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 Betreff des Beitrags: Unterfäden der Kette hängen durch
BeitragVerfasst: So 24. Mai 2015, 08:39 
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Spinn-Stöckchen

Registriert: Mi 20. Mai 2015, 07:24
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Hallo zusammen,
jetzt habe ich drei Tage Kette geschärt, durch Litzen gezogen und dann durchs Blatt und jeweils zweimal kontrolliert. Heute wollte ich noch schnell die Verschnürung machen und dann losweben.
Dies ist erst mein zweites Projekt auf dem Glimakra-Standard (und überhaupt beim Weben), daher hoffe ich, das ihr mir wieder helfen könnt.
Nachdem ich den ersten Tritt getreten habe, sah ich folgendes:
1. Die Fäden kleben sehr aneinander ( es ist Langflachsgarn 16/2 )
2. Die unteren Fäden der Kette sind nicht gespannt (waren sie aber in meinem ersten Projekt, und ich habe gleich verschnürt)
Woran kann das liegen?
Ist vielleicht jemand in der Nähe von Asperg/Stuttgart der mir helfen könnte, ich würde ja gerne Nachhilfe nehmen.
Verzweifelte Grüße
Bianca


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BeitragVerfasst: So 24. Mai 2015, 12:45 
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Spinn-Stöckchen

Registriert: Mi 20. Mai 2015, 07:24
Beiträge: 9
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Land: Deutschland
Entwarnung! Es waffelt schon!

Hallo zusammen,
nach der Misere oben habe ich mich noch einmal durchs Internet gewühlt und sämtliche Glimakra-Standard Fotos mit meinem verglichen, da fiel mir auf, dass bei mir (vom Vorbesitzer noch eingestellt) die Schäfte sehr hoch hingen und die Kette damit keinen geraden Verlauf von Kett- zu Warenbaum hatte. Ich habe mich also daran gewagt die Schäfte anzupassen. Das hat ganz gut geklappt und dann war wieder gleiche Spannung auf gehobenen und gesenkten Kettfäden.
Im Garn habe ich allerdings einige Dreher, wie die trotz mehrfacher Kontrolle hineinkommen weiß ich auch nicht :mrgreen:
Das Garn selbst hat einen starken Dreheffekt ist also nicht ausbalanciert. Es hakelt immer noch etwas, ich weiß allerdings nicht ob "Schlichten" hier hilft, Haarspray auf die aufgezogene Kette müßte doch noch mehr kleben, oder?

Vielen Dank an alle Mitdenker,
und jetzt bekommt mein Göttergatte erstmal Waffeln, weil es doch so schön waffelt.

Liebe Grüße
Bianca


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BeitragVerfasst: So 24. Mai 2015, 13:12 
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Spinning-Jenny
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Registriert: Mo 7. Jul 2008, 01:10
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Zitat:
1. Die Fäden kleben sehr aneinander ( es ist Langflachsgarn 16/2 )

Zitat:
Es hakelt immer noch etwas, ich weiß allerdings nicht ob "Schlichten" hier hilft, Haarspray auf die aufgezogene Kette müßte doch noch mehr kleben, oder?

Ich hätte Dir auch zum Schlichten der Kette geraten. Haarspray soll funktionieren, habe ich selbst aber wg. dem Geruch nie ausprobiert. Es gibt auch Sprühstärke, die ich bevorzugt habe, wenn ich nach dem Aufziehen noch schlichten wollte (eher selten der Fall, weil ich keinen großen Webstuhl habe und man deshalb keine größeren Partien einsprühen kann).

mhh ... das Haarspray festigt sich ja dann und klebt nicht mehr, wenn es getrocknet ist. Mag sein, dass es dann anfangs die Fäden noch etwas mehr aneinanderklebt und man etwas mehr 'Überzeugungskraft' braucht, um das Fach das erste mal zu öffnen - wenn ich Kette vorher schlichte, habe ich ja auch etwas Mühe, die Fäden zum Aufziehen wieder zu trennen, aber danach bewirkt die Schlichte, dass die Fasern eines Fadens am Faden kleben und nicht abstehen, bewegen und verhaken können.

Hier gibt es übrigends einen Thread über das Schlichten:
viewtopic.php?f=95&t=379
(Zumindest die ersten Beiträge sind wirklich brauchbar ... danach ist die Diskussion etwas entglitten).

