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BeitragVerfasst: Sa 11. Feb 2012, 21:16 
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Akha-Spindel

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Beim langen Auszug spinne ich immer aus der Falte, da ich Kammzüge verwende. Ich habe oft gelesen, daß die Fasern am Scheitelpunkt der Falte geknickt in den Faden gelangen und so die Stapellänge der Fasern sich im Faden auf die Hälfte verkürzt. Nur geglaubt habe ich das nicht, weil ich doch mal genau auf das Faserdreieck schaute.
Beim langsamen Spinnen im Zeitlupentempo und dem genauen Betrachten des Faserdreiecks über den Scheitel der Falte sah ich, wie Fasern zu beiden Seiten des Faltenscheitels herausgezogen wurden. Da das Stück Kammzug wesentlich länger als die Faserlänge war, ebenso die beiden Schenkel des Faserbüschels zu beiden Seiten der Falte, veranlaßte mich zu zweifeln. Beim genauen Hinsehen sah ich auch, daß die Fasern direkt am Scheitel, sofern sie sich lösten, noch im Faserdreieck gerade gestreckt wurden und somit ohne Knick in den Faden gelangten. Auch der große Krümmungsradius des Scheitelbereichs verhindert einen Knick im Faden!
Beim langen Auszug ist der sich verdrillende Faden noch locker und streckbar, wo auch hier noch geknickte Fasern gesteckt werden, wenn der Faden gedehnt wird.

Um dieses genau zu beobachten, nahm ich ein Schaschlikspieß zum Spinnen, damit der Spinnvorgang besonders langsam geht - um die Vorgänge im Faserdreieck genau festhalten zu können und zu beobachten. Dabei habe ich gemerkt, daß bei einen 0.5 mm dicken und 1 m langen Faden, maximal nur vier geknickte Fasern (glatte feine Merinowolle) vom Scheitelbereich aufgenommen hatte! Einige geknickte Fasern stammen direkt aus den Kammzug. Bei dickeren Fäden machte ich mit den Scanner Bilder und analysierte diese mit einen von mir selbst geschriebenen Computerprogramm, um die Fasern von Fäden programmtechnisch abzuzählen und um geknickte Fasern zu ermitteln. Es waren nur 0.2 % bis 0.3% geknickte Fasern ermittelt worden, wo die aus dem Kammzug geknickten Fasern inbegriffen waren, die hauptsächlich in den Wollknötchen vorhanden sind und nicht aus den Scheitelbereich der Falte stammten.

Nach dieser Erkenntnis lohnt es sich doch, aus der Falte zu spinnen, ohne befürchten zu müssen, daß sich die Stapellänge verkürzt. Es ist keine Tatsache und diese Behauptung der Stapellängenverkürzung mag wahrscheinlich nur aus einer Überlegung entsprungen sein, in der Annahme, daß der größte Teil der Fasern des Fadens aus geknickten Fasern des Faltenscheidels bestehen müßte.

Gruß Wolfgang


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BeitragVerfasst: So 12. Feb 2012, 19:12 
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Spinning-Jenny
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Danke, spinntantchen.

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