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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: Mo 28. Dez 2009, 14:10 
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Großes Wollrad

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hab gerade noch ein bißerl gelesen, in vom mir geposteten link.
Da sind für mich allerlei Fragezeichen dabei.
Nicht nur die Hollunderfärbung auch bei anderen Pflanzen hatte ich andere Ergebnisse.
Hilft wohl nur weiter ausprobieren

Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: Mo 28. Dez 2009, 14:18 
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Tahkli

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Hi,
ich habe schon mal mit Roter Beete gefärbt, indem ich die Wollstränge vorher mit Alaun gebeizt und anschließend die Wolle über Nacht im Rote-Beete- Sud liegen gelassen habe.
Danach wurde die Wolle tüchtig in Essigwasser gespült und ich hab das Gefühl, die Farbe hat sich ganz gut gehalten.
Meine Mutter hat rosa Socken bekommen, die noch nicht ausgeblichen sind.

Am liebsten färbe ich mit Walnuss- Schalen (die frischen äußeren), weil das ganze Vorbehandeln der Wolle wegfällt und die Farbe immer so überraschend ist. Von Quietschgelb bis Ockererde war alles dabei.

Wo färbst du denn? Mir wäre es jetzt im Garten zu schattig :) .
Liebe Grüße
Sinchen

_________________
http://sinchensroterfaden.blogspot.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: Mo 28. Dez 2009, 14:23 
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Großes Wollrad

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Momentan färbe ich nicht so viel. Muss ja auch mal was wegspinnen :oops:
Aber Cochenille, Krapp oder so ginge auch in der Küche.
Bin da relativ schmerzfrei. :P , Balkon wäre auch noch ne Möglichkeit.
Hab so ne Kochplatte mit Kabel.

Mit Walnusschalen geht die Farbpalette schon sehr weit, dass stimmt, von gelb bis dunkelbraun.
Sind aber jetzt nicht so meine Farben. Da hab ich mit den Aquatönen ein schweres Los ;)

Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: Di 5. Jan 2010, 09:36 
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Buch-Charka
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*lach* das letztemal als ich gewagt habe in der Küche mit conchinillen zu färben hat mein sohnemann mit dem auszug gedroht *lol*
Und eine woche lang jedes essen äusserst misstraurisch begutachtet....

Ich hab jetzt einen probefetzten von dem leinen gefunden, wenn ich endlich mal dran denke meinen fotoaperat mit ins inetcafe zu nehmen, dann lade ich die bilder hoch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: So 20. Mär 2011, 14:55 
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CD-Spindel
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Ich muss den Thread nochmal hervorholen, denn ich habe eine Frage.
Ich habe gelesen das damals in Gallien und Germanien auch mit Beeren gefäbt worden sein soll und nu lese ich, dass das wohl nicht wirklich lichtecht ist? Das verwirrt mich.
Lila soll durch Holunderbeeren und Heidelbeeren entstanden sein, grün durch unreife schw. Johannisbeeren mit Wacholder.. :?:


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: So 20. Mär 2011, 16:16 
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Großes Wollrad

Registriert: Mi 16. Sep 2009, 19:07
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Alba Hiltia hat geschrieben:
Ich muss den Thread nochmal hervorholen, denn ich habe eine Frage.
Ich habe gelesen das damals in Gallien und Germanien auch mit Beeren gefäbt worden sein soll und nu lese ich, dass das wohl nicht wirklich lichtecht ist? Das verwirrt mich.
Lila soll durch Holunderbeeren und Heidelbeeren entstanden sein, grün durch unreife schw. Johannisbeeren mit Wacholder.. :?:

Mag schon sein, dass das evtl geklappt hat.
Allerdings weiss man nicht , mit welchen Beizen ( früher waren die Leute da deutlich weniger "gift" aufgeklärt".)
Beerenfärbungen sind im Normalfall nicht lichtecht, bzw, verblassen stark zu grau.
Ich finde nicht, dass das lohnt, zumal für mich Färben mit Lebensmitteln eh nicht so prickelnd ist.
Ein richtiges lila wird das mit Hollunder bei mir jedenfalls nicht. Grün bekommt ein ganz tolles mit Schilfblüten. Die Joh. Beeren ess ich da lieber ;-)
Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: So 20. Mär 2011, 17:45 
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Großes Wollrad
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Ich persönlich denke ja, daß das falsche Vorstellungen vom Färben waren, wenn so etwas geschrieben wird.
Unabhängig davon, daß die Färbungen mit Beeren nicht lichtecht sind und wirklich schnell zu einem unansehnlichen Grau verblassen:

Wichtig wären in dem Zusammenhang, die Fundberichte zu lesen, inwieweit Farbstoffe erhalten sind. Sicher - so gut wie alle Flavonoide habe die Zeit nicht überlebt, und doch kann es Hinweise geben.

Ich denke nicht, daß die Menschen mit Lebensmittel gefärbt haben, dafür waren sie einfach zu wertvoll.
Denn - was wir heute mit unserem eingesperrten (eingezäunten) Vieh immer vergessen: Die Pflanzen waren nicht so häufig, wie heute vielleicht mancherorts. Das Vieh lief frei herum und wurde gehütet, vereinzelt waren Gärten eingezäunt. Und so haben die Tiere so gut wie alles weggefressen.

Wie Dr. Kroll - Archäobotaniker der Uni Kiel immer so schön sagt: "Löwenzahn und andere "Unkräuter" sind die Rache für das eingesperrte Vieh."

So waren denn z.B. Haselnußbüsche und Holunder gar nicht so häufig anzutreffen, wie heutzutage. Da mußte das, was man fand, zur Nahrung reichen.
Und es hätte, wie im Falle von z.B. Löwenzahn unendlich lange gedauert, bis man genug zum Färben zusammen hatte.

LG Maren

_________________
... übrigens ... Plattdeutsch ist KEIN Dialekt, sondern eine international anerkannte Sprache ! :-)
_____________________________________________


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: Mo 21. Mär 2011, 00:11 
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CD-Spindel
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Ja stimmt, das habe ich nicht bedacht..
dankeschön. :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Holunder oder Rote Beete??
BeitragVerfasst: Di 26. Jul 2011, 02:21 
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Akha-Spindel

Registriert: Mo 4. Jul 2011, 01:29
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Wenn man mit Holunderbeeren rot oder rosa gefärbten Stoff mit Seife wäscht, die alkalisch ist, dann ergibt es ein schmutziges hellblau. Mit Zitronensäure wird es wieder rosa. Die Farbe ist sehr unbeständig.


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