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Forum rund um das Spinnen mit Spinnrad und Handspindel
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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 12:04 
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Spinning-Jenny
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Huhu zusammen,

ich habe ein paar neugierige Fragen:

Geht Ihr regelmäßig zu irgendwelchen Spinntreffen oder Spinngruppentreffs?
Was bringen Euch die Besuche?
Was ist Euch wichtig bei diesen Treffs?
Seht Ihr auch Nachteile bei einer Teilnahme?

Habt Ihr schon mal ein großes mehrtägiges Spinntreffen besucht?
z.B. das Traub-Treffen, das der Handspinn-Gilde, Bodenseespinntreffen o.ä.?
Wie fandet Ihr diese Treffen?
Seid Ihr von weit her angreist?
Haben sich die Kosten und Mühen gelohnt?
Was gefällt Euch an diesen Treffen ... oder eher nicht?

Ach, berichtet einfach mal über Eure Erfahrungen mit aller Art von Spinntreffen.

Ich muss sagen, dass mir der Besuch meiner zwei allerersten Spinntreffen sehr sehr viel gebracht haben.
Das erste war ein Fasertauschtreffen in der Jugendherberge in Neumünster. Also fast vor meiner Haustür. Da konnte ich noch ganz kurzfristig mitkommen, obwohl ich an besagtem Fasertausch gar nicht teilgenommen hatte. Da es angekündigt war, dass ich kein Spinnrad hatte, brachte eine andere Spinnerin ihr Zweitrad mit und ich konnte das ganze Treffen über auf einem Rad spinnen und auch die Räder der anderen ausprobieren. Fast noch mehr hat mir allerdings gebracht, dass ich verschiedene Fasern zum Ausprobieren bekam und so feststellte, dass meine Probleme mit der Handspindeln hauptsächlich daran lagen, dass ich mit den langfaserigen Merinokammzügen, die ich ausschließlich hatte, nicht richtig zurecht kam.

Mein zweites Spinntreffen war das Spinnen auf dem Hof bei Elke in der Nähe von Bremen. Da nahm mich eine andere Spinnerin in ihrem Auto mit und das Treffen selbst kostete nur eine kleine Umlage für Verpflegung (so dass ich mir das als "armer Stupident" leisten konnte). Auf das Treffen wollte ich unbedingt um weitere Spinnräder Probespinnen zu können und weil es dort ein Merino-Spinnrad zum Ausprobieren gab (das einzigste Modell, welches ich mir preislich überhaupt leisten konnte). Ich nutzte auch das Treffen um ausgiebig alle dort befindlichen Räder probezuspinnen ... und verliebte mich schließlich am letzten Tag in mein erstes Spinnrad: das Moswolt-Hammerrad. Das hatte ich erst gar nicht ausprobieren wollen, weil mir sein futuristisches Design überhaupt nicht gefiel. Aber nachdem ich trotz längerem üben weder mit dem Merino noch mit zwei anderen günstigen Modellen zurecht kam, ließ ich mich dann halt doch überreden, mich mal an das Rad zu setzen: ... und von den ersten cm gesponnenem Garn kam ich sofort super damit zurecht. Ich kam mit der Einstellung des Einzugs sofort klar, konnte sofort je nach Wunsch dick oder dünn spinnen ... naja, einfach Liebe auf den ersten Meter (gesponnenen Garnes). Und zum Schluss konnte ich das Rad sogar mitnehmen und in winzigen Raten abstottern.

Ich verabredete mich privat mit SpinnerInnen in der Umgebung und begann alsbald selbst kleine Spinnkreistreffen bei mir zuhause zu veranstalten. Ich reiste auch ab und an zu Spinngruppentreffen in andere Orte in Norddeutschland (z.B. Kiel, Hamburg). Einmal besuchte ich ein - auch privat organisiertes - Treffen in Südhessen, als ich meine Eltern dort besuchte. Ich organisierte die allerersten Nordspinnertreffen in Molfsee und auch Nadelbindertreffen (wo auch fleißig gesponnen wurde).

Anfangs brachten mir das sehr viel Spaß und ich lernte sehr viel und gab auch später sehr viel weiter. Aber irgendwann war dann einfach ein Punkt erreicht, wo ich das Gefühl hatte, dass mich die Treffen irgendwie überfordern. Ich bekam zu viel Input, zu viele Ideen und Anregungen und "musste" irgendwie jeden Trend in der Gruppe mitmachen, jede neue Faser ausprobieren ... und fing an mehr und mehr UFOs zu produzieren.
Irgendwann war das fast wie eine Erlösung nicht mehr auf die Treffen zu gehen und lieber alleine zuhause vor mich hin zu werkeln.
Wobei dann der entgültige Schritt zu keinen Treffen mehr zu gehen, auch mit beruflichen Änderungen zu tun hatte.

