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 Betreff des Beitrags: Fadendicke im Deutschen?
BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2008, 20:43 
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Taiga-Rad

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im alten Forum geschrieben am 08.10.2006 - 20:19


Im englischsprachigen Raum bestimmt man die Fadendicke nach "wpi - wraps per inch" - Wicklungen per Zoll. D. h., man zeichnet auf einem Rundholz 2,54 cm an, wickelt den Faden drum und zählt die Wicklungen.

Gibt's im deutschsprachigen Raum was Vergleichbares? Von Strickwolle kenne ich die Lauflänge (x m pro 50g oder wie gross das Knäuel halt ist) aber ohne McMorran-Waage muss man da ja ziemlich viel abwiegen und messen, damit man auf ein einigermassen sicheres Ergebnis kommt.

Vielleicht sollten wir die Wicklungen per Zentimeter einführen, wenn es sie nicht schon gibt... Dann könnte man festlegen, wie dick oder dünn das "dünne Garn", das man auf einem bestimmten Spinnrad bequem spinnen kann, wirklich ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: Fadendicke im Deutschen?
BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2008, 20:44 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 09.10.2006 - 00:44


Hallo Klara,

durch die Verbreitung englischsprachiger Spinnliteratur in Deutschland verwenden die meisten Spinner auch WPI's.

Finde ich selbst ein bißchen dooof und benütze für mich privat W/2cm d.h. Wicklungen pro 2 cm.

Wicklungen pro 1 cm finde ich nicht so gut. Die Strecke ist (für mittleres oder dickes Garn) zu klein ... Unregelmäßigkeiten im Garn führen dabei zuuuu schnell zu nicht mehr wiederholbaren bzw. nicht aussagekräftigen Ergebnissen.

Und W/2cm hat für mich auch den Vorteil, dass ich diese Zahl direkt als (ungefähres) Maß für die Auswahl des richtigen Webblattes bzw. Dichte der Kettfäden nehmen kann:

W/2cm = Anzahl der Kettfäden pro 1cm



Ansonsten wüßte ich nicht, dass es irgendein gebräuchliches anderes Maß für die Garndicke hier in D/Ö/CH oder Europa gibt.

tschau spinntantchen

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Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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 Betreff des Beitrags: Re: Fadendicke im Deutschen?
BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2008, 20:45 
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Tahkli
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im alten Forum geschrieben am 09.10.2006 - 16:11


Ich kenne hier in Deutschland nur die Angaben zur Lauflänge (Nm) und die zur Nadelstärkenangaben. Beides ist aber nicht besonders aussagekräftig, da die Dicke des garns je nach Festigkeit noch abweichen kann (ein fluffiger , lockerer Faden ist leichter als ein gleichstarker, fest gedrehter und auch die nadelstärkenangaben sind eher subjektiv, teilweise werden ja auch dünne Garne mit relativ dicken nadeln verarbeitet).

Die Definition mit Wicklungen auf ein bestimmtes maß ist da viel sinnvoller.

CU
Danny

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Mehr über mich und meine Hobbys erfahrt Ihr unter www.dannys-taverne.de, zum Hand- und Spinnradspinnen gibt es Infos unter www.spinnradclub.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Fadendicke im Deutschen?
BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2008, 20:46 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
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im alten Forum geschrieben am 10.10.2006 - 14:28


Wobei's bei den wpi wohl auch Unterschiede gibt: Aldon Amos ist für Fäden fest zusammenschieben, im Buch "Spinning Wool - Beyond the Basics" sieht man zwischen den gewickelten Fäden durch.

Bei den Wicklungen pro cm hätte ich wahrscheinlich auch ein bisschen weiter als nur 1 cm gewickelt - je nach Fadenstärke - und dann halt umgerechnet. Ist ja im Prinzip das gleiche.

Aber eigentlich komisch, dass es im deutschsprachigen Textilbereich kein Mass für Fadenstärke gibt - wie bestimmen den Spinnereien, welches Garn sie produzieren? Oder gibt's in Deutschland auch keine Spinnereien mehr :sad: ? Und Webereien, welches Garn gebraucht wird? Die letzten Fragen der Menschheit...

Grüsse aus Frankreich (wo ich auch nicht weiss, wie Fadenstärke definiert wird), Klara

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 Betreff des Beitrags: Re: Fadendicke im Deutschen?
BeitragVerfasst: Do 10. Jul 2008, 20:46 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
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im alten Forum geschrieben am 04.01.2007 - 10:37


Wie Danny schon erwähnt hat, gilt in Deutschland für Garne AUSSER Naturseide seit 1943 die Nm - metrische Garnnummer (für mich waren Nm ja Newton-Meter, aber so kann frau sich irren).

Nm = Länge in Meter geteilt durch Gewicht in Gramm

(Quelle: Kurt Hentschel, Wolle spinnen mit Herz und Hand)

Und welches Mass nimmt man für Seide? Und Seiden-Mischungen, die bei gleichem Durchmesser schwerer sind als reine Wolle?

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