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 Betreff des Beitrags: Dickeres Dochtgarn spinnen????
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 10:34 
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Geisterwesen aus dem alten Forum

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im alten Forum schrieb Emi am 23.08.2006 - 11:01:

Hallöle!

Ich spinn jetzt schon seit 2 Monaten und mein Garn ist mittlerweile schon richtig dünn und ziemlich gleichmäßig (100g/400m).Jetzt möchte ich aber kein verzwirntes Garn haben (weil ich selber färbe und ein Farbverlauf-Junkie bin!), sondern möchte gerne einfädiges Garn haben, dass ich so mit Nadeln 4-6 verstricken kann. Haltet mich für bekloppt, aber ich bekomme einfach kein gleichmäßig dickes Garn hin!

Ich spinne mit einer 75g Buchenspindel vom Wollknoll. Liegt es an der relativ schweren Spindel, das mein Garn so fein wird?

Bin sehr gespannt auf Eure Antworten!

Liebe Grüße
Emi


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 Betreff des Beitrags: Re: Dickeres Dochtgarn spinnen????
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 10:37 
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Spinning-Jenny
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im alten Forum geschrieben am 23.08.2006 - 16:37


Huhu,

erst mal zu Deiner "Beruhigung". Das was Du jetzt gerade durchmachst, kennt wahrscheinlich jeder andere Spinner auch.
Auch ich muss mich wirklich auf die Sache konzentrieren, will ich dickes Garn spinnen. Ansonsten wird es auch bei mir unweigerlich und automatisch immer dünner und dünner ...

Eine schwere Spindel ist schon mal gut für dickes (Docht-) Garn. Allerdings wäre ein schwere Spindel mit einem Wirtel mit möglichst großem Durchmesser (ggf. sogar mit möglichst außenliegendem Gewicht) noch besser.
Großer Durchmesser bzw. möglichst viel weit außen liegendes Gewicht bewirkt nämlich, dass die Spindel langsamer (u. dabei aber auch länger) dreht.

Soweit ich mich erinnere hat die Buchenholzspindel von Wollknoll (ist es die da?) einen recht kleinen Wirtel. Aber eigentlich müsste es trotzdem gehen, damit dick zu spinnen.

Aber vielleicht könnt Ihr (d.h. die Spindel und Du) einfach nicht miteinander bei dickem Garn?
Das ist manchmal so und dann ist der einfachste Weg, auf eine andere Spindel umzusteigen. Wie wäre es denn mal mit einem Versuch mit einer CD-Spindel (mit 2 CDs oder mehr) oder eine Kreuzspindel mit recht langen Armen?
(die lassen sich ganz einfach und preisgünstig selbstbauen - mehr dazu siehe Selbstbauabteilung)

Soviel zur Spindel-Frage.

Ein paar Gedanken zu dickem Dochtgarn:
Um ein solches herzustellen, brauchst Du nur wenig Drehung (weil a) dickeres Garn weniger Drehung benötigt und b) Du es ja einfach verwenden willst und nicht möchtest, dass sich die verarbeiteten Stücke wegen zu viel Drehung nachher verziehen). Deshalb also der Rat zu einer langsam (aber lang) drehenden Spindeln!
Zweitens brauchst Du natürlich auch viele Fasern um ein dickes Garn zu erreichen. Insofern musst Du Dich jetzt hauptsächlich darauf konzentrieren, bewußt viele Fasern aus dem Faservorrat herauszuziehen.

Dabei stellt sich nun die Frage Deiner Spinntechnik:

Es würde jetzt eigentlich sehr viel helfen, Dich mal beim Handspindeln beobachten zu können, um zu schauen, welche Spinntechnik Du anwendest. Evtl. könnte nämlich ein Wechsel der Technik erfolgversprechend sein.

Benützt Du eher eine mittlere, lange Auszugstechnik?
d.h. hälst Du z.B. mit einer Hand den Faservorrat und ziehst mit der anderen Hand am Faden und lässt die Drehung ein wenig in den Faservorrat reinlaufen und die Drehung zieht sich automatisch neue Fasern mit heraus?
(meine Lieblingshandspindelspinntechnik). So dick zu spinnen ist allerdings sehr schwer.

Ich würde eher zu einem kurzen Auszug (evtl. sogar "true worsted draw") raten.
Also gaaaaanz bewußt viele Fasern ausziehen - genau in der gewünschten Dicke, dann erst die Drehung in diese ausgezogenen Fasern laufen lassen. Drehung abklemmen, neue Fasern genau in der gewünschten Dicke ausziehen, Drehung einlaufen lassen ... usw.

