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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschafzwirn
BeitragVerfasst: Di 18. Dez 2012, 00:15 
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Spinning-Jenny
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Zitat:
Die eine Spule ist aber schon vor so langer Zeit gesponnen, dass sich scheinbar der Drall schon völlig gesetzt hat. Das hat auf das Zwirnergebnis einen negativen Einfluss und ich weiß nicht recht, wie ich damit umgehen soll... Habt Ihr einen Tip?

Da ist die Drehung wohl schon sehr stark oder komplett eingeschlafen.
Zitat:
Doch doch, es wird ein Faden. Nur sit der sehr locker gezwirnt. Das ist mir neu, so einen Faden hab ich noch nie erzeugt.

Das bedeutet, dass Du Deinen Zwirn nicht mehr auf Ausgewogenheit kontrollieren kannst, indem Du eine lange Schlaufe frisch gezwirnten Garnes herunterhängen lässt und schaust, dass er in einer gerade Schlaufe ohne sich einzudrehen herunterhängt. Diese Probe geht nur, wenn das Garn noch GANZ FRISCH ist und die Drehung NICHT eingeschlafen ist. Denn die Drehung kommt wieder sobald sich die Fasern in einem warmen (Wasch-) Wasserbad wieder entspannen können d.h. ein nach dieser Probe gezwirntes Garn hätte viel zu wenig Zwirndrehung ....

Wie bekommt man nun ein ausgewogenes Garn hin?
  • Du könntest "drauf sch..." und einfach nach Gefühl zwirnen.
  • Bei Garn von einigermaßen gleichmäßig Stärke könntest Du versuchen so zu zwirnen, dass die Ausgangsfasern wieder parallel zur Fadenrichtung zu liegen kommen (Siehe unten verlinkten Fred)
  • Du könntest eine Zwirnprobe mache d.h. 2-3 Meter Einfachfaden verzwirnen (Enden zusammenknoten) und dann in warmem Wasser waschen und an einem Ende zum Trocknen aufhängen (Durch das warme Wasser wacht die eingeschlafene Drehung auf, durch das an einem Ende aufhängen, dreht sich zu viel Drehung raus und zu wenig wieder mehr in den Faden rein - so erhälst Du ein ausgewogenes Fadenstück). Dieses Fadenstück hängst oder legst Du neben Dein Spinnrad und benützt es als Zwirnmuster
Fred über ausgewogenes Garn

Wenn Du total eingeschlafene Singles verzwirnst, sieht der Zwirn immer erst mal recht seltsam aus - selbst wenn die Zwirndrehung so genau getroffen ist, dass ein ausgewogener Faden entstanden ist. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Man hat irgendwie das Gefühl, dass es aussähe, als seien die beiden Einzelfäden mit Zwang umeinandergepresst (oft mit etwas Luft zwischen den Fäden).
Das liegt einfach daran, dass die Fasern sich noch in der Form verweilen wollen, in die sie vorher so lange gepresst waren. Sobald das ganze aber mit warmem Wasser in Berührung kommt und sich die Fasern wieder entspannen können, entsteht wie durch Zauberhand ein schöner Zwirn bei dem sich die Fäden schön umeinanderschmiegen.

_________________

Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschafzwirn
BeitragVerfasst: Mi 19. Dez 2012, 18:10 
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Navajo-Spindel
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Dago, Du machst mir Mut. Das Garn sieht wirklich umeinandergezwungen aus. Ich hab nun einfach nach Gefühl gewzirnt und bin ganz neugierig auf das Ergebnis.

Vlasta, die Frage, was an dem Garn besonders ist, finde ich fast blasphemisch. ;) Es ist von mir gesponnen, das ist schon sehr besonders.

Ich möchte das Garn danach gern färben. Würdet ihr es vorher wässern oder kann das mit dem Färben zusammenfallen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschafzwirn
BeitragVerfasst: Mi 19. Dez 2012, 19:05 
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Buch-Charka
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Ich persönlich würde das vorher wässern, falls der Drall ganz daneben ist, könnte man das sicher noch mal einfacher durchs Rad laufen lassen wie danach, wenn es evt. etwas angefilzt ist. Aber angefilzt wäre es natürlich auch stabil *kopfkratz*. Ich lasse fertig verzwirntes halt immer zu Wasser, es ist so ein schönes Gefühl, den fertigen Strang zu versenken :mrgreen: :mrgreen:

_________________
Liebe Grüße
Gabi


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschafzwirn
BeitragVerfasst: Sa 22. Dez 2012, 21:16 
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Flügelspinnrad
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Wir sind auch neugierig auf´s Ergebnis. Fotos!! 8-)

Was die Besonderheit betrifft: Ich dachte mir, ich nehme Dir mit meiner frechen Frage ein wenig die Scheu, einfach drauflos zu werkeln.

Wenn man lange nicht zum Spinnen kommt, kann es ja sein, daß man alles wieder vergessen hat und dann ist natürlich jeder Zentimeter Garn kostbar wie gesponnen Gold. Aber wenn´s von einer Faser ist, von der man noch ein halbes Kilo rumzuliegen hat und auch locker nachbestellen kann, kann man ja auch mal eine Spule Zwirn zu Übungszwecken verhauen. (Ich sag mir immer: Das ist dann im schlimmsten Fall zum Strickfilzen. Da sieht man ja hinterher nicht, was es vorher für Garn war.)

Wenn nu der Faserlieferant aber der längst verstorbene Lieblingscollie der Großtante war, bzw. die Wolle schon abgewogen war für ein spezielles Projekt, dann seh ich ja ein, daß man sich Gedanken macht. 8-)

Das Wässern vor dem Färben hängt davon ab, womit Du färbst, oder?

_________________
LG,

Vlasta
http://mesicni-ovce.blogspot.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschafzwirn
BeitragVerfasst: Di 25. Dez 2012, 17:51 
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Navajo-Spindel
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Registriert: Mo 7. Jul 2008, 12:17
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Ja. Und wenn ich das wüsste wär ich schon einen Schritt weiter. Bin für Empfehlungen dankbar. Ich hätte gern einen grünen Farbton, kann gelblich oder bläulich sein.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wollschafzwirn
BeitragVerfasst: Di 25. Dez 2012, 18:01 
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Großes Wollrad

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Säurefarben dürfte klar sein, anmischen und gut.
Pflanzenfarben wie wäre es mit
gelblich grün

rote Zwiebelschale
Mohnblüte
Schilfblüte
Zierkirschrinde
Blutpflaume usw.

bläulich wird evlt noch Liguster oder eben auch schwarze Stockrose.
aber die schönsten bläulich/grünen Färbungen bekommt man mit gelb überfärbt mit Indigo ;-)


Karin


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