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 Betreff des Beitrags: Re: Tipps für Sockengarn?
BeitragVerfasst: Di 25. Jan 2011, 20:01 
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Spinning-Jenny
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Meine nächste Experimente sollen an der Sockenfront gemacht werden.

Die in diesem Fred genannten Socken leben übrigens immer noch. Allerdings muss ich die nach ca. 2 Tragetagen immer wieder flicken. Wobei ich anfang zu flicken, bevor ein richtiges Loch entstanden ist. Wobei ich mittlerweile das Gefühl habe, dass die Partien, die mit der groben Wolle bestehen eigentlich gar nicht besser abschneiden, als die die mit stark gedrehten feineren Fasern bestehen (wobei ich damit nicht Merino meine, war glaube ich Gotlandwolle). Wobei ich da fast glaube, dass es daran liegt, dass die groben Fasern aus einer Mischung feinem Unterhaar und den groben Deckhaaren bestehen und da die groben Fasern die feinen Fasern durchscheuern, so dass bald nur noch das grobe Haargerüst übrig ist.
Bei den feineren oder besser gesagt Garnpartien, die aus einer einheitlichen Dicke von Fasern bestehen, sich das ganze gleichmäßiger abnützt.

Nun habe ich mir folgende Fasern für Mischungen besorgt:
Hanf, Modal, Polyamid, Viscose und Mohair

Das Thema Beilaufgarn habe ich mittlerweile ad acta gelegt, da ich meine Socken unterm Fussballen durchlaufe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Tipps für Sockengarn?
BeitragVerfasst: Do 31. Mär 2016, 23:04 
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Spinning-Jenny
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Zitat:
Nun habe ich mir folgende Fasern für Mischungen besorgt:
Hanf, Modal, Polyamid, Viscose und Mohair


Ich glaube, da muß ich mal den Speicher auf den Kopf stellen, um die wieder auszugraben. Und wahrscheinlich werde ich große Probleme haben Modal, Polyamid und Viscose außeinanderzuhalten.

Im Spinner's Book of Yarn Design gibt es das so genannte 'Great Sock Yarn Experiment' in drei Teilen.

Der erste Teil, Seite 89 bis 91 beschäftigt sich mit einem Haltbarkeitsvergleichstest von einem Socken aus Navajo-gezwirntem ('Chein-Plied Yarn') Garn mit einem normalem Dreifachzwirn.
Sie schreibt, dass viele annehmen, dass das navajo-gezwirnter Garn theoretisch schwächer sein müsste, weil es sich aufribbeln würde, wenn ein Teilfaden durchgescheuert ist und das Loch somit schneller größer werden müsste oder dass das Schlaufenende bzw. die Reibung dort einen zusätzlichen Schwachpunkt bilden würde.
In der Praxis sah das dann bei ihrem Experiment anders aus:
Beim ersten Testpaar aus Merinowolle gingen beide Socken am gleichen Tag kaputt, das Loch im Socken aus dem Navajo-Zwirn war etwas größer.
Das zweite Testpaar spann sie aus Polwarth-Kamzug ('painted Polwarth wool top') und das dritte aus Superwash BFL. Sie berichtet, daß die Polwarth-Socken sich genauso verhielten wie die Merino-Socken.
Über die Superwash BFL schreibt sie, dass es ewig dauerte, bis sie Löcher bekamen ('...The other was from superwash Bluefaced Leicester ..., which seemed to take forever to wear out. ...', Seite 90). Beim BFL-Socken bekam der traditionelle Dreifachzwirn zuerst ein großes Loch.

Außerdem vergleicht sie zwei unterschiedliche Fersenverstärkungen: einmal die Fersenwandverstärkung bei der jede zweite Masche abwechselnd nur abgehoben wird (keine Ahnung, ob es dafür eine spezielle Bezeichnung in D gibt) bei den Merinosocken und bei den Polwarthsocken wurde bei der Fersenwand- und Käppchen jede zweite Masche verschränkt abgestrickt, wodurch die Maschen/das Maschenbild enger/straffer wurden. In ihrem Experiment beobachtete sie, dass die Verstärkung durch verschränkte Maschen eine deutlich höhere Haltbarkeit zeigte. Sie führt an, dass wahrscheinlich die Verwendung von dünneren Nadeln in diesem Bereich den gleichen Effekt haben könnten.

Welche Erfahrungen habt Ihr den mit Socken aus Navajogezwirnten Garnen gemacht?

(Da ich schon mal einen extrem langen Bericht über alle drei Teile dieses Sockenexperiments verfasst hatte und dieser verlustig ging, als ich unterbrochen wurde und dann den Komm-Puter runterfuhr ohne Beitrag abzuschicken, werde ich das ganze jetzt in einzelnen Beiträgen unterbringen.

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