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 Betreff des Beitrags: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Do 17. Jul 2008, 21:13 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 25.08.2006 - 03:12


Der Lange Auszug
bzw.
verschiedene lange Auszugstechniken



Ich fange jetzt einfach mal die Aufzählung mit den schon vorhandenen Beschreibungen von Klara an.

Bestimmt finden wir noch mehr Beschreibungen, Bezeichnungen und unterschiedliche Unterteilungen für verschiedene lange Auszugstechniken.

In einigen (insbes. in den meisten deutschsprachigen) Büchern wird ja nur zwischen einem Kurzen und eine Langen Auszug unterschieden. Trotzdem unterscheiden sich aber die Beschreibungen der Arbeitsabläufe teilweise erheblich.

Helft einfach mit, unterschiedliche Beschreibungen, Techniken und Literatur zu sammeln. Bitte gebt wenn irgend möglich genaue Quellenangabe (welches Buch, Seitenangabe etc., URL ...).

Hat die Technik eine einschlägige u./o. gute Bezeichnung oder unterscheidet sie sich sehr von dem "allgemeinen Langen Auszug" (so wie er von den meisten verstanden wird), dann eröffnet bitte einen neuen Thread dazu für die weitere Diskussion und verlinkt diesen nur hier.



Klara schrieb
    - die vordere Hand ist am Faden und lässt immer mal wieder ein bisschen Drehung durch und die hintere Hand zieht am Faserbüschel lang nach hinten (longdraw nach Patsy Z. und McKenzie)

    Quelle: dieser Thread






Echter "woolen" Longdraw nach Mabel Ross


Klara schrieb
    - die vordere Hand ist am Faden und lässt die Drehung durch und die hintere Hand greift zum (von ihr aus) ersten auf die gewünschte Dicke ausgezogenen und verzwirnten Fadenabschnitt und zieht an dem (echter "woolen" longdraw nach Mabel Ross - sie besteht darauf, dass die vorige Methode nicht richtig ist. Ich werde Mabels Methode bei nächster Gelegenheit ausprobieren, ich hatte mit der anderen nämlich immer Schwierigkeiten.)

    Quelle: dieser Thread




@Klara:
Der obigen Beschreibung vom echten "woolen" longdraw kann ich irgendwie noch nicht so ganz folgen. Vielleicht liegt es am Problem "vordere/hintere Hand"? Vielleicht verstehen wir da was andere drunter (schaue dazu mal hier).
Hast Du da genaue Quellenangaben zu dieser Technik?




Für den modifizierten langen Auszug (nach Paula Simmons) habe ich hier einen extra-Diskussionsthread aufgemacht.




Bezüglich der anderen langen Auszugstechniken, die in diesem Thread in der Liste mit aufgezählt wurden, muss ich erst nochmal nachlesen und recherchieren, was genau darunter zu verstehen ist. Dann werde ich entweder hier oder ggf. in eigenen Threads darüber berichten (bitte habt etwas Geduld oder forscht selbst nach ...).
Der Mittlere Auszug (nach Anne Field/Ashford Spinnbuch) wird auf jeden Fall einen extra-Thread bekommen. Was ich mit dem ungestützten langen Auszug (Paula Simmons: Spinnen u. Weben mit Wolle) und dem Double Draw (Raven: Hands On Spinning) mache, muss ich erst noch überlegen (ich hoffe, ich liege richtig, den Double Draw in die Gruppe der langen Auszugstechniken einzusortieren?)

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Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Do 17. Jul 2008, 21:14 
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Taiga-Rad

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im alten Forum geschrieben am 12.10.2006 - 23:22


Spinntantchen,

Unter vorderer und hinterer Hand verstehen wir schon das gleiche, aber es wundert mich nicht, dass du Mabel Ross's Methode nicht nachvollziehen kannst - ich konnte es nach der Beschreibung in "The Essentials of Handspinning" (der "Vorgängerband" zu "Essentials of Yarn Design) auch nicht.

Erst als ich es auf dem Video gesehen habe, ist mir ein Licht aufgegangen.

Mabel Ross greift den Rolag relativ weit hinten, zieht schnell vom Spinnrad weg und wartet darauf, dass der Rolag "bricht", sprich, eine dünne Stelle entwickelt, an der der Faden schon versponnen ist. Vor dieser Stelle sind aber noch einer oder mehrere
"dicke Bäuche". Mabel greift jetzt mit der hinteren Hand vom Rolag zu dieser dünnen Stelle (ich glaub', der Rolag bleibt unter dem kleinen Finger und Daumen und Zeigefinger greifen den Faden - irgendwie sowas, jedenfalls) und zieht an dieser dünnen Stelle. Und nach ihr gibt nur das - in Verbindung mit einem echten, auf Handkarden gerollten Rolag - ein echtes "woolen yarn".