Mit den Verschnürungsproblemen kann ich leider nicht weiterhelfen. Ich selbst hatte auch mal einen kleinen Kontermarsch Webstuhl (ich vermute mal, dass Dein Glimakra Standard mti Kontermarsch ist - aber es gibt ihn wohl auch mit Rollenzug) und habe das alleine ohne Kurs nicht so ganz hingekriegt die Höhe der Schäfte so einzustellen, dass ein schönes gleichmäßiges Fach entstand und bei den Webkursen vor Ort war einfach die Warteliste zuuuu lang.

Soweit ich mich erinnere sollen bei einem Kontermarsch-Webstuhl bei ruhenden Schäften (kein Tritt getreten), die Kettfäden alle in der Mitte d.h. in einer Linie von Streichbaum zu Streichbaum sein, durch das Treten werden dann die einen Schäfte nach oben und die anderen nach unten ausgelenkt ...

_________________

Meine Seiten: www.spinntantchen.de und www.nadelbindung.de



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BeitragVerfasst: So 24. Mai 2015, 15:46 
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Spinn-Stöckchen

Registriert: Mi 20. Mai 2015, 07:24
Beiträge: 9
Postleitzahl: 0
Land: Deutschland
Hallo Spinntantchen,
ich probiere es mal mit der Sprühstärke, da ich kein Haarspray besitze :D .
Es ist ein Kontermarsch-Webstuhl, Webbreite 1,20m, 4 Schäfte, 6 Tritte. Das mit den Patronen und der Verschnürung ist einfach, da logisch. Aber in welcher Höhe die Schäfte sein sollen, wie hoch die Lade hängen muss ist halt nirgends beschrieben. Ich habe jetzt etwas rumprobiert und es sieht für mich OK aus, ein halbes Handtuch ist schon fertig.
Die nächsten Webkurse bei uns finden erst nach den Sommerferien statt und so lange wollte ich einfach nicht warten, also helfe ich mir mit YouTube und anderen Internetquellen und ein paar Büchern aus der Bücherei.
Sollte jemand bereit sein Nachhilfestunden im Weben an einem Kontermarschwebstuhl zu geben, seid ihr herzlich willkommen.
Noch ein halbes Handtuch bis zum Abendessen müsste drin sein,
bis dann
Bianca


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BeitragVerfasst: So 24. Mai 2015, 17:36 
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Navajo-Spindel

Registriert: Fr 29. Jan 2010, 10:46
Beiträge: 338
Postleitzahl: 0
Wohnort: Schweiz, Graubünden
Land: Schweiz
Mit der Höhe der Kettfäden, resp. der Schäfte, ist es so, wie Spinntantchen es beschrieben hat.

Wenn die Wippen arretiert sind, sollen die Kettfäden in der Mitte durch das Litzenauge laufen, also werder rauf noch runter gezogen werden. Die Schäfte werden auf diese Höhe eingestellt, bevor die Verschnürung gemacht wird.

Die Lade hängt (oder steht, bei Stehladen) in der richtigen Höhe, wenn sie weder in der hinteren noch in der vorderen Position die Kettfäden hochdrückt. Im Idealfall liegen beim offenen Fach die unteren Fäden am unteren Rand des Blatts. Wenn man Mühe hat, ein regelmässiges Fach hinzukriegen, kann man ein bisschen mogeln und die Kettfäden, die zu tief liegen mit der Lade etwas hoch drücken. Natürlich immer in der hinteren Position der Lade, bei offenen Fach, also in der Position, in der Du das Schiffchen einschiesst. Allerdings muss man sich immer bewusst sein, dass durch jegliches Scheuern oder Drücken die Kettfäden Schaden nehmen. Vor allem bei empfindlichem Material lohnt es sich, beim Verschnüren sehr sorgfältig zu arbeiten.

Ich hoffe, das ist jetzt verständlich...

_________________
Geld haben ist schön, solange man nicht die Freude an Dingen verloren hat, die man für Geld nicht kaufen kann. Salvador Dali


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BeitragVerfasst: So 24. Mai 2015, 17:46 
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Taiga-Rad

Registriert: Sa 12. Jul 2008, 12:48
Beiträge: 907
Postleitzahl: 44670
Glimakra USA hat die besten Infos zu Glimakra-Webstühlen auf der Website - da solltest du fündig werden.

_________________
http://www.lahottee.info


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