehen in der Regel auf die Wolle, und das Essigwasser, das übrig ist, ist vermutlich kein Problem.

_________________
Liebe Grüße
Gabi


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