Und das ganze geschieht schneller, als du die Beschreibung gelesen hast. Ausserdem wird bei Mabel Ross das Garn ganz gleichmässig. Bei mir bleiben die dicken Bäuche stur bestehen und an den dünnen Stellen reisst das Garn :(

Ich schau mir das Video noch mal an, vielleicht kriege ich raus, was ich falsch mache...

Ciao, Klara

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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Do 17. Jul 2008, 21:16 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
Beiträge: 907
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im alten Forum geschrieben am 27.12.2007 - 13:19


Huhu,

ich habe mal wieder das Paula-Simmons-Buch in den Fingern gehabt und mir die dort beschriebenen Spinntechniken angeguckt.

Also ich muss sagen, dass ich mir nicht wirklich 100%ig sicher bin, den Unterschied ihres langen Auszuges und ungestützten langen Auszuges, wirklich verstanden zu haben.


der lange Auszug nach Paula Simmons:


Paul Simmons schrieb
    Diese Methode ist nur eine Erweiterung des kurzen Auszugs. Hierbei werden die Fasern gedehnt und ausgezogen während der Drall in sie übergeht. ... Die vordere Hand hält den Drall nicht so sehr zurück; sie hält lediglich das Garn fest, damit die andere Hand den nötigen Widerstand spürt, um dickere Stellen im Garn zu verziehen.Wenn Ihr Garn genügend Drall hat und sich nicht dünner ausziehen läßt, sollten Sie es gleich aufspulen. ...

    Quelle: Paula Simmons: Spinnen und Weben mit Wolle. Ravensburg 1982. Seite 127f



der ungestützte lange Auszug nach Paula Simmons:



lt. Simmons soll diese Methode eher für mittelgrobe Garnstärken und nicht so sehr für feine geeignet sein. Als Voraussetzung für ein gleichmäßiges Garn nennt sie gut kardierte und geölte Wolle.

Paula Simmons schrieb
    Diese Methode ... besteht aus dem langen Auszug aus locker hängender Rohwolle. ...
    Die Methode unterscheidet sich vom langen Auszug dadurch, daß Sie eine Handvoll Rohwolle loslassen und diese ausziehen, während gleichzeitig der Drall darin übergeht.



Das ist irgendwie kaum zu beschreiben, ohne dass man sich die 4 Bilder auf S. 130 und 131 dazu anschaut.
Wenn ich diese und die Anleitung richtig interpretiere, sind sich der "echte woolen long-draw nach Mabel Ross" (siehe oben) und dieser ungestützte lange Auszug nach Paula Simmons sehr ähnlich, vielleicht auch gleich?

Quelle: Paula Simmons: Spinnen und Weben mit Wolle. Ravensburg 1982. Seite 129ff

Was ich mit dem langen Auszug von Paula Simmons machen soll, weiß ich nicht so. Was ist bei dieser Technik der springende Punkt?
... daß ich mir die Fasern nur kontrolliert nach und nach aus der hinteren Hand ziehen lasse?



im alten Forum geschrieben am 27.12.2007 - 13:51


noch ein Fund bei YouTube:
English Woolen Longdraw Spinning

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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Do 21. Jul 2011, 23:57 
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Akha-Spindel