Zu so richtig großen Spinntreffen, wie z.B. dem der Handspinngilde o. dem Traub-Treffen war ich nie. Vielleicht versuche ich es irgendwann noch einmal damit ... aber so richtig reizen konnten mich diese Großveranstaltugen bisher nie.
Keine Ahnung warum. Aber ich denke, mich stört da die Organisationsweise und dass die Kursleiter dort bezahlt werden. Bei den Treffen, die ich mit organisiert habe, war immer klar, dass das zum Selbstkostenpreis ehrenamtlich angeboten wird und diejenigen, die irgendwelches Wissen vermittelten, das auch ehrenamtlich ohne "Lohn" taten. Also mehr in Richtung gemeinsamer Erfahrungs- und Wissensaustausch.

So, jetzt bin ich sehr gespannt auf Eure Erfahrungen mit Spinntreffen und Spinngruppentreffen jeglicher Art.

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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 12:36 
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Buch-Charka
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Spinntreffen sind wie Kurzurlaub, als Anfängerin habe ich da ganz viel gelernt und heute ist es einfach ein schöner Nachmittag mit gleichgesinnten Wollfans.

In Petzis Forum gibt es ja einige Spinngruppen. Ich gehe regelmäßig nach Heidelberg zum Treffen, das ist mit vielen Leuten (letztesmal waren wir 15 :D ), dann besuche ich im Winter die Spinntreffen in der Schwarzwälder Spinnstube, die sind gefährlich für Wolldiätler :mrgreen: und ich organisiere auch Treffen für die Freiburger Gruppe, die sind den Sommer über bei einem Schafstall (der bei der Schur meine Wollreduzierbemühungen sabotiert, es gibt ja soooo schöne Wolle da :mrgreen: ). Ja, und beim Schafstall ist das nächste Treffen am 24. Juni, am 2. Juni ist Heidelberg, und am 30. Juni ist Webertreff :mrgreen: . Geht es mir nicht gut? :mrgreen:

_________________
Liebe Grüße
Gabi


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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 12:48 
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Großes Wollrad
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Also, ich gehe sehr gern zum Spinntreffen.

Ich finde es wunderbar, die Menschen, mit denen man virtuell "verkehrt", auch "in echt" kennenzulernen.

Meist kommen wir aber gar nicht soooooo viel zum Spinnen. Da wird geratscht, geschnackt, gezeigt, geschaut. Aber eben auch gefachsimpelt.

Und immer gibt es jemanden, die bei Problemen weiterhelfen kann.

Ich habe auf meinem ersten Spinntreffen das Spinnen am Spinnrad gelernt. (zu Haus und allein wollte das so gar nicht). Aber da hatte ich den anderen beim Spinnen zugeschaut und es denn selbst propbiert. Ich bekam sofort Tips und so konnte ich in kürzester Zeit meine ersten Meter am Rad spinnen.

Auch haben wir gemeinschaftlich schon ein altes, quitschendes Rädchen begutachtet. Irgendwer hat immer einen Rat oder eine Idee. Das funktionert virtuell dann meist nicht so gut.

Ich freue mich immer auf die nächsten Treffen.
Sie geben mir viel und jedesmal gehe ich reicher nach Haus
:D :D

LG Maren

_________________
... übrigens ... Plattdeutsch ist KEIN Dialekt, sondern eine international anerkannte Sprache ! :-)
_____________________________________________


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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 13:29 
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Großes Wollrad

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Ich spinne super gerne in Gesellschaft
Ich gehe sowohl regelmäßig als auch zu versch. Spinngruppen
Auf großen Veranstaltungen war ich auch schon mehrfach.
Ich geniese dass immer sehr. Ist wie schon geschrieben, ein Kurzurlaub

