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Forum rund um das Spinnen mit Spinnrad und Handspindel
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 Betreff des Beitrags: Spinnwettbewerb?
BeitragVerfasst: Do 30. Apr 2009, 18:05 
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Flügelspinnrad
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Registriert: Fr 27. Mär 2009, 15:42
Beiträge: 531
Postleitzahl: 3044
Wohnort: Cottbus
Land: Deutschland
Hallo Ihr,

ich möchte, um meine Spinnstube zu beleben, bzw. die alten Anhängerinnen ein wenig zu unterhalten, an einem Abend einen Spinnwettbewerb veranstalten.
Hat hier jemand Erfahrung damit?
Welche Disziplinen sind möglich (evtl auch anfängertauglich)?
Was bewertet man und wie?

Ich dachte so an
- verschiedene Fasern zu einem Faden spinnen
- Schnellspinnen
- so fein wie möglich spinnen
- Effektgarn?
- Hindernislauf?
???

Was ist praktikabel? Jeder bringt sein Spinnrad mit? Baugleiche Handspindeln für alle?
???

_________________
LG,

Vlasta
http://mesicni-ovce.blogspot.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Spinnwettbewerb?
BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 10:26 
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Akha-Spindel
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Registriert: Do 10. Jul 2008, 18:24
Beiträge: 93
Postleitzahl: 91074
Wohnort: Herzogenaurach
Land: Deutschland
Hallo Vlasta,

Die erste Frage ist eigentlich: Willst du ein objektives Ergebnis oder möchtest du, dass alle Spass haben?

Für ein objektives und vergleichbares Ergebnis musst du alle Leute auf den gleichen Rädern und den gleichen Spindeln ein vorher genau festgelegtes Garn spinnen lassen - das artet für mich immer viel zu schnell in Arbeit aus, da ich sehr "emotional" arbeite. Dafür haben die Juroren kaum Probleme beim Bewerten, da das anzustrebende Ergebnis ja genau so aussehen soll, wie beschrieben.

Für einen "jeder soll Spass haben" Spinnwettbewerb musst du immer noch ein gleichmäßig vorbereitetes Material stellen und ein paar Handwerkszeuge vorhalten (Spinnräder und Spindeln). Prinzipiell bringt jeder sein Lieblingswerkzeug mit, und das zu spinnende Garn sollte Eigenschaften haben, die auch bei sehr unterschiedlichen Werkzeugen (10g-Standspindel vs. Ashford-Rad mit starkem Einzug) noch vergleichbar sind. Möglichkeiten wären dafür: Gleichmäßigkeit des Garns oder Eingesponnene Effekte.

Wenn du auf Lauflänge gehst, musst du Radspinner und Spindelspinner trennen, da die Radspinner meist in Sachen Tempo die Nase vor haben. Dabei kannst du ja einfach "das längste Garn in 20 Minuten" prämieren, ganz unabhängig von der Qualität.

Wie gesagt: Welche Klientel hast du, und was möchtest du erreichen? Ich bin ein Spass-Spinner. Wenn die Leute nicht lachend am Rad sitzen oder grinsend die Spindel anstossen, lief für mich etwas falsch. Aber das ist Ansichtssache, und Spass bedeutet für jeden etwas anderes.

--Thea
Herzogenaurach, germany

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 Betreff des Beitrags: Re: Spinnwettbewerb?
BeitragVerfasst: Fr 1. Mai 2009, 14:42 
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Flügelspinnrad
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Registriert: Fr 27. Mär 2009, 15:42
Beiträge: 531
Postleitzahl: 3044
Wohnort: Cottbus
Land: Deutschland
Ja, es geht mir hauptsächlich um den Spaß!
Deswegen tüftele ich jetzt an einer Art Hindernislauf, den man mit der Handspindel bewältigen muß. Vielleicht ist es aber mit einem Spinnrad unter dem Arm noch lustiger??
Nun, wir sind hier alle Anfänger und Autodidakten und es wollen alle unterschiedliche Sachen mit ihrem Garn erreichen, daher kann es nur um ein bißchen Gaudi bei so einem Wettbewerb gehen. Es haben alle mit der Handspindel angefangen und sich dann je nach Können und Kasse ganz unterschiedliche Spinnräder besorgt.

Ich dachte jetzt an ein Päckchen unterschiedlichster Fasern für jeden, eine Handspindel und einen Parcours: Fragen zum Spinnen, zu Schafen/Lein etc.pp, Hindernisse, die man/frau überwinden muß, und und und - und am Ende zählt die Zeit und/oder die Länge des Garns oder so.

Aber so richtig in Sack und Tüten ist das alles noch nicht. Ich weiß halt nicht, was so praktikabel ist.

_________________
LG,

Vlasta
http://mesicni-ovce.blogspot.com/


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 Betreff des Beitrags: Re: Spinnwettbewerb?
BeitragVerfasst: Sa 2. Mai 2009, 16:05 
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Navajo-Spindel

Registriert: Fr 29. Aug 2008, 15:59
Beiträge: 385
Postleitzahl: 0
Wohnort: Niedersachsen
Land: Deutschland
Also ich kenne die Wettspinnen aus Boitzenburg und Neuhaus sowie aus den Niederlanden.
Bei ersteren geht es um den längsten Faden, den man aus einer festgelegten Menge (z.B. 100g) Wolle spinnen kann. Welches Spinnrad oder Handspindel man benutzt ist egal, nur motorgetriebene sind ausgeschlossen.
Bei letzerem geht es um Qualität, d.h. der Faden (egal welche Länge) muß möglichst gleichmäßig, nicht überdreht u.ä. sein. Im zweiten Durchgang muß man dann 3x so dick wie der eigene Faden des 1. Durchgangs spinnen, wieder gleichmäßig und nicht überdreht. Daran scheitern die meisten.
Beim 1. System kann das Ergebnis "jeder Idiot" messen, für das 2. System braucht man ein ausgebildetes Juroren-Team.

Sigrid

_________________
Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa, gebunde Ausgabe, Shaker-Media-Verlag
http://www.spinnrad.jimdo.com


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