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Ich würde schon gerne genau wissen, wie man den langen Auszug macht, denn der hat Vorteile beispielsweise bei einer Charka oder Orenburgspindel, wo man die eine Hand zum Drehen braucht und die andere für den Auszug. Zur Zeit kämpfe ich mit den langen Auszug und bin schon sehr genervt, daß nur unregelmäßig viele Fasern aus den Büschel ergriffen werden, so daß man schwangere Regenwürmer produziert, jedoch noch häufiger einen Fadenriß. Ich bekomme es einfach nicht hin! Der Faden reißt nämlich, wenn zuviel oder zu wenig Drall darauf ist. Bei zu viel Drall bekommt man die Fasern nicht aus den Faserdreieck und die dünnen Fadenstellen werden noch dünner und reißen. Bei zuwenig Drall werden zuwenig Fasern aus den Faserdreieck gezogen und dann erfolgt der Riß an dieser Stelle. Mich würde es interessieren, wie man ohne Einsatz der zweiten Hand die Fasermenge kontrollieren kann. Beim kurzen Auszug ist das einfach, weil man sich die Menge mit der zweiten Hand greift und nicht mehr daran zieht, die der Faserlänge entspricht. Beim langen Auszug hängt es vom Drall ab, wieviele Fasern ergriffen werden. Ihn zu kontrollieren finde ich sehr schwierig. Ich habe schon viel experimentiert indem ich den Daumen in das Faserdreieck drückte um einen bei zu viel Drall blockierten Auszug zu lockern. Eine andere Möglichkeit ist, daß nicht nur Fasern aus den Faserbüschel gezogen werden, sondern ihn als Ganzes durch die Finger gleiten läßt, so daß sich das Faserdreieck verlängert. Beim Falten des Faserbüschels um den Fingern (Spinning on the fauld) geht der Auszug etwas leichter, da zwei dünnere Faserstränge zu beiden Seiten des Fingers entstehen, auf die man leicht Druck ausüben kann. In einen Video auf youtube hatte ich einen Beitrag von chantimantou gesehen, die beim langen Auszug von einer gewissen Fingerfertigkeit sprach, weswegen diese Methode eher für Fortgeschrittene geeignet sei. Dieser Fingerfertigkeit möchte ich gerne wissen, was man da machen kann.

Wer hier in diesen Forum meint, diese Technik des langen Auszugs sehr gut zu beherrschen, sollte mal einige Tricks hierbei verraten. Was mich also besonders interessiert ist also die Kontrolle der Fasermenge ohne Einsatz einer zweiten Hand!


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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2011, 07:28 
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Navajo-Spindel
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Ob ich den langen Auszug gut bherrsche, wage ich mal zu bezweifeln, aber ich krieg so Garn zustande.
Der Trick ist, den Kontrolldrang abzulegen. :)
Der Drall holt sich selbst aus dem Faservorrat, was er braucht.

Schnelles Nachhintenziehen der Hand mit dem Faservorrat: wenige Fasern, wenig Drall.
Langsames Nachhintenziehen: viel Drall, viele Fasern.
Faservorrat zu fest gehalten: viel Drall, wenige Fasern.

Eigentlich lässt Du das Spinngerät "machen" und nimmst ihm beim Spinnvorgang nur das weg, was im Faden zu viel wäre.

Es gibt auf Youtube ein paar spannende und hilfreiche Videos dazu.

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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2011, 08:34 
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Großes Wollrad

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Hatte schon nen ellenlange Beitrag geschrieben, dann kam error, nun nochmal in kurz.
Auch ich kann von mir nicht behaupten dass ich Experte bin, allerdings spinne ich recht häufig im langen Auszug.
Kattugla hat schon die wichtigsten Punkte erwähnt.
Es gibt im übrigen nicht nur eine Art langer Auszug.
Ich kann nur schreiben wie ich es mache.
Ich spinne ihn so gut wie nur aus Vlies, nie aus Kammzug oder from the fold.
Den Faservorat halte ich ganz locker und das Rad holt sich was es braucht, die Fadendicke steuere ich sowohl durch die Drallmenge als auch durch die Geschwindigkeit der Vor und Rückbewegung.
Ganz locker halten wie gesagt, die zweite Hand gleich manchmal etwas mit aus.
Beim Spinnrad sieht die Vor und Rückbewegung die ich mache wie ein Führen eines Geigenbogens aus ( auch wenn ich gar nicht Geige spielen kann)
Die Rückwärtsbewegung immer nur soweit der Drall den Faden stabilisiert.
Richtig flüssig tu ich mich am leichtesten mit Vliesstreifen die wirklich nicht mehr viel Fett haben und sehr fluffig sind . Ich kardiere sowieso eher dünne batts.


Das wichtigste ist wie kattugla schon schrieb, den Kontrolldrang abzulegen, einfach locker zu lassen ;-)

Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2011, 10:00 
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Flügelspinnrad
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Weil shorty beim Thema "langer Auszug" schon öfter davon schrieb ;) hab ich gestern mal bewußt probiert, das Rad einziehen zu lassen und nur den Faservorrat mit einer Hand festgehalten und ab und zu mit der anderen Hand eingegriffen, wenn es gar zu unregelmäßig werden wollte oder gar nicht zog...
Eine Erfahrung war es, aber noch nicht so richtig "meine" Technik. Ich bleibe doch erstmal noch lieber bei meinem "langsam nach hinten ziehen - spinning from the fold" aus dem Kammmzug. :)

Ich würde ja gern mein Rad noch genauer einstellen können, aber meine neueste Antriebsschnur macht es schwierig. Der Knoten ist mir nicht besonders geglückt und da macht sich der kleine Ruck bei jeder Umdrehung gerade beim langen Auszug schlecht.

