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 Betreff des Beitrags: wie lang ist ein "langer Auszug"?
BeitragVerfasst: Do 17. Jul 2008, 20:53 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 03.06.2005 - 14:57


Die genaue Definition von langem und kurzem Auszug hat nichts mit irgendwelchen definierten cm-Entfernungen zu tun ...

Es sind einfach zwei Namen für zwei unterschiedliche Auszugstechniken und ich finde die maßgeblichen Unterscheidungsmerkmale für beide sind die unterschiedliche Art und Weise, wie die Drehung den Spinnfasern zugeführt bzw. wie dieses kontrolliert wird und wie diese ausgezogen werden. Dadurch kommen die Fasern im Garn anders zu liegen, was sich dann auch bei den Eigenschaften des Garnes bemerkbar macht.

Das hat also relativ wenig mit irgendwelchen definierten Abständen zur Spinnöffnung zu tun ... ich kann auch einen kurzen Auszug in z.B. 2 m Abstand zur Spinnöffnung ausführen (vorausgesetzt ich hätte so lange Beine oder jemanden, der für mich das Spinnrad tritt).

Vielleicht könnte man das "lang" oder "kurz" so beschreiben ... langer Auszug - lange Strecke auf der die Fasern ausgezogen werden, bevor das (lange) Stück Faden aufgewickelt wird ... kurzer Auszug - kurze Strecke, auf der die Fasern ausgezogen, bevor man sie in der Spinnöffnung verschwinden läßt (der wechsel zwischen Ausziehen/Drehung zufügen und Aufspulen ist so schneller, öfter) ... aber dies ohne "Gewähr"

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BeitragVerfasst: Mi 27. Aug 2008, 16:54 
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Spinning-Jenny
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SchwarzesSchaf hat geschrieben:
Ich habe zunächst mit der Handspindel gesponnen und so das Spinnen erlernt. Das ist unbestritten ein Vorteil, wenn´quotes dann an das Spinnrad geht, weil man dann schon weiß, dass man den Auszug auch recht lang gestalten kann und nicht unbedingt am Einzugsloch "kleben" muss ... ;)
Ich darf es eigentlich nicht öffentlich schreiben, aber schon beim ersten Versuch am Spinnrad saß ich in einem Bambus-Sessel mit Armlehen und da sitze ich bequem zurückgelehnt auch heute noch drin, manchmal habe ich sogar den linken Fuß hochgezogen im Sessel, keine vorbildliche Spinnhaltung, aber bequem :lol: . Wer so herum lümmelt, muss dann eben mit einem langen Auszug spinnen.
Quelle: [url=http://www.handspinn-forum.de/forum/viewtopic.php?f=46&t=596]dieser Fred hier im Forum[/ulr]


Das am Einzugsloch "kleben" hat nicht zwingend was mit dem langen Auszug zu tun.

Mit langem Auszugs bezeichnest Du ja die Strecke, auf der Du die Fasern (ungestützt) ausziehst -> beim langen Auszug hast Du ja die eine Hand vorne (das ist die, die die Drehung ggf. abkneift) und die andere Hand hat die Fasern in der Hand und führt diese von der vorderen Hand weg. Da sich beim langen Auszug die Hände sehr weit weg voneinander bewegen und somit die Auszugsstrecke lang ist, heißt das langer Auszug.

Bei einem kurzen Auszug arbeiten beide Hände eng beieinander und bewegen sich nicht weit voneinander weg. Die Strecke über die die Fasern zwischen den Händen ausgezogen werden ist kurz => kurzer Auszug.
Ein kurzer Auszug kann nun in einer beliebigen Distanz von der Spinnöffnung weg durchgeführt werden, auch sehr weit von der Spinnöffnung weg. Er bleibt trotzdem ein kurzer Auszug, weil die Fasern immer noch nur über eine kurze Strecke ausgezogen werden. Nur die Länge des schon gesponnenen Fadens zwischen Spinnöffnung und Deiner vorderen Hand variiert.

Warum ist es nun gut, nicht direkt vor dem Einzugsloch zu spinnen?
Der o.g. (gerade frisch) gesponnene Faden zwischen Spinnöffnung und der vordersten Hand kann als Puffer dienen, wenn er etwas länger ist. Wenn Du mal Schwierigkeiten hast z.B. Pflanzenkram auspicken musst und deshalb Dein Spinnvorgang in's Stocken gerät, kann die Drehung, die während dieser Verzögerungsphase durch das Weitertreten entsteht, von diesem Stück Faden gespeichert werden (d.h. dieser wird mehr verdreht, sobald Du aber neuen Faser ausgezogen hast, wird diese Drehung in das neue Stück wandern, weil Drehung sich immer gleichmäßig verteilen möchte).

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