Das Kursleiter eine Aufwandsentschädigung bekommen, sehe ich im übrigen als selbstverständlich.
Damit werden gerade mal die Kosten in etwa abgedeckt. Hab selbst schon nen Kurs beim letzten Handspinngildentreffen gehalten, reich wird da keiner. Es geht da ja meist nicht um Grundlagen für Spinnanfänger. Das zeigen wir im Grunde das ganze Jahr kostenlos in vielen ehrenamtlichen Stunden, und diese Kurse sind meines Wissens bisher immer Kostenfrei gewesen.
Ich denke Ehrenamt ist ne feine Sache, ich bekleide mehrere ;-)
Trotzdem ist das was anderes.
Kein professioneller Kursleiter der das beruflich macht, oder ne weite Anreise hat, macht das ehrenamtlich.
Gute Kursleiter sind eh dünn gesäht in D, wenn wir nun auch noch verlangen würden, dass sie das ehrenamtlich machen, dann findet sich definitiv für arbeitsintensivere Themen niemand mehr, oder für Fortgeschrittene .
Von anderen Berufen erwartet man das auch nicht ;-)
Wenige bis keine Schneiderin macht umsonst Nähkurse bei der VHS oder ein Bildhauer einen Schnitzkurs. Die Preise sind meines Erachtens eh human. Kenn das aus dem Quiltbereich ganz anders ;-)


Was die Anreise betrifft, ja ich bin auch schon mehrfach sehr weit angereist ;-)
Und ja hat sich bisher immer gelohnt
Nachteile: für mich keine

Für mich sind diese Spinntreffen ganz fester Bestandteil, sie nehmen einen großen Raum ein.
Mir gibt es sehr viel die Leute auch persönlich kennenzulernen, es entstehen da ganz ganz liebe Verbindungen, die ich nicht missen möchte.
Das kann für mich das www in keinster Weise bieten.


Was bringen mir die Besuche:
Im Sinne von dazulernen, eher wenig, aber das ist für mich noch nie die Motivation gewesen, hinzugehen.
Da kann ich mir auch ein Buch kaufen, wo die Techniken erklärt werden.

Es ist schön miteinander verbrachte Zeit, ein sehr hohes Gut für mich.
Karin


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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 14:05 
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Fallspindel
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Also ich gehe auch regelmäßig zu unserem Ortsgruppentreffen, wobei ich anmerken muss, dass mir das nur durch andere ermöglicht wird, da ich kein eigenes Auto habe :)

Anfangs wars schon etwas merkwürdig plötzlich in so einen doch fremden Weiberkreis zu stolpern, aber ich muss sagen, dass sich schon nach kurzer Zeit alle wunderbar verstanden haben - als hätten wir nie was anderes gemacht.
Wir werden auch jedesmal mehr, da immer noch eine eine Freundin mitbringt oder sonstwen.

Vorteile: da ich mir so teure Markenräder weder leisten kann noch will, ist es natürlich praktisch wenn man hier und da mal probetreten darf. Außerdem sehen dann auch die anderen mal, dass man mit billigen Flohmarkträdern (also meine :lol: ) genauso gut spinnen kann.
Man lernt viel neues und kann auch anderen weiterhelfen, wenn mal Not am Mann ist.
Wir haben auch schon viel untereinander getauscht (alles mögliche), was mir echt gefällt.
Wie shorty schon sagte: Spinnen in Gesellschaft ist einfach irgendwie toll. Ich kann das gar nicht richtig erklären, aber es macht so viel mehr Spaß.... schon komisch.
Und ein schöner Nachmittag so unter netten Gleichgesinnten ist halt einfach schön. Ob man nun spinnen geht oder grillt oder sonstwas ist dabei ja erstmal zweitens ;)

Nachteile: eigentlich keine.
Ich kann aber dein UFO-Problem nachvollziehen. Ich denk mir auch manchmal "Mensch, schon wieder ein Monat rum und du hast gar nix zum Zeigen zustande gebracht". Das ist zwar manchmal etwas blöd, aber davon lass ich mich ehrlich gesagt nicht beeinflussen. Also ich fang jetzt nicht fix noch was an, nur damit ich was vorzeigen kann.
Die anderen haben ja auch immer genug dabei worüber man quatschen kann :)


Zu so großen Treffen war ich bisher noch nicht, weil mein Budget es einfach nicht her gibt. Wenn es keine Frage des Geldes wär, würd ich aber schon mal vorbeischauen, denke ich... wenn auch nur aus reiner Neugier :mrgreen:

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Wollhexe ist jetzt als ErzgebirgsWollkyre bei Etsy und Dawanda. ^^


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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 16:30 
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Taiga-Rad

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Wir hätten ja theoretisch ein monatliches Spinntreffen mit so 5 bis 10 Teilnehmern - bloss dass es praktisch im April nur 2 Leute waren, im Mai ganz ausfiel und im Juni und Juli wahrscheinlich auch ausfällt (andererseits sehe ich zwei der anderen Teilnehmerinnen sowieso beim Grand Bazar des Savoirs in Nantes). Da wird einfach gemeinsam gegessen, geredet und ein bisschen gesponnen (oder auch mal gewebt oder gestrickt). Nachteile gibt's keine - ausser der teilweise weiten Anreise (nach Pornichet sind's doch fast 200 km). Zu UFOs führen die Treffen auch nicht, eher im Gegenteil, weil wir keine angefangenen Stücke zeigen, sondern fertige. Bei einem grossen Treffen war ich noch nie.