_________________
LG,

Vlasta
http://mesicni-ovce.blogspot.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2011, 10:42 
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Großes Wollrad

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Auf was für nem Rad spinnst Du?
Ich glaub "meine " Art langer Auszug zu spinnen funzt nur richtig bei Spulenbremse.
Kurt Hentschel beschreibt das sehr schön find ich.
sinnentnehmend....Man hebt durch den Zug des Fadens die Wirkung der Bremse fast auf
Lässt der Fadenzug nach tritt die Spulenbremse in Kraft.
Die Spule eilt dem Flügel nach weit mehr als bei der Anordnung mit doppelter Antriebsschnur also zweifädig.
Wenig Einzug beim Faserliefern, Drall und Verziehen, starker Einzug beim Fadeneinlaufen.
Es ist da auch ein altes Bild dabei eines zweifädigen Rades mit zus. Spulenbremse


Wenn Du mit Deinem Ergebnis zufrieden bist , dann passts ja eh.
From the fold spinne ich eh nicht, weil ich das für mich für Unsinn halte :-)))

Nicht hauen :lol:
Mag aber schon sein, dass der ein oder andere so besser zurecht kommt.
Ich halte es halt mehr so Kammzug für Kammgarne- Vlies für Streichgarne.
Aber erlaubt ist was gefällt :-))

Karin


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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2011, 11:25 
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Navajo-Spindel
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Ich glaube, das ist schlicht materialabhängig.
Als ich den langen Auszug gelernt habe, war das mit feinem und ganz langstapeligen Merino-Seide-Kammzug, also etwas, was "normalerweise" gar nicht im langen Auszug funktioniert. Den habe ich nur "from the fold" gesponnen, weil das Merino sonst hoffnungslos zusammenpappte. Anders habe ich querliegende Fasern nie hinbekommen, selbst beim Kaschmirspinnen muss ich so verfahren, weils sonst Klumpen gibt.
Das Fuchsschaf, das ich seit Juni verspinne, ist kürzer, kräuseliger und vor allem kardiert und nicht gekämmt. Da ist es viel einfacher, quer zur Faser zu spinnen, hier kommt der Faden fast von allein aus dem grossen Bausch.

Das war glaub ich noch der Trick, den man Wolfgang verraten sollte: langer Auszug funktioniert mit parallel liegenden Fasern bei Anfängern nicht bis gar nicht... rat' mal, woher ich das weiss... :oops:

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 Betreff des Beitrags: Re: der lange Auszug
BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2011, 15:42 
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Taiga-Rad

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Es funktioniert, wenn die Fasern ganz kurz sind - Baumwolle lässt sich auch als Kammzug auf der Charkha verspinnen (zur Charkha gibt's von Eileen Hallmann ein ganz tolles Video). Aber grundsätzlich hat Kattugla Recht: Langer Auszug ist für kurze, kardierte Fasern gedacht (Baumwolle wird in Indien traditionell kardiert - meine Kammzüge kommen aus den USA).

Ich unterscheide nach langem Auszug am fussbetriebenen Flügelrad und am Spindelrad (bzw. der Standspindel, egal ob gross oder klein). Wenn ich zwei Hände zur Verfügung habe, zieht die hintere gegen die vordere Hand - nicht gegen's Spinnrad (so fest mag' ich die Bremse nicht einstellen (ich steh' zu meinem Kontrolldrang!)/so locker sind meine Faserverbände nie). Wenn ich nur eine Hand für die Faser habe, ziehe ich gegen die Spitze meines Werkzeugs. Kann man übrigens mittels Spinnstöckchen sehr schön in Zeitlupe üben. Das Geheimnis ist, dass der Drall nur wenige Fasern auf einmal erfasst (Hallmanns Vergleich ist der vom Fuchs, der hinter einer Henne herrennt und immer nur ein paar Schwanzfedern schnappt - nie das ganze Huhn), und dafür muss die ziehende Hand die richtige Geschwindigkeit entwickeln.

Ciao, Klara

PS: Den Beitrag vom 27.12.2007 kann ich übrigens nicht geschrieben haben - meine Simmons ist auf Englisch!

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