Da dabei ja dann jeweils nur wenig Drehung benötigt wird, muss sich die Spindel ganz langsam dabei drehen. Ansonsten hast Du nicht genügend Zeit, um Dich ganz auf das sorgfältige Ausziehen konzentrieren zu können. Kriegt das Garn so zu viel Drehung, weil Du noch zu langsam beim Ausziehen bist oder gar die Spindel stehenbleibt oder zurückdreht deswegen, dann solltest Du überlegen, evtl. für das Dochtgarnspinnen erst nochmal auf die Park-und-Spinnn-Methode zurückzugreifen.

Evtl. könnte es Dir auch die Arbeit beim Dochtgarnspindeln, wenn Du einen Handgelenks-Wocken benützt (mehr Infos dazu findest Du in diesem Thread darüber). Dann würde für die eine Hand nämlich das Halten des Faservorrates wegfallen und Du könntest besser mit beiden Händen arbeiten beim Ausziehen.
Außerdem kann man so problemlos eine größere Fasermenge halten - bei dem größeren Faserverbrauch für dickes Garn bestimmt auch ein guter Punkt.

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Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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 Betreff des Beitrags: Re: Dickeres Dochtgarn spinnen????
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 10:38 
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Geisterwesen aus dem alten Forum

Registriert: Di 8. Jul 2008, 02:27
Beiträge: 509
im alten Forum schrieb Emi am 23.08.2006 - 19:11:

BOAH...soviele Informationen!Bild

Also, ich denke, dass ich mit nem langen Auszug spinne. Und zur Spindel.....ggggda wäre also sone große Golding genau das richtige, gelle? (Hoffentlich is bald Weihnachten!!!)

Ich werde also einfach mal Deine Tipss ausprobieren. Ich habe Shetland Wolle auf der Spindel und die werde ich einfach mal bewußt langsamer laufen lassen und mehr ausziehen. Ich werde berichten......

Schonmal vielen Dank!!!!

Emi


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 Betreff des Beitrags: Re: Dickeres Dochtgarn spinnen????
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 10:39 
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Tahkli
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im alten Forum geschrieben am 04.09.2006 - 06:31


Ich kenne das Problem auch *seufz*, spinne eigentlich fast nur dünn, da ich das Garn zum Brettchenweben will. Will ich dann mal was dickeres spinnen ist es eine Tortur.

Am besten komme ich dann mit der Anfängerspindel von der fliegenden Spindel klar. Die läuft langsam und lange (großer, relativ schwerer, nach außen dicker werdender Holzteller, dünner Spinnstab). Für solche Sachen krame ich sie immer wieder mal hervor.

CU
Danny

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Mehr über mich und meine Hobbys erfahrt Ihr unter www.dannys-taverne.de, zum Hand- und Spinnradspinnen gibt es Infos unter www.spinnradclub.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Dickeres Dochtgarn spinnen????
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 10:39 
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Geisterwesen aus dem alten Forum

Registriert: Di 8. Jul 2008, 02:27
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im alten Forum schrieb Marie am 06.09.2006 - 19:47:

Hmmm... bei mir hat es relativ lang gedauert, bis ich wirklich dünn spinnen konnte, und es geht auch jetzt nur mit einer leichten Spindel. Allerdings ist mir zum Nadelbinden das dicke Garn eher recht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Dickeres Dochtgarn spinnen????
BeitragVerfasst: Di 8. Jul 2008, 10:40 
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Taiga-Rad

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im alten Forum geschrieben am 08.10.2006 - 20:25


Emi,

zum Trost, Patsy Z. sagt auf ihrem Video, dass dick spinnen viel schwerer ist als dünn zu spinnen. Dass die Unregelmässigkeiten bei dickem Garn viel sichtbarer sind als bei dünnem habe ich selber rausgefunden :wacky:

Also bleibt nur: weiterüben

Oder dünn spinnen und Navajo-Verzwirnen - da bleiben die Farbverläufe so ziemlich erhalten...

Viel Erfolg! Klara

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http://www.lahottee.info


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 Betreff des Beitrags: Re: Dickeres Dochtgarn spinnen????
BeitragVerfasst: So 17. Jul 2011, 00:34 
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Akha-Spindel

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Viele meinen, dünne Fäden zu spinnen sind schwierig. Ich habe oft Wollfäden von der Dicke eines Roßhaars gesponnen, weil der Kraftaufwand so niedrig ist. Bei dicken Fäden brauch ich zu viel Kraft um genügend Fasern auf einmal aus einen Kammzug zu ziehen. Ich finde dieses viel schwieriger. Für meine dicken Garne nehme ich zwei große Wirtel (großer Durchmesser) (Balkanspindel), die zusätzlich mit einen Messingring umgeben sind. Den Messingring habe ich aus einen 3 mm dicken Messingstab gebogen. Um dicke Fäden zu spinnen, wird bei mir der Kammzug extra vorbereitet und in dünnere Fasersträhnen zerteilt, daß man nur noch wenig ausziehen muß und dieses leichter zu bewerkstelligen ist.


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