Ciao, Klara

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http://www.lahottee.info


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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 17:01 
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Spinning-Jenny
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Zitat:
Kein professioneller Kursleiter der das beruflich macht, oder ne weite Anreise hat, macht das ehrenamtlich.
Gute Kursleiter sind eh dünn gesäht in D, wenn wir nun auch noch verlangen würden, dass sie das ehrenamtlich machen, dann findet sich definitiv für arbeitsintensivere Themen niemand mehr, oder für Fortgeschrittene .


@shorty: ich verlange ja nicht, dass jeder sein Wissen ehrenamtlich weitergibt. Das kann jeder für sich entscheiden, ob er Geld nimmt oder nicht.

Nur mir gefallen halt Treffen besser, wo man gemeinschaftlich etwas plant, sich JEDER ehrenamtlich dabei einbringt und man das ganze zum Selbstkostenpreis anbieten kann und somit die Veranstaltung auch für ein Klientel erschwinglich macht, das sich große Treffen mit gebührenpflichtigen Kursen nicht leisten kann.
Die Nadelbindertreffen waren ja immer auf diese Weise organisiert. Da haben wir alle anfallenden Arbeiten unter den Teilnehmern aufgeteilt und jeder hat irgendeinen Posten übernommen. Wer das Knowhow hatte, hat irgendwelche Kurse und Unterweisungen gegeben, der andere hat sich um den Einkauf, das Kochen vor Ort gekümmert, die Organisation eines Ausflugs o.ä. gekümmert. Wer zum Schluss noch ohne Aufgabe übrig blieb, der erledigte den Abwasch oder die Hausendreinigung...
Dadurch habe ich auf solchen Treffen ein ganz anderes Klientel, ein ganz anderes Gemeinschaftsgefühl und da fühle ich mich einfach wohler, als wenn ich als eine Art Konsument eine Tagung mit Vollpension, Kursen und Einzelzimmer buche und mich "bedienen" lasse.

Das ist so ungefähr der Unterschied, ob ich eine Kreuzfahrt buche oder ob ich mit Freunden mich um ein altes Schiff kümmere und dann gemeinsam mit diesen Segeln gehe.

Auch als Organisator oder Kursleiter macht es mir viel mehr Spaß das ganze ehrenamtlich gemeinsam mit anderen zu organisieren. Weil ich dadurch einfach nicht mit einer derartigen Anspruchshaltung konfrontiert werde, als wenn ich dafür Geld nehme. Kann das ganze also wesentlich lockerer und entspannter angehen.

Auf der anderen Seite funktioniert so etwas nur, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht. Im Spinnkreis ging es mir irgendwann auch auf den Keks, dass immer wieder Neue mit einer Art "Absahnermentalität" auftauchten, sich ihr Spinnrad (kostenlos, oftmals noch mit Material aus meiner Werkstatt, für das ich auch nichts berechnete) reparieren ließen und und kamen, bis das Spinnen klappte. Anschließend waren sie verschwunden und bei irgendwelchen Gemeinschaftsarbeiten waren sie auch nie gesehen. Nachdem ich dann auch noch mitkriegte, dass wir auf diese Weise die Kundschaft der örtlichen Spinnlehrerin abgruben und ihr kleines Zubrot, dass sie sich mit den Kursen verdiente, durch uns wegfiel.
Oder das Beispiel, dass ich anfangs immer für völlige Frischlinge CD- und Holzradspindeln bereithielt und kostenlos mit Übungsfasern abgab, bis es einriß, dass viele nur 1x "zur Abholung der kostenlosen Gerätschaften" vorbeischauten und dann nie wieder. Deshalb fing ich dann schnell an, mir zumindest die Materialkosten erstatten zu lassen (und schwups kamen weniger Interessenten).

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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 18:22 
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Großes Wollrad

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Ja geben und nehmen wäre schon feiner.
Leider hab ich wie Du die Erfahrung gemacht, dass einige nur nehmen und nichts zurückkommt.
Wie gesagt, wenn das gut funzen würde, ja dann.... ;-)
Wobei das in der Größenordnung der Handspinngildentreffen eigentlich nicht mehr gut geht, so mit Abwasch oder so ;-)
Das sind einfach ganz andere Dimensionen.Ist sicherlich auch ein Kriterium ob sichs da um ne Stückzahl so 25 - 40 Personen oder gar drunter oder um 100 oder 150 handelt.
Davon sind mindestens 5 untersch. Allergiker dabei.
Da kann kein Laie kochen.
In Ruhpolding gingen an dem öffentlichen Tag über 1000 Essen über den Tisch ;-)
Man muss ja auch keinerlei Kurse buchen, dann ists eher bezahlbar, klar.
Ich kenne beide Varianten, kann das absolut nicht bestätigen mit dem schlechteren Gemeinschaftsgefühl. Einfach mal testen würd ich sagen ;-)
Das Klientel ist total durchmischt, in keinster Weise abgehoben oder gar elitär
Obs einem gefällt ist klar Geschmackssache, aber ohne es ausprobiert zu haben, finde ich ist schwer urteilen ;-)
Ich empfinde das bedienen lassen übrigens als sehr angenehm. Einfach weil ich einen sehr stressigen, anstrengenden Familienhaushalt habe.Auch das Einzelzimmer.
Einfach mal durchschlafen, ein Luxus in den letzten 17 Jahren.
Mich nur um mich und mein Hobby kümmern zu können, einfach nur schön.
Ich denke, dass kommt einfach auf die untersch. Lebenssituationen an.
Der Vergleich mit der Kreuzfahrt passt schon, aber es hat nicht jeder die Kraft für den selbstorganisierten Segelturn.
Karin
Nachtrag evlt sollte ich noch erwähnen dass die Treffen der Handspinngilde für mich sowieso ein "Pflicht"termin sind


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BeitragVerfasst: Di 22. Mai 2012, 21:39 
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Spinning-Jenny
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Das Treffen der Handspinngilde würde mich auch mal reizen (schon alleine um dort den Flachskurs bei Helga Heubach zu besuchen).
Leider ist da der Anmeldeschluß immer so arg früh, da kann ich mit meinem Job absolut nicht absehen, ob ich da überhaupt kann :(

Schade, wenn es noch Einzelzimmer für dieses Jahr gäbe, hätte ich mich vielleicht ohne extra Kurse noch angemeldet... aber mit 3-monatigem Knirps fällt wohl eine Teilnahme im Mehrbettzimmer aus.
Das Jahr drauf stehen ungefähr in der Zeit diverse Fortbildungen und Trainings beruflich bei mir an, da werde ich auch keine Teilnahme planen können :(

Da komme ich schon wieder ins Grübeln, ob ich nicht lieber statt dessen versuche mal wieder ein eigenes Treffen hier oben über ein Wochenende zu organisieren. Zumal die Teilnahmegebühr für das Gildentreffen auch ungefähr in der gleichen Höhe liegt wie das Geld, dass ich für eine evtl. Stornogebühr bei der Organisation eines solchen Wochenendtreffens für 20-30 Personen riskiere.

Ward Ihr schon bei anderen überregionalen Treffen als dem der Handspinngilde?

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BeitragVerfasst: Mi 23. Mai 2012, 06:46 
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Großes Wollrad

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spinntantchen hat geschrieben:
Ward Ihr schon bei anderen überregionalen Treffen als dem der Handspinngilde?



Ja von Petzis Spinnforum schon in Fieberbrunn Österreich und mehrfach in Simbach.
Auch sonst sehr viel unterwegs in regionalen Spinngruppen und Terminen die eigentlich ausserhalb meines Km Einzugsgebietes liegen ( Freiburg, Hersbruck, Königsbronn )
Bis zu Dir hoch ist´s wohl ein bißerl weit. ;-)
Aber ich würd vermuten Teilnehmer finden sich bestimmt.

Ja der Anmeldeschluss bzw. voll ist recht zeitig, der Andrang ist einfach relativ groß.
Meist können nicht alle teilnehmen, weil so ab 100 Leuten es schon schwierig wird mit nem geeignetem Veranstaltungsort.
Man braucht da ja auch reichlich Kursräume, nen großen Spinnsaal usw. Und bezahlbar solls auch noch einigermaßen sein, was südlich schon relativ knifflig ist.
Wir ( bzw.die superfleissige Planungsgruppe vor Ort) stecken schon in Planungen für 2014 ;-)

Traub Treffen würd ich schon mal zu gerne, schaff ich aber hier logistisch immer nicht.
Ach ja der Flachskurs von Helga ist sehr empfehlenswert ;-)
